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Xletix Challenge – Grömitz

25 September 2016 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

20160918_110637Nordisch by Nature – Challenge Grömitz

Der Reiz der Xletix – Challenge ist es nicht, die Strecke in einer guten Zeit und alleine zu absolvieren, sondern im Team zu funktionieren und einander zu helfen. Ein Ansatz, den es in der Läuferszene, im Sportbereich oder um es weiter zu fassen, in unserer Gesellschaft kaum noch gibt. Meistens steht man alleine, die Besten weit vorne während Schwächere auf der Strecke bleiben. Doch man kann die Xletix – Challenge auch alleine laufen, denn Mitstreiter und die Streckenposten helfen bereitwillig. Das Ziel ist es, die Strecke zu bezwingen und das Ziel zu erreichen.

Dementsprechend anspruchsvoll sind die Hindernisse. Auch wenn man im Team unterwegs ist, bleibt es eine Herausforderung. Für erfahrenere OCR – Läufer besteht grade hier der Reiz auch diese extremeren Hindernisse alleine zu bezwingen.

Die Xletix – Challenge bietet drei verschiedene Strecken an – S, M und L –  wobei L mit 18km und über 30 Hindernissen die längste der Strecken ist. Gestartet wird in Startblocks, alle 30 Minuten. Für schnellere Läufer empfiehlt sich der erste Startblock, um Schlangen an den Hindernissen zu vermeiden. Die Strecke in Grömitz führte immer am Meer entlang, mit kleinen Abstechern ins Landesinnere.

Gestartet wurde auf der Uferpromenade in Grömitz. Der erste Teil der Strecke führte auf selbiger am Meer entlang. Auf dem Steinweg war das Laufen leicht und es setzte sich schnell eine Spitzengruppe ab. Mit hohem Tempo ging es in die ersten Hindernisse. Schon bei einem der ersten Hindernisse wurde es kalt und nass. Es ging durch ein Wasserbecken, unter einem Bauzaun hindurch. Zwischen Wasseroberfläche und dem Zaun war grade einmal genug Platz, um weiterhin Luft zu bekommen. Zügig ging es weiter in einen Park und über ein Netz, welches zwischen Bäumen befestigt war. Das erste Problem kam bei dem Hindernis „Crew Carry“. Hier sollte zu zweit eine Person auf einem Reifen getragen werden. Nur waren die ersten drei Läufer weit auseinander und es war sonst niemand da. So wurde aus „Crew Carry“ auf die Schnelle Tire Carry. Wenig später gab es die ersten Sandsäcke zu tragen. Nach einer kleinen Runde ging es wieder Richtung Meer.

Speedslide
Nach kurzer Laufstrecke wartete ein großer Schuttcontainer, gefüllt mit unzähligen Reifen. Doch mit etwas Konzentration und Geschick war auch dieses Hindernis schnell überwunden. Über einen weiteren Container und unter Stacheldraht hindurch ging es zur „Speedslide“, einer riesigen Rutsche, die in einem Wasserbecken mündete. Mit Meerblick ging es hinab ins kalte Wasser und schnell über den Rand hinaus und weiter. Durch den Hafen von Grömitz ging es gleich ins nächste Wasserhindernis. In diesem Fall musste der Kopf unter Wasser, was das ganze deutlich anstrengender machte als die vorherigen Hindernisse. Zusätzlich war das Wasser voller Eis und dementsprechend kalt. Völlig durchnässt liefen die Läufer das erste Mal in den Sand. Das bisherige Lauftempo halbierte sich und es wurde deutlich anstrengender.

