Home » Extrem-Hindernislauf, Hindernislauf, Obstacle Course Racing, Spaß, Vorschau, Wettkampf

BEAT THE SUMMER 1.0

13 Juni 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

GT BEAT THE SUMMER die Erste!

Am Samstag, den 10. Juni 2017  ging es für mich und meine zwei perfekten Supporter bei schönem Sonnenschein nach Mellrichstadt zum ersten Getting Tough Beat the Summer!

GT im Sommer | Vorbereitung:
Getting Tough, bekannt durch den härtesten Hindernislauf Europas, veranstaltete zum ersten Mal die Sommeredition, bei der man als OCRler natürlich nicht fehlen durfte. Zur Auswahl standen 18km bzw. 8km, ich entschied mich für die kurze Variante.

Entspannt am Eventgelände angekommen und gleich direkt meine Startunterlagen abgeholt sah ich mich neugierig um, was das Orga-Team denn so gezaubert hat. Es galt ja schließlich dem Ruf von Getting Tough auch im Sommer gerecht zu werden, bei sonnigen 25 Grad nicht ganz so einfach, da bei Getting Tough the Race im Winter die extreme Kälte doch schon eine sehr große Komponente ist, um uns Starter an die Grenzen zu bringen. Auf den ersten Blick im Zielareal ca. 15 Hindernisse bei nicht mal 500m Laufstrecke. Kriechen, hangeln, klettern, Quaterpipe, Rutsche, somit alles dabei und das waren ja „nur“ die letzten paar Meter bis ins Ziel die ich bis dahin gesehen hatte. Hier stand schon fest: „Beat the Summer“ trägt definitiv die Handschrift von Getting Tough.

Start:
Um 15 Uhr begann ich so langsam mit dem warm machen, einlaufen, lockern etc. was man eben so macht vor seinem Start, kurzer Smalltalk noch mit dem Kallinator: “Mach dich auf was gefasst, wir sind hier nicht auf einem Kinderspielplatz“ (wenn Kalli so einen Satz loslässt, dann wird’s für uns gleich richtig lustig auf der Strecke!) und um 16:20 Uhr ging es für mich in der Elitestartwelle dann endlich ans Eingemachte.

 

Beastmode
10 9 8 7 6 5 4 3 2 1  Schalter um legen, Hirn aus, Beastmode on und los….
Der Start war genial gelöst, wir mussten zuerst über eine 2m hohe Eskaladierwand, dann kriechen (auf Asphalt, nicht ganz so angenehm in kurzer Hose :-)) und von da an zählte dann erst Zeitmessung. Somit kein Gedränge und echt entspannte 50m Start.  Weiter ging es durch vier Wasser/Schlammgruben gefolgt von einer ca. 2km langen Laufpassage. Hier entzerrte sich das Feld und es wurden somit  schon von Beginn an Staus an den folgenden Hindernissen vermieden (die Jungs vom Orga-Team wissen eben was sie tun). Dann hörte der Spaß auch schon auf und der eigentliche Wettkampf begann.

25kg
Kurzer Zuruf eines Streckenpostens:“ Hey Timo hier liegen deine Freunde“ (Sandsäcke und Atlasstones sind seit den Beast Games meine kleinen feinen Lieblinge) Den 25kg Sandsack mussten wir knapp 2km durch die Gegend tragen, bergauf und -ab. Das Positive war daran, dass es sich nach dem Ablegen von 25kg fast von alleine läuft. Es folgten mehrere Eskaladierwände, 10kg Stein bergauf auf und -ab für ca. 500m, negative Holzwand, Reifenhinderis drüber und drunter, 10kg Stoffkettlebell werfen, hangeln und dies alles wurde durch kurzweilige Laufstrecken verbunden. Irgendwann hörte man wieder Musik von Richtung Zielgelände, bis dahin hatte ich mir meine Kräfte ganz gut eingeteilt, wusste ja was mich auf den letzten km erwarten würde. Nochmals durch vier Schlammgruben, die im Gegensatz zum Winter und bei minus Graden, im Sommer eine sehr gern gesehene Abkühlen waren.

