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Hirnforschung 2.0

24 Februar 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Neue spektakuläre Erkenntnisse aus der Hirnforschung

Ziel der Hirnforschung ist ja allgemein zu einem besseren Verständnis der Funktion des Gehirns zu gelangen. Das sollte natürlich auch dazu führen praktische Erfahrungen für die interessierte Öffentlichkeit zu liefern, um zu eine verbesserte Denkleistung des menschlichen Individuums zu erreichen. Allgemein besteht dazu zur Zeit kein großer Mangel, denn es gibt verschiedene Methoden des Hirnjoggings als geistiges Fitness- Training für unsere Nervenzellen, wie etwa das Denkorgan mit Rätseln und Knobeln zu trainieren. Aber auch schon, wenn man das Hirnjogging wörtlich nimmt und einfach drauflos läuft, ist eine deutliche Steigerung der Leistungskraft des Hirns erreichbar. Dies durch den positiven Effekt des Sports, was auch wissenschaftlich eindeutig belegt ist und eine viel deutlichere Wirkung hat als etwa das Kreuzworträtselraten.

Vor kurzem wurde ein weiteres für unsere sportinteressierten Leser bemerkenswertes Ergebnis festgestellt: dass die Hirnleistung mit der Fitness der Beine in Zusammenhang steht; d.h. die Kraft der Beinmuskeln hat einen positiven Effekt auf die Denkfähigkeit bis ins höhere Alter hin.

In einer dazu durchgeführten Studie untersuchten britische Wissenschaftler die Denkfähigkeit weiblicher Zwillingspaare in einem mittleren Durchschnittsalter in einem Abstand von 10 Jahren. Überraschend stellten sie dabei fest, dass die Abnahme des Denkvermögens umso langsamer erfolgte, je trainierter die Beinmuskeln der Damen zu Beginn der Studie waren“. Hatte eine Schwester kräftigere Oberschenkel als der andere Zwilling, waren auch die Ergebnisse im Denktest besser und die Nervenzellen bei dieser dichter und besser ausgebildet. Da die Gene der Schwestern identisch waren, stellte sich ein klares Ergebnis heraus: Die größere Beinleistung von 40 Watt brachte nach 10 Jahren einen geistigen Vorsprung von 3,3 Jahren.

Treffend kommentiert dazu der wissenschaftliche. Redakteur und Neurobiologe der Zeitschrift GEO Dr. H.Beck : „Wer bisher seine Denkleistung nicht angemessen zur Schau zu stellen wusste, hat endlich eine Lösung – sichtbare Beinmuskeln! Angebereien mit angespannten Brustmuskeln kann man getrost andern überlassen. Wer schlau ist, prahlt mit dem Oberschenkel nicht mit dem Bizeps.“ Diesem Fazit schließen wir uns von der Redaktion des androgon Männermagazins gern an.

(wz)

 

 

Quelle:GEO 3/2016

 

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