Eskaladierwand
Viel Kraft kostete auch die fast 3 Meter hohe Eskaladierwand, die im Sand errichtet worden war. Jedem, der kein Team bei sich hatte, wurde hier eine helfende Hand des Teamkollegen gereicht, doch mit etwas Technik und Schwung war auch dieses Hindernis schnell Geschichte. Kurz darauf folgte eines der berühmtesten Hindernisse der Xletix – Challenge. Es ging eine Halfpipe hinauf. Viele Zuschauer säumten dieses Hindernis und feuerten die Läufer an. Auch hier konnte man fast nur bestehen, wenn man als Team arbeitete oder schon ein wenig Erfahrung mit Hindernissen dieser Art mitbrachte. Die Läufer der S – Distanz bogen anschließend ins Ziel ab, für den Rest ging es weiter durch den Sand. Die Beine brannten, auf jedem Kilometer wartete ein Hindernis und die Feuchtigkeit machte die Kleidung schwer. Schon ging es wieder ins Wasser, dieses Mal ins Meer. Es galt, eine Strecke im flachen Wasser an einen Steg zu waten und über ein wackeliges Netz auf diesen hinauf zu klettern. Nun ging es wieder raus aus dem Sand. Immer parallel zum Wasser ging es weiter weg vom Start-/Zielbereich, kurz darauf wieder in den Sand am Strand. Hier war der Wendepunkt der M – Distanz, für die L – Distanz ging es, immer durch den Sand, weiter.

Holzpyramide
Nachdem ein weiterer Reifen den Strand hoch und wieder runter transportiert wurde, ging es so langsam auch auf den Wendepunkt der L – Distanz zu. Über eine Holzpyramide, die so hoch und glatt war, dass sie selbst unter enormem Kraftaufwand ohne Hilfe des Streckenpostens kaum zu schaffen war, ging es noch einmal weg vom Strand. Über Feldwege und Wiesen führte die Strecke in einem großen Kreis bis zurück zur Holzpyramide. Auf diesem Streckenabschnitt gab es noch so einige sehr schöne Hindernisse. Dazu gehörten unter anderem ein sehr langes Kriechhindernis und ein Fluss, der etwa 100 Meter durchlaufen werden musste. Außerdem sollte aus dem Fluss heraus eine Brücke über Seile erklommen werden.

Am Deich
Am Deich entlang ging es nun wieder in Richtung Ziel. Drei unterschiedlich hohe Eskaladierwände versperrten den Weg, anschließend wartete eine deutlich längere Runde Sandsacktragen auf die Athleten. Da der erste Läufer der L – Distanz einen schwereren Sandsack bekam, erwartete die anderen führenden Läufer dasselbe Schicksal. Der Sandsack musste diesmal über Sand, durch Wasser und über Steine transportiert werden. Danach ging es über den Deich weiter. Die letzten Kilometer waren hart. Krämpfe machten das Laufen schwer. Auf den letzten Metern ging es natürlich noch einmal in den Sand. Ein letztes Mal ins Meer und unter einem Steg hindurch ging es auf die Zielgerade. Einige Meter vor dem Zieleinlauf ging es noch einmal durch eine Grube voller Schaum –  dann war es geschafft.

Auch wenn es keine offizielle Zeitwertung gab, konnte sich Team – androgon über einen dritten Platz auf der L – Distanz freuen. Nach 18 Kilometern, mit mehr als 30 Hindernissen, war die Freude groß, es geschafft zu haben. Auch diese Xletix – Challenge war, genau wie in Stadtoldendorf einige Monate zuvor, ein voller Erfolg und ein riesen Spaß. Die Hindernisse waren professionell geplant und gesichert, die Strecke war abwechslungsreich und anspruchsvoll. Auch die Versorgung der Läufer auf der Strecke mit Bananen und Wasser war hervorragend.

Leider war die Xletix – Challenge in Grömitz bereits die letzte in diesem Jahr in Deutschland, doch wird Team – androgon im nächsten Jahr in jedem Fall wieder mit dabei sein!

(sm)

Hiermit möchte sich androgon.com noch einmal ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken und wünscht dem Xletix-Team weiter viel Erfolg bei den nächsten  Xletix – Challenge Events in 2017! Anmeldungen unter

Weitere Informationen: Xletix

Weitere Wettkampfberichte:

Team-androgon powered  by Sealskinz und VIKING Footwear

 

Bildquelle:androgon.com

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