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Mud Masters – Erfolgreiche norddeutsche Schlammpremiere

14 Oktober 2016 4 Kommentare PDF Drucken Drucken

abklatschenRund 4.500 Teilnehmer nahmen an der ersten Ausgabe des Mud Masters Hamburg teil

Team-androgon war mit von der Partie!

Sie kämpften sich durch Schlamm, überwanden Steilwände in Teamarbeit und stürzten sich eine riesige Wasserrutsche hinab. Rund 4.500 Teilnehmer nahmen an der ersten Ausgabe des Mud Masters Hamburg teil – und stellten sich im „Himmel und Heide – Eventpark Luhmülen“ einem abenteuerlichen Hindernislauf. Im Ziel angekommen, hatten sie alle eines gemein: Sie waren stolz, den Parcours bezwungen zu haben. Zufrieden zeigte sich auch Veranstalter André Skwortsow, der direkt verkündete, im kommenden Jahr an gleicher Stelle die zweite Auflage steigen zu lassen.

Mud Masters Hamburg 1.0

Am Samstag, den 08.10.2016, fuhr ich früh morgens aus Hamburg nach Luhmühlen, um Teilnehmer eines der größten Hinderislaufevents Norddeutschlands zu werden. Die Organisatoren von „Mud Masters“ hatte in diesem Jahr schon einige große Läufe auf die Beine gestellt und so eilte dem Event ein Ruf voraus, der mich dazu brachte, den Termin bei Hamburg sofort in meinem Laufkalender rot anzustreichen. Von Fotos wusste ich bereits, dass es nicht leicht werden würde. Aufwändige Hindernisse, technisch anspruchsvolle Streckenführung sowie viel Matsch und Wasser erwarteten jeden Läufer. Vor Ort wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Zur Auswahl standen vier Streckenlängen. Ich entschied mich für die 18 Kilometer lange Route, um ja kein Hindernis zu verpassen. Die längste Strecke bildete der 42 Kilometer lange Marathon. Hier mussten die verschiedenen Strecken mehrfach abgelaufen werden.

Start – und Zielbereich

Im Start – und Zielbereich standen schon einige Hindernisse, welche auch vor dem Start inspiziert werden konnten. Eine lange „Monkeybar“ bildete eines der letzten Hindernisse vor dem Ziel. Ebenfalls in Augenschein nahm ich ein Kriechhindernis, unter welchem Stromkabel herabhingen.

Startschuss

Kurz nach 9 Uhr riefen die Moderatoren den ersten Startblock in den Startbereich. In diesem starteten alle Marathonläufer sowie die Läufer für 18 Kilometer. Nach dem obligatorischen Aufwärmprogramm erfolgte gegen 9:30 Uhr endlich der Startschuss. Ich versuchte von Anfang an in der Spitze mit zu laufen, um Schlangen an Hindernissen zu vermeiden. Das Tempo war sehr hoch als wir über die erste Eskaladierwand und zwei Strohballen kletterten. Nach einigen Kurven über eine Wiese folgte auch schon das erste Kriechhindernis. Netterweise hatten die Veranstalter daran gedacht, dass der Boden sehr steinig und hart sein kann und hatten die 4 Meter lange Strecke, die es zu kriechen galt, komplett mit einigen Zentimetern Schlamm bedeckt. Schon jetzt merkte ich, wie die Kälte langsam durch die Kleidung kroch. Doch schon ging es weiter. Die Strecke schickte uns kurz darauf über eine weitere, deutlich höhere Eskaladierwand und dann hinein in den Wald. Nach einigen Kilometern kam ich auf einer Wiese unweit des Eventgeländes heraus. Hier wartete ein Highlight des Laufes auf uns. Eine 10 Meter hohe Rutsche und ein anschließender Flug in eiskaltes Wasser.

Reiterhochburg

Nach dieser Schwimmeinlage war spätestens jeder aufgeweckt, denn das eiskalte Wasser drang in jede Pore. Nach Luft japsend bemühte ich mich, den Rand des Beckens zu erreichen. Es folgten mehrere ausgehobene Gräben, die wir durchqueren mussten. Nun verlief die Strecke über freies Feld. Hier wurden die vorhandenen Hindernisse genutzt, denn Luhmühlen ist eine Reiterhochburg. In langgezogenen S – Kurven ging es über Gräben, Erdwälle und unter Baumstämmen hindurch. Stetig entfernten wir uns weiter vom Eventgelände in die Wälder der Umgebung. Immer wieder versperrten Strohballen den Weg und der Boden war oftmals umgepflügt, was das Laufen stark erschwerte. Es folgten viele Hindernisse, die Koordination und Kraft gleichermaßen forderten. Beim „Rope swing“ musste sich an einem Seil über einen Wassergraben geschwungen werden. An anderer Stelle musste eine schräge Wand bezwungen werden, welche so hoch und glatt war, dass es ohne Hilfe kaum zu schaffen war hinüber zu kommen.

Sandsacktragen

Ungefähr die Hälfte war geschafft als es ans Sandsacktragen ging. Der führende Läufer hatte dieses Hindernis grade hinter sich gebracht als ich dort eintraf. Da ich jetzt wusste, dass ich ein gutes Stück hinter dem Ersten zurücklag, war die Strecke, die wir den Sandsack tragen mussten, anscheinend ziemlich lang. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine große Kurve durch den Wald. Das erste Viertel trugen wir den Sandsack. Um es interessanter zu machen, standen uns einige kleinere Hindernisse im Weg, welche wir mit dem Sandsack überwinden sollten. Nachdem wir den Sandsack wieder abgelegt hatten, liefen wir den Rest der Kurve – und durften auf dem Rückweg den Sandsack erneut aufnehmen.

Persönliches Highlight

Deutlich später im Rennen folgte ein Hindernis, das ein persönliches Highlight darstellte. Beim Hindernis „Net up“ musste ein Wasserbecken überklettert werden. Das Netz, welches hierfür horizontal über das Becken gespannt war, war jedoch so weit entfernt, dass es nur mit einem beherzten Sprung erreicht werden konnte. Anschließend musste unten an dem Netz geklettert werden. Hier scheiterten viele und nahmen erneut ein ungewolltes Bad. Ein weiteres Hindernis, bei dem es nass wurde, und welches ebenfalls mehrfach auf dem Kurs zu finden war, war das Krabbeln durch einen Tunnel, welcher halb im Wasser stand.

Richtung Ziel

An Stellen wie diesen machte sich das unangenehme Novemberwetter bemerkbar, welches im Norden bereits im Oktober herrscht. Noch ein letztes Mal führte uns die Streckenführung in den Wald, weg vom Ziel. Hier erwarteten uns neben einigen Höhenmetern sehr schöne Waldtrails. Nun aber ging es wieder in Richtung Ziel. Auf den letzten Metern hieß es noch einmal hangeln an den „Monkeybars“, anschließend erwartete uns der „Sizzler“, das oben bereits erwähnte Hindernis, das uns den ein oder anderen Volt durch den Körper jagen sollte.

Danach endlich der Zieleinlauf. Die 18 Kilometer hatten es in sich. Erschöpft doch voller Freude nahm ich mein Finishershirt und ein alkoholfreies Bier entgegen.

Mud Masters gehört definitiv zu den am besten organisierten OCR-Event in Deutschland. Die Streckenführung war hervorragend und die Hindernisse sehr gut durchdacht. Team-androgon wird bei den folgenden Mud Masters Events definitiv wieder mit am Start sein und einen Läufer ins 24h Rennen (MM24) entsenden! Unser Dank geht auch an das gesamte Mud Masters- und an das mediamixxTeam für die unkomplizierte und nette Kooperation. Wir wünschen weiter viel Erfolg bei den nächsten Mud Masters Ausgaben in 2017. http://mudmasters.de

Weitere Informationen und Bilder, weitere Berichte:

 

 

 

Weitere Informationen zu : Mud Masters –  und zur norddeutschen Schlammpremiere

42 Kilometer, 115 Hindernisse

115 Hindernisse, verteilt auf einer 42 Kilometer langen Strecke. Knapp fünf Stunden später erreichten die ersten von ihnen das Ziel – erschöpft, aber glücklich.

Ideales Veranstaltungsgelände

Und auch sonst zeigte sich Skwortsow mit der Premierenausgabe zufrieden: „Wir und – was noch viel wichtiger ist – die Teilnehmer waren absolut begeistert. Es ist  alles nach unseren Vorstellungen verlaufen, unsere Erwartungen wurden teilweise sogar übertroffen.“ Ausdrücklich lobte er auch das Veranstaltungsgelände und gab bereits einen Ausblick auf das kommende Jahr: „Die Voraussetzungen in Luhmühlen sind klasse, daher war für uns schnell klar, dass wir 2017 wiederkommen.“ Ein genauer Termin wird in Kürze bekannt gegeben.

Über Mud Masters

Seit nunmehr fast fünf Jahren finden die Mud Masters-Hindernisläufe in Deutschland und den Niederlanden statt. Bei der Organisation lassen sich die Veranstalter, allesamt ausgebildet beim Königlichen Marine-Korps der Niederlande, von echten militärischen Trainings-Parcours inspirieren. Nach einem ersten Rennen in Amsterdam kamen Biddinghuizen, Scheveningen (alle Niederlande) und der Airport Weeze (NRW) als weitere Austragungsorte hinzu. Mit dem fünften Rennen in Westergellersen bei Hamburg ist Mud Masters der größte Hindernislauf Europas.

 

 

Quelle/Bildquelle: androgon.com; www.mediamixx.net

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