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Neues vom Apparatschik für Gleichstellung

27 September 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

…so ists fein. Der doofe Willi und die schlaue Maja – frühe Trendsetterin des besseren Geschlechts

Apparatschik für Gleichstellung

Wenn Parlamentarier nicht gerade mit einem Wahlkampf oder sich selbst beschäftigt sind – heißt in der Praxis, wenn nicht irgendwo ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt oder nicht ein Krieg im Gange ist, kommt in immer wiederkehrenden Perioden ein Thema auf den Tisch, was nicht nur ungeheuer spannend , sondern auch elementar für das Weiterbestehen unserer Volksgemeinschaft ist. Die Quotenregelung.

Unerschöpflich wird gepredigt, wie ungeheuerlich die Zustände in der freien Wirtschaft sind. Frauen degradiert zu stumpfen Werkzeugen des Patriarchates. Dabei sind statistisch gesehen Frauen klüger. Schon im Kindergarten sind die Mädchen deutlich weiterentwickelter als die blöden Jungen, die mit verklebter Rotznase und Schokoladenresten in den Mundwinkeln sich gegenseitig die Schaufeln auf die Rübe hämmern.

Es machen mehr Frauen das Abitur und das mit besserem Noten-Durchschnitt. Und im Studium? Da setzt sich das fort, was scheinbar genetisch bedingt ist. Ich fühle mich schuldig. Schuldig deshalb, weil ich zu dem Teil der Gesellschaft gehöre, die aufgrund ihres Geschlechtes, ohne Leistung, nun da stehe, wo ich stehe. Aber auch ich werde Rechenschaft ablegen müssen. Heterosexuell, sportlich, quasi ohne Lobby, werde ich irgendwann nicht vor den großen Bruder, nein vor die große Schwester treten und mich verantworten müssen.

Aber bevor uns wieder diese Metadiskussion einholt, geführt von dem besseren Geschlecht und männlichen Kollaborateuren habe ich einen Traum. Ich stelle mir vor, alle Männer würden die Republik verlassen. Sie würden dorthin gehen, wo solche Diskussionen gar nicht erst aufkommen, weil es schönere und interessantere Dinge gibt, die das Leben so bietet. Keine Andrea Nahles, keine Claudia Roth. Wäre das nicht wunderbar?

Es entstünde eine unglaublich tolle Quote. 100%. 100% Frauen. Wie würde das Leben dann aussehen? Es gäbe keine Unfälle auf den Strassen, gut, der Verkehr würde mit 20 Km/h etwas mehr Geduld erfordern. Im Fernsehen sähe man auch nichts mehr mit Humor, denn ich kenne eigentlich keine weibliche Komödiantin. Dr. House gäbe es auch nicht mehr, kein Verlust für mich, aber für die Damenwelt? Die Quintessenz wäre wohl, die ödeste Gesellschaft der Welt. Aber wahrscheinlich habe ich unrecht, weil mir die besondere weibliche Intuition nicht mitgegeben wurde oder hatte Voltaire recht, als er schrieb: „Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann klein zu kriegen.

(sb)

Bildquelle: Nippon Animation

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