 

Angstgegner
Dann kam der Angstgegner, die Slackline, kurz durch geschnauft, konzentriert und ganz langsam drüber… Yeahaaa, geschafft und somit 30 Strafburpees in der prallen Sonne gespart. Weiter zum 4m Seilklettern, Holzwand, Reifenhaufen, Strohballen, nochmals über zwei Reifenhindernisse und ab ging es endlich direkt aufs Zielgelände, die letzten 200-300m, Hindernis an Hindernis. Heuballenpyramide, Betonkletterhindernis, kriechen, anspruchsvolle lange Hangelhindernisse. Zack und da war es passiert, Worstcase würde ich sagen.

 

Penaltybox
Genau an meinem Lieblingshindernis beim Hangeln, meiner Sache zu sicher gewesen, zu locker an die Sache ran gegangen, falsch gegriffen uuuuuund abgesegelt. Das hieß dann einmal in Penaltybox für mich. Na und wer wartete da wohl auf mich, genau, mein kleiner feiner  Freund, der 33kg Atlasstone von den Beast Games. Also ran an den Stein, aufheben, 10m tragen, ablegen, den ganzen Spaß 6mal. Nach diesem Fehltritt doch lieber konzentriert, klettern an der Holzwand und das nächste Hangelhindernis waren dann kein Problem mehr. Nun stand ich vor der ca. 3,5m hohen Quaterpipe und somit dem letzten Hindernis. Machen wir es kurz, ich benötigte zwei Anläufe ;-); beim ersten doch recht ordentlich abgeschmiert, über Lautsprecher hörte man „Hochmut kommt vor dem Fall“, wie wahr…Beim zweiten Versuch stand ich dann doch oben und durfte über eine Rutsche ins kühle Nass meinen Beat the Summer finishen. Überglücklich, kaputt, an meine Grenzen gekommen, hieß es für mich nach 11km anstatt 8km  Gesamtplatz 5 in Altersklasse 2.

(TS)

Weitere Informationen unter:

Ergebnisse

Ergebnisse der 11km Herren:
1. Kempe Lukas 0:56:44
2. Weig Simon 0:57:46
3.Kölb Andreas 1:04:19
5. Schuster Timo 1:09:27

Damen:
1. Piecuch Pia 1:20:23
2. Merz Nina 1:24:35
3. Kramp Rosa 1:28:02

Zu den 18km kann ich selbst nicht allzu viel sagen, außer was mir nach dem Lauf so zu Ohren gekommen ist. Hagen Brosius, Sieger der 18km Variante, äußerte sich im Ziel kurz dazu. Er habe noch nie so viel durch die Gegend tragen müssen wie bei diesem Event. Atlasstones, Eimer mit Kies, Palletten ziehen und das alles in einem Steinbruch bergauf und ab. Muss wohl eine sehr sehr harte Nummer gewesen sein, sah man zumindest in den Gesichtern vieler Starter bei ihrem Zieleinlauf nach 18km.

Ergebnisse der 18km Herren:
1. Hagen Brosius 1:35.52
2. Häusler Thomas 1:36:28
3. Bolesch Yannik 1:38:11

Damen:
1. Hertle Ludmilla 1:49:33
2. Krafczyk Agata 1:58:09
3. Thieme Heidi 2:04:33

 

Fazit:
Es war anders hart als die Winteredition aber definitiv kein Kinderspielplatz wie es Michael Kalinowski vor dem Start schon ankündigte. Man kommt an seine Grenzen und trägt auch die Finishermedaille der Sommeredition mit Stolz. Wie immer ein sehr gut organisierter harter Event vom Getting Tough Orga-Team. Zudem für mich auch die sympathischsten Veranstalter, Streckenposten mit eingeschlossen, in der  OCR Scene. Beat the Summer ist nun der nächste jährlich gesetzte Event in meiner Liste.

Hiermit möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei „Markus Ertelt“ und den Jungs von Getting Tough