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Vertical Up – Kitzbühel 2017

1 März 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

ONE HELL OF A RUN

Den Weltcup-Skifahrern auf einer der weltweit schwersten und gefährlichsten Abfahrten entgegen.

Marcel Höche (Team-androgon) startete beim Vertical Up in Kitzbühel 2017

Die legendäre Sportstadt Kitzbühel ist Heimat / Wahlheimat / Trainingszentrum und Erholungsort für viele Sportler: Skifahrer, Langläufer, Triathleten, Läufer, Mountainbiker, Rennradfahrer, Tourengeher, Bergsteiger u.v. m. – doch welche Sportler sind die legendärsten und die schnellsten bei STREIF VERTICAL UP?

Ziel von STREIF VERTICAL UP ist es die original Streif mit 3,312 km und 860 Höhenmeter vertikal so schnell als möglich zu bezwingen.

Der „Clou“ an der ganzen Geschichte sind die Regeln! – es gibt keine!

Freie Materialwahl solange ALLES aus eigener Kraft angetrieben wird (kein Motor) und freie Streckenwahl auf der Streif (Speedklasse) bzw. auch auf der Familienstreif (Rucksackklasse)!

Läufer mit Spikes haben gute Chancen, solange die Strecke hart und griffig ist…
Langläufer mit Fellen haben gute Chancen, doch was ist wenn die Technik fehlt…
Skibergsteiger / Tourenskiläufer haben gute Chancen, doch können sie im steilen Gelände genug Vorsprung herausholen…
Schneeschuhe- und Steigeisengeher: haben gute Chancen, doch können Sie auch im flachen Gelände den Speed umsetzen…
BESTE AUSDAUER, BESTE TECHNIK MIT OPTIMALEM MATERIAL GEWINNT!

Die „Streif“ oder auch der „Hahnenkamm“ im österreichischen Kitzbühel zieht jährlich die besten Skifahrer an, die sich mit den Besten der Besten messen wollen.

Aufgrund der Schwierigkeit ist sie für normale Skifahrer geschlossen. An einem weiteren Tag im Jahr öffnet die Strecke für wagemütige Extremsportler, die vom eigentlichen Zielbogen die gefürchtete Strecke bei Dunkelheit bis zum eigentlichen Starthäuschen emporlaufen.

Rund 1.000 Starter, darunter auch der Bad Lauterberger Marcel Höche, stellten sich der Herausforderung, die vermeintlich kurze Strecke von gerade einmal 3,3 Kilometer so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Doch nicht die Distanz sollte die Läufer an oder über ihr physisches und psychisches Limit bringen, sondern die Streckenbeschaffenheit.

Auf der vergleichsweise kurzen Strecke ist ein Höhenunterschied von knapp 1.000 unglaublichen Höhenmeter zu überwinden. Dies ist nur bei einer Steigung möglich, die man nur einsehen kann, wenn man den Kopf in den Nacken legt. Die Wahl der Ausrüstung ist dabei den Athleten selbst überlassen, nur ein Helm ist verpflichtend, um im Falle eines Absturzes das Schlimmste zu verhindern.

Wie auch alle Läufer, die eine Chance auf den begehrten Gewinnercheck, Ruhm und Ehre haben wollten, lief auch der Ultra Trail Läufer mit Spikes, die normalerweise von Sprintern auf der Tartanbahn benutzt werden und ersetzte die 3mm langen Spikes mit 23mm langen Nägeln.

Doch nicht mal diese boten Höche auf den steilsten Abschnitten immer ein sicheres Gefühl, da die steinhart gefrorene, nahezu senkrechte Wand in Verbindung den völlig erschöpften, hastigen Läufern einiges Risiko boten.

Sollte man selbst oder einer der Läufer, die wie in einer Perlenkette hintereinander die Ideallinie hinaufhasteten, einen einzigen unüberlegten Schritt machen, würde man selbst haltlos in die Tiefe düsen und dabei zahllose Läufer mitreißen. Ob der Helm hier ausreichen gewesen wäre, um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden, bleibt fraglich.

Weiter oben auf der Piste, kam plötzlich ein weiteres Risiko hinzu. Eisbrocken, teils so groß wie Fußbälle lösten sich von der Piste und schossen den Läufern entgegen.

Doch genau dieser Nervenkitzel, wie auch das wunderschöne Bild des Lichtermeers der Läufer und darunter die der Stadt Kitzbühels, lockten wohl zurecht dieses große und vor allem starke Teilnehmerfeld an.

Die Spezialisten dieses Sportes ließen dem Läufer Höche nur wenig Chance. Schon von Beginn an konnte der 23-Jährige nicht mit den Athleten aus ganz Europa mithalten und kam erschöpft, aber völlig fasziniert, mit 10 Minuten hinter dem Gewinner in den Zieleinlauf, der von Menschenmassen überfüllt war, die die Läufer auf den letzten Metern anfeuerten, nach knapp 42 Minuten ins Ziel.

Völlig fasziniert von der Strecke und der Leistung der anderen fuhr die Gondel die Läufer anschließend zurück in Tal, wo eine große Siegerehrung das Event perfekt beendete.

(mh)

  • Quickfacts
    Datum: Samstag 25. Februar 2017, 18:30 Uhr
  • Klassen: „Speed Klasse“ und „Rucksack Klasse“
  • Streckenname: Streif bzw. Familienstreif (Rucksackklasse)
  • Start: 805 m
  • Ziel: 1665 m
  • Höhendifferenz: 860 hm (zum Höhenprofil)
  • Streckenlänge: 3312 m
  • Ø Neigung: 27 %
  • Max./Min. Neigung: 85 % / 2 %
  • Beleuchtung: Stirnlampen und die Hotspots der Strecke werden effektvoll beleuchtet
  • Materialvorschläge: Tourenski, Langlaufski, Laufschuhe m. Spikes, Steigeisen, Schneeschuhe, Skistöcke, Barfuß,…
  • Streckenrekord M: Christian Hoffmann (AUT) 30:29,1

 

Weitere Informationen durch androgon.com
androgon-androgon-Bericht Vertical Up in Kitzbühel 20155
sowie allgemeine Infos zur Tour: Vertical UP Tour 2017

Tourstops und weitere Informationen:
– 07/01/2017   Hinderstoder   (AUT)
– 21/01/2017  Val Gardena-Gröden   (ITA)
– 28/01/2017   Madonna di Campiglio   (ITA)
– 25/02/2017   Kitzbühel   (AUT)
– 25/03/2017   Wengen   (SUI)

Weitere Informationen unter: verical-up

 

 

 

Bildquelle:
Marcel Höche, Michael Werlberger, Andreas Aufschnaiter, Stefan Adelsberger

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