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Yukon Arctic Ultra 2017 | Das Rennen der Extreme

31 Januar 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

YAU Start – Braeburn

Montane® Yukon Arctic Ultra: Ein Rennen der Extreme

Team-androgon war schon dabei!

430 Meilen bzw. 692 Kilometer zu Fuß durch den Yukon. Im Winter. Allein mit sich und der endlosen Wildnis. Das ganze garniert mit kurzen Tagen, langen Nächte, Blasen, Hunger, Schlaflosigkeit und bisweilen Angst. Wer lässt sich auf so etwas ein?

Am 5. Februar 2017 startet zum 14. Mal in Folge im kanadischen Whitehorse der Montane Yukon Arctic Ultra MYAU. Die Teilnehmer werden auf der Strecke des Yukon Quest, des wohl berühmtesten und härtesten Hundeschlittenrennens der Welt,  die eisigen Weiten des Yukon Territory durchqueren. Knapp 100 Teilnehmer aus 17 Nationen sind in diesem Jahr gemeldet.

Die meisten von ihnen starten zu Fuß, aber auch die Disziplinen Mountainbike und Skilanglauf sind vertreten. Bei den möglichen Distanzen ist die Bandbreite groß. Marathon, 100, 200, 300 und 430 Meilen stehen zur Verfügung. Die beliebteste Streckenlänge ist tatsächlich 430 Meilen. Das sind 692 km von der Hauptstadt des Yukon Territory zur der Ziellinie in Goldgräberstadt Dawson City.
Neben der Herausforderung für den Körper, bringt dieses Abenteuer auch den Kopf an seine Grenzen. „Man fühlt sich da draußen plötzlich sehr, sehr klein. Das Leben reduziert sich auf überlebenswichtige Dinge. Einen Schritt nach dem anderen tun. Essen. Trinken. Nur nicht Schwitzen. Ruhen“, erklärt der Veranstalter, der Deutsche Robert Pollhammer. „Du wirst mit vielen Ängsten konfrontiert. Nachts allein mitten im Nirgendwo. Mit etwas Glück heulen im Hintergrund noch die Wölfe“, fügt Pollhammer hinzu. Das verkraftet nicht jeder.

Umso erstaunlicher ist es, dass viele Teilnehmer immer wieder zum MYAU nach Kanada kommen. „Das ist die Magie des Yukon. Viele Starter nehmen zwei-, drei oder viermal teil. So eine Herausforderung erdet und gibt einem Kraft. Auch, wenn man körperlich zunächst sicher völlig erschöpft ist“, erklärt Pollhammer. „Dazu trägt nicht nur die traumhaft schöne Landschaft bei. Unsere Gastgeber an den Checkpoints sind unglaublich freundlich. Die Crew und freiwilligen Helfer lieben die Arbeit.“ Dazu kommt eine familiäre Atmosphäre, die ein Rennen mit maximal 100 Teilnehmern bringen kann. Das gilt ganz besonders für die Starter über die 300 und 430 Meilen. „Hier lernen wir uns alle sehr gut kennen. Nicht selten entstehen Freundschaften fürs Leben“, so Pollhammer.

Damit die Teilnehmer sicher sind, gibt es eine lange Liste an Pflichtausrüstung. Dazu gehören zum Beispiel eine Expeditionsdaunenjacke, Schlafsystem für extreme Kälte, Säge, Stirnlampe und Kocher. Für extra Sicherheit sorgen noch die sogenannten SPOT-Geräte. Das sind GPS-Sender, die regelmäßig die Positionen der einzelnen Teilnehmer durchgeben. Der Non-Stopp Modus des MYAU sorgt dafür, dass sich das Teilnehmerfeld schnell in die Länge zieht.

100 Meilen oder mehr zwischen den Führenden und den Letzten sind absolut keine Ausnahme. Gefahren gibt es viele. Wobei die Kälte auf Platz Eins rangiert. Passt man nicht auf, holt man sich schnell eine Erfrierung. Wer die bekommt, für den ist laut Reglement das Rennen beendet. Denn zunächst harmlose Erfrierungen können durch weiterführende Temperaturschwankungen zu einem echten Problem werden. Besonders gefürchtet sind die sogenannten „Overflows“. Hier sammelt sich Wasser über einer Eisschicht und unter einer Schicht Schnee. Nicht immer sind solche Stellen leicht zu erkennen. Mit etwas Glück ist das Wasser nicht tief. Doch es kann durchaus vorkommen, dass man plötzlich bis zur Hüfte im kalten Nass steht. Dann heißt es, Ruhe bewahren und Schritt für Schritt richtig zu reagieren. Der Lohn für all die Mühen? Man erfährt eine beeindruckende Stille. Man kommt an Orte, die andere Menschen niemals sehen werden. Man lernt Leute kennen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und mit etwas Glück sorgen Nordlichter nachts für ein unvergessliches Lichterspiel.

Wer also einmal seine Grenzen ausloten will, der hat beim MYAU eine Gelegenheit dazu. „Es gibt keine klassischen Teilnahmekriterien. Wichtig ist, dass man die Kälte mag. Es ist gar nicht so entscheidend, dass man ewig lange Laufen kann. Aber man sollte sehr lange Wandern können und
Schlafmangel gut vertragen“, erklärt Robert Pollhammer.

Der 14. Yukon Arctic Ultra wird vom englischen Outdoor-Ausrüster Montane gesponsert. „Dieses Ultra-Event passt wie die Faust aufs Auge zur Philosophie unserer Marke: extrem funktionelle und leichte Ausrüstung für extrem harte Unternehmungen herzustellen“, so Jonathan Petty, Brand Director bei Montane.  Alle Infos zum Rennen gibt es auf www.arcticultra.de.

 

Über Montane
Montane ist ein britisches Unternehmen, das leichte, atmungsaktive und qualitativ hochwertige Bekleidung für Expeditionen, Bergsportler und Ultra-Athleten herstellt. Montane wurde vor 24 Jahren gegründet und arbeitet eng mit führenden Athleten der Disziplinen Expeditionen, Bergsport, Ultra-Trail Running und Outdoor-Marathon zusammen. Montane unterstützt verschiedene Ultra Distance Events der Spitzenklasse und engagiert sich bei innovativen Alpin- und Polarexpeditionen.
Die Produkte von Montane werden von den führenden Fachhändlern der Outdoor—und
Sportbranche in über 40 Ländern weltweit vertrieben. Weitere Informationen gibt es auf
www.montane.co.uk.
Damit Du weiter kommst. Schneller.

 

Quelle und Bildquelle: Outdoor Relations, München

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