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Xletix – Challenge Berlin 2017

3 Juni 2017 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

Race oder Elite?

Die Xletix – Challenge ist für Kenner der Obstacle Course Racing – Szene sicherlich bereits ein Begriff. Diverse Events auf spektakulären Strecken in ganz Europa, Hindernisse in Dimensionen, sodass auch die besten Hindernisläufer an ihre Grenzen kommen und Rennen ohne Zeitnahme auf drei verschiedenen Distanzen, die vor allem auf Teamwork anstatt Einzelleistung ausgerichtet sind. Ohne von diesem Kurs abzukommen hat der Veranstalter nun auch für die Sportler/innen, die sich miteinander direkt messen wollen, ein geeignetes Format in Petto. Im Modus „Race“ oder „Elite“ können ambitionierte Athleten unter strikten Regeln und Zeitnahme zeigen, was in ihnen steckt. Wem es erst einmal reicht gegen den Kurs selbst zu kämpfen, kann natürlich im gewohnten Format an den Start gehen.

Elite Heat
Mit dem Elite – Heat holt Xletix die besten Läufer des Sportes an den Start. Um hier laufen zu können, ist eine Bewerbung nötig. 10 Kilometer in ca. 35 Minuten oder darunter sollten schon möglich sein, wenn sich jemand bewerben möchte. Ebenfalls gibt es eine Xletix Elite Tour. Bei verschiedenen Events wird jeweils auf einer anderen Distanz gestartet. Über ein Punktesystem wird nach dem letzten Race der Sieger der Tour gekürt.

Race Heat
Der Race – Heat ist hingegen für alle Läufer, die zwar nicht in der Elite laufen, sich aber trotzdem unter Zeitnahme mit anderen Läufern messen wollen.

Durch diese neuen Modi gehört die Xletix Challenge nun auch zu den heiß begehrten Rennen, in denen sich für die OCR European Championships sowie die OCR World Championships qualifiziert werden kann.

Offroadpark bei Zossen
Doch was erwartet einen bei Xletix auf der Strecke genau? Im Fall des Events in Berlin erst einmal jede Menge Stress vor dem Start – wir kamen viel zu spät auf das Gelände. Ein Anfängerfehler wurde uns zum Verhängnis, wir hatten die Startzeiten nicht gecheckt und gingen von derselben wie im letzten Jahr aus.

Der Race – Heat über die Mitteldistanz war bereits auf der Strecke, doch glücklicher Weise war ein schnelles Umbuchen auf die Kurzdistanz möglich, welche wenige Minuten später startete. Also ohne Aufwärmen direkt in den Startbereich, kurz runterkommen und schon ging es los. Um 9:50 Uhr wurde der Race – Heat über die S – Distanz, also 6-7 Kilometer, auf die Strecke geschickt. Bereits zu dieser Uhrzeit war es relativ warm. Glücklicherweise führte die Strecke, die sich durch den Offroadpark bei Zossen (Brandenburg) schlängelte, hauptsächlich durch den Wald und es gab genügend Wasserstationen. Nach wenigen Kurven ging es mit Vollgas in die ersten Hindernisse. Ein Wasserbecken brachte Abkühlung. Kurz danach folgte die erste Schlammpackung bei einem Kriechhindernis und beim Tauchen unter einigen Reifen wurde auch der Kopf abgekühlt. Schnell ging es weiter. Auf einer so kurzen Distanz geht man auf jedem Kilometer an sein Maximum, dementsprechend hoch war der Puls. Es folgte eine Eskaladierwand, wobei die Betonung auf „Wand“ liegt. Wie bei Xletix nicht anders zu erwarten, um die 3-4 Meter hoch, netterweise mit Holzleisten als kleine Hilfe versehen.

Freak Froster
Nun führte die Strecke erst einmal weg vom Eventgelände. Ungefähr bei der Hälfte folgte der „Freak Froster“, zwei mit Eiswasser gefüllte Becken, in welchen die Läufer unter einem Holzbrett Hindurchtauchen mussten. Nach der erneuten Abkühlung folgten Container gefüllt mit Reifen. An dieser Stelle war wieder ein hohes Maß an Konzentration gefragt, um nicht zu stürzen. Doch nach den sehr schnellen ersten Kilometern, einem Puls im Maximalbereich und einigen kalten Wasserhindernissen leichter gesagt als getan. Etwas wackelig ging es also über dieses Hindernis auf den zweiten Streckenteil. Auf sehr sandigem Boden folgten längere Laufpassagen, unterbrochen durch ein Netz, das es zu überwinden galt sowie einem kleinem Anstieg.

Crew Carry
Als besonders heftig hat sich das Hindernis „Crew Carry“ bei mir eingebrannt. Eigentlich sollten je vier Mann einen weiteren Kameraden auf einem Reifen tragen, jedoch war ich allein auf weiter Flur. Kurzerhand bekam ich dafür zwei Reifen in die Hand gedrückt. Über einen weiteren, steilen Anstieg mussten die Reifen eine schier endlos wirkende Runde getragen werden. In Wirklichkeit müssen es um die 200 Meter gewesen sein, doch die brennenden Beine ließen jeden Meter länger werden. Doch nun war das Ziel bereits nicht mehr weit und es hieß noch einmal alles geben. Beim „High Hole“ mussten sich alle Läufer durch ein Loch in einer waagerechten Platte auf etwa 2,5 Meter hindurchzwängen, anschließend ging es bergab auf die „Battle Bars“, einer Wippe über die der Länge nach balanciert wurde. Auf den letzten Metern, die Musik am Ziel schon in den Ohren, wurde es noch einmal nass. Der „Rotten River“ war ein Wasserbecken, bedeckt mit einem Bauzaun welcher grade genug Platz zur Wasseroberfläche ließ um Luft zu bekommen. Über die letzten kurzen Anstiege noch ein letztes Mal voll draufhalten und dann in das ersehnte Ziel.
Nach diesem Rennen schmeckte das Bier im Ziel umso besser, vielleicht nicht zuletzt da ich mir über die S-Distanz den Sieg sichern konnte.

Fazit
Zusammenfassend bietet das  Xletix – Challenge Format hervorragende Läufe für Jedermann und Frau. Wie schon in den letzten Jahren, können die Hindernisse ohne Zeitnahme, alleine oder im Team bezwungen werden. Das Motto „jeder hilft jedem“ ist weiterhin der Leitspruch dieser tollen Veranstaltungen. Durch die neuen Laufmodi „Race“ und „Elite“ wagt sich Xletix auf ein neues Terrain – die Umsetzung ist sehr gut gelungen und sehr professionell und so gehört die Xletix – Challenge nun auch für ambitionierte Athleten, die den Wettkampf suchen, definitiv in den Laufkalender!

Hiermit möchte sich androgon.com noch einmal ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken und wünscht dem Xletix-Team weiter viel Erfolg bei den nächsten  Xletix – Challenge Events in 2017! Anmeldungen unter

Das Team – androgon freut sich bereits auf weitere Events aus der Xletix Reihe und wird definitiv wieder mit am Start stehen!

Weitere Informationen unter: Xletix

Weitere Wettkampfberichte:
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(sm)

 

 

 

Quelle/Bildquelle: androgon.com

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