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Dragonheartbattle 2.0

28 November 2016 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

dragonheartbattle-2-0-33Dragonheartbattle im November 2016

Team-androgon war bei der zweiten Auflage wieder mit von der Partie
und erreichte eine Top-Ten Platzierung!

Ab November beginnt in Deutschland die Saison der besonders harten Winterläufe. Nicht umsonst gehören fast alle Wettkämpfe im OCR, die man in dieser Zeit bestreiten kann, zu den härtesten ihrer Art. Auf meist langen Distanzen, jenseits der 18km mit vielen Höhenmetern und bei oft weniger als 10°C Außentemperatur, geht es hier für die Teilnehmer über schwierige Hindernisse und vor allem durch eiskaltes Wasser. Dass das Laufen unter diesen Bedingungen etwas Besonderes ist, leuchtet nicht nur dem erfahrenen Sportler ein. Das „Dragonheartbattle“ reiht sich in genau diese Art Winterläufe ein. Der Veranstalter, das PAS – Team, gehört zu den erfahrensten Veranstaltern die die Szene zu bieten hat. Nach großen Erfolgen bei bekannten Läufen, wie dem „Limes Run“ und dem „Braveheartbattle“, veranstaltete das PAS – Team nun zum zweiten Mal das „Dragonheartbattle“ in Trendelburg bei Göttingen. Im Gegensatz zum letzten Jahr, konnten die Teilnehmer in diesem Jahr nicht nur die Langdistanz über 24km laufen, sondern hatten alternativ die Möglichkeit, sich auf einer 12km langen Strecke den Märchenwäldern der Region zu stellen. Das „Dragonheartbattle“ beeindruckte, wie schon im letzten Jahr, nicht durch extreme Hindernisse in Form von menschgemachten Wänden oder Gerüsten, sondern nutzte zum großen Teil die natürlichen Gegebenheiten der Umgebung. Das Ganze verpackt in eine ritterliche Atmosphäre im Nibelungenstil. Durch diverse Feuerkörbe im Startbereich des Wasserschlosses Wülmersen lag ein rauchiger Duft in der Luft.

Ritterschwur
Wenige Minuten vor dem Start knieten sich alle Starter hin, um den Ritterschwur zu sprechen. „Ich werde furchtlos sein im Angesicht der bevorstehenden Schlacht, ich werde mich tapfer und aufrecht den 24 Masterchief – Kilometern stellen…“, tönte es, während die typische Anspannung vor dem Start sein Maximum erreichte. Endlich gab der Bürgermeister von Trendelburg den Startschuss. Unter grünem Rauch, der in die Luft geschossen wurde, liefen die „Dragonhearts“ und „Dragonhearties“ aus dem Schlosstor hinaus und mehr oder weniger direkt in einen Fluss hinein. Bereits jetzt setzten sich die ersten 10 Läufer weit ab, dahinter begann der Kampf um die nächstbesten Plätze.

Steinbruch
Nach wenigen Metern ging es hinauf in den Steinbruch, welcher die erste und zum Abschluss auch letzte Herausforderung des Laufes war. Matsch und große Steine bestimmten das Bild, die Strecke führte gnadenlos bergauf. Hier war eine gute Technik gefragt, denn nur so konnten die steilen Passagen aus Geröll schnell und sicher überwunden werden. Trotz der ersten Wasserlöcher gut durchgewärmt liefen die Athleten oben auf dem Steinbruch in das erste größere Hindernis. Ein mit Paletten beladener LKW versperrte den Weg. Dieser wurde noch sehr souverän überwunden. Auf der folgenden Laufpassage ging es über Feldwege in den ersten kleinen Trail, welcher mitten durch das Unterholz führte. Nach einem weiteren kleinen Fluss ging es ans Eingemachte. Offensichtlich hatte sich der Veranstalter vorgenommen, alle Teilnehmer gleich am Anfang an ihre Grenzen zu führen und so ging es wieder hinunter vom Waldweg. Die Strecke zog sich zwischen den Bäumen einen sehr steilen Hang hinauf, teilweise so steil, dass ein Fortbewegen auf allen Vieren sinnvoll wurde.

Wendepunkt
Nach gefühlten Kilometern des Aufsteigens markierten rote Absperrbänder den Wendepunkt und es ging den ganzen Berg wieder hinab. Endlich konnte man laufen. Doch zu früh gefreut. Wieder unten angekommen führten uns dieselben roten Absperrbänder direkt wieder den Berg hinauf. Ein Junge am Rand der Strecke ermunterte die Läufer zusätzlich in dem er voller Schadenfreude mitteilt,  dass „das noch ein paar Mal so weitergehen werde“. Er sollte Recht behalten. Insgesamt vier oder fünf Mal ging es den gesamten Berg hinauf. Nach dieser Tortur war der reine Gedanke an den folgenden Halbmarathon eine Qual. Auf dem Weg zur Burg von Trendelburg ging es nun zuerst durch ein kurzes Kriechhindernis. Nun komplett voller Matsch und durchnässt kam schon bald das beschauliche Örtchen in Sicht. Über technisch anspruchsvolle Strecken mit wechselnden Untergründen ging es bergab und kurz darauf wieder auf Asphalt. Im Ort selbst waren fast alle Hindernisse aufgebaut. Viele Zuschauer säumten die Strecke und feuerten die Läufer an. Als erstes ging es durch extrem tiefe Matschlöcher, die ohne gegenseitige Hilfe nicht zu überwinden waren. Es folgten ein kleiner Feuergraben und eine Strohballenpyramide. Kurz darauf ging es über einige Palettenstapel und eine Eskaladierwand.

Der Puls schnellte bei dieser Vielzahl an schnell aufeinander folgenden Hindernissen rasant nach oben. Doch ohne Pause ging es durch ein sehr langes Kriechhindernis und durch einige mit Erde gefüllte Mulden. Bereits jetzt waren die führenden Läufer auf dem Rückweg. Für alle anderen ging es weiter Richtung Burg, welche den Wendepunkt der Strecke markierte. Doch um dieses Zwischenziel zu erreichen, wurde es noch einmal kalt. Von einer Brücke hing ein Netz in die Diemel, ein relativ großer Fluss, welcher mitten durch Trendelburg führt. Also ging es in den Fluss und das Netz hinauf.

Sturm auf die Burg
Der Sturm auf die Burg hatte begonnen. Über schmale Wege ging es jetzt wieder steil bergauf. Kurz vor dem Eingang zur Burg standen zwei Schneekanonen und bildeten eine eiskalte Wand aus Wassernebel, der in jede nicht gut verschlossene Öffnung drang. Ein beherzter Sprint und es ging in den Burghof. Hier erwarteten die durchgefrorenen Sportler ein warmer Tee und einen Energieriegel. Nach dieser Stärkung konnte man sich an den Rückweg wagen. Am Fuß der Burg ging es erst an einem Seil über die Diemel, anschließend noch einmal hindurch. Hier lagen mehrere Kanus, unter denen es durch zu tauchen galt.

Wasserschlosses Wülmersen
Endlich ging es wieder in Richtung des Wasserschlosses Wülmersen. Vorher mussten allerdings noch einmal alle Hindernisse in umgekehrter Richtung überquert werden. Auf dem letzten Stück des Laufes wurde die Laufleistung der Teilnehmer auf die Probe gestellt. Nur vereinzelt führte die Strecke durch Unterholz, Feldwege waren vorherrschend. Besonders wurde jedem schmerzlich bewusst, dass jeder Meter, der nach Trendelburg bergab gelaufen wurde, nun auch wieder hinaufgelaufen werden musste. Dementsprechend wurden noch diverse Höhenmeter auf den letzten Kilometern abgearbeitet.

Letzte Verpflegungsstation
Von der letzten Verpflegungsstation kämpften sich die Läufer die letzten 4-5 Kilometer erst wieder bergab und dann auf bekannter Strecke voran, denn der letzte Teil war identisch zu den ersten Kilometern des Laufes. Das Ziel bereits im Blick ging es noch einmal durch den Steinbruch. Noch einmal quälen, noch einmal alles geben. Wie immer waren die letzten 500 Meter die schwersten, in denen auch noch die aller letzten Reserven in Vortrieb umgesetzt wurden. Nach einem beherzten Zielsprint erhielten die abgekämpften „Dragonhearts“ und „Dragonhearties“ ihre wohlverdiente Medaille. An einem kleinen Buffet aus Kuchen, Energieriegeln und Tee konnten sich alle vom Stolz übermannen lassen. Die heiße Dusche danach tat ihr übriges.

 

  • Ergebnisse 2016: 
    First Dragonheart: Robin Siegel aus Oedheim (StartNr. 29) Zeit: 02:11:08
  • First Dragonhearty: Iris Groß aus Öhringen (StartNr. 46) Zeit: 02:53:54
  • First Team Dragonheart: „Veitenstein Bravehearts“ Zeit: 03:11:09
  • Dragonheart Teamspirit: „Team H.U.L.K“ Zeit: 05:02:44
  • Team-androgon konnte mit Bernadt Krinke einen grandiosen Platz 9 in 02:27:12 und mit Sebastian Menck Platz 35 in 02:57:27 belegen.

 

Fazit
Bereits 2015 war das „Dragonhearbattle“ ein voller Erfolg und gehörte bereits zu diesem Zeitpunkt zu den schönsten und anstrengendsten Hindernisläufen Deutschlands. Doch in diesem Jahr hat das PAS – Team noch einen drauf gesetzt. Viele neue Hindernisse und eine stark veränderte Streckenführung machten den Lauf auch für Teilnehmer des letztjährigen Events zu einer neuen Herausforderung. Gleich geblieben ist die hervorragende Streckenführung mit hohem Anspruch. Hier merkt man deutlich, dass ein erfahrener Streckenplaner am Werk war! Auf der Kurzdistanz konnten zusätzlich nicht so erfahrene Athleten ihre Grenzen suchen. Auch die Versorgung der Läufer auf der Strecke und im Ziel war sehr gut. Zusätzlich geben die heißen Duschen, welche alles andere als selbstverständlich sind bei Events dieser Art, einen angenehmen Pluspunkt.

Team androgon wird auch im nächsten Jahr mit von der Partie sein und ist bereits gespannt, welche Herausforderungen dann auf die Teilnehmer warten!

Hiermit möchten wir uns auch noch einmal explizit beim Veranstalter für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken und wünschen dem PAS-TEAM, den Erfindern des BraveheartBattle, weiter viel Erfolg bei der nächsten Ausgabe des „Dragonhearbattle“ sowie bei ihren nächsten Veranstaltungen in 2017!

Weitere Informationen:

(SM)

 

Über den Veranstalter PAS-TEAM Ltd.:
Der Name PAS-TEAM leitet sich von den Begriffen POWER, ACTION und SURVIVAL ab. POWER steht für den Willen, die Kraft und die methodischen Fähigkeiten des Trainerteams, die Ausbildungsinhalte zu vermitteln. ACTION steht für die Inhalte der Trainings, die die Teilnehmer nicht nur an ihre Grenzen, sondern über diese hinaus führen. SURVIVAL steht für das Überleben in und mit der Natur und das Reduzieren der Ausrüstung auf das Wesentliche. Das Angebot des PAS-TEAM umfasst Sicherheitstrainings als Vorbereitung für den Aufenthalt in Krisengebieten, Outdoor Trainings für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie Team Trainings, die je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden. Zudem veranstaltet das PAS-TEAM die Cross-Hindernis-Läufe BraveheartBattle, DragonheartBattle, LimesRun und CherokeeRun. www.pas-team.de

 

Quelle und Bildquelle: androgon.com | PAS-TEAM Ltd

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