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LEGAL HIGHS | Verlockender Verzicht

26 Januar 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

LEGAL HIGHS

Voll im Trend und total legal! Der Handel mit psychoaktiven Substanzen im Internet boomt stärker als je zu vor.

Marktführer auf diesem Gebiet ist seit längerer Zeit der Anbieter http://www.legale-mischung.net/de/. Dieser Online Anbieter profitiert direkt durch den umstrittenen internationalen “War on Drugs” (Drogenkrieg), also dem Verbot vieler Drogen. Verkauft werden die Substanzen nicht als Drogen, sondern werden geschickt als Kräutermischungen und Badesalze vermarktet.

Warum sind diese Drogen legal?
Da täglich immer neue Substanzen synthetisiert werden und es immer eine gewisse Zeit dauert, bis diese schließlich verboten werden, liefert sich die Regierung seit mehreren Jahren ein Katz und Maus Spiel mit den Anbietern von Legal Highs. Wird dann schließlich eine gewisse Substanz verboten, kommt ein anderes Produkt auf den Markt.

Was wird angeboten?
Da Cannabis derzeit die beliebteste illegale Droge in Deutschland ist, gibt es natürlich auch hiervon eine legale Alternative. Als Wirkstoff wird dem Pflanzenmaterial ein künstlich erzeugtes synthetisches Cannabinoid hinzugefügt, welches aufgrund seiner chemischen Struktur für einen THC-ähnlichen Rauschzustand sorgt, jedoch im Gegensatz zu Cannabis vollkommen unerforscht und demnach auch gefährlicher ist.  Doch auch aufputschende Mittel werden angeboten. Die angebotenen Badesalze erzeugen einen Amphetamin (Speed) oder Kokain-ähnlichen Rausch. Die weiße Substanz wird meistens ebenfalls nasal konsumiert. Die Folgen, welche ein Konsum dieser Substanzen mit sich bringen sind ebenfalls völlig unklar. Auch Partypillen werden angeboten. Die unerforschten Chemikalien sollen eine empathogene und aufputschende Wirkung auf den Konsumenten haben, welche illegalen Drogen wie MDMA (meistens in Ecstasy-Pillen) ähneln sollen.

Nachweisbarkeit von Legal Highs
Auch wenn es bereits für viele neue Substanzen Tests gibt, kann man nicht sagen, ob der Test bei einer relativ neuen Substanz anschlägt. Seitens der Polizei wird hier nach und nach nachgerüstet, sodass man sich keinesfalls sicher sein kann, dass der Test negativ ausfällt.
Obwohl es möglich ist, dass eine Urin Kontrolle ein negatives Ergebnis anzeigen könnte, sollte man unter keinen Umständen unter Drogeneinfluss ein KFZ führen, da man im öffentlichen Straßenverkehr nicht nur sich selbst sondern auch die andere Verkehrsteilnehmer gefährdert.

Gefährlichkeit von Legal Highs
Legal Highs sind obwohl sie legal sind, nicht weniger gefährlich als bereits verbotene Drogen. Gerade die angebotenen Kräutermischungen bergen ein höheres Risiko als Cannabis. Der Konsum von synthetischen Cannabinoiden kann schlimmstenfalls tödlich enden.
Auch Badesalze beinhalten ein enormes Risiko für die Konsumenten. Auch bei dieser Droge wurden bereits Todesfälle diagnostiziert. Was Legal Highs besonders gefährlich für die Konsumenten macht, ist dass man sich als Konsument nie sicher sein kann, was man gerade konsumiert. Die Wirksamkeit kann stark variieren, dies erhöht die Gefahr einer Überdosis.

Obwohl die Drogen in den bunten Tütchen durchaus verlockend aussehen, sollte man auf den Konsum dieser neuen Designerdrogen verzichten. Das Problem bei diesen neuen Substanzen ist schlichtweg, dass noch nicht genügend Forschungen an den Chemikalien vorgenommen wurden und man über mögliche Nebenwirkungen und Risiken derzeit keine Auskunft geben kann. Falls man diese Substanzen trotzdem konsumieren möchte, sollte man stets mit einer sehr geringen Dosis beginnen und zuvor einen Allergietest durchführen. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Substanzen zwar legal über das Internet verkauft werden, jedoch aufgrund fehlender Forschungen für den Konsumenten gefährlicher als bekannte Drogen sein können.

Quelle und Bildquelle:
www.performanceliebe.de | www.pixabay.com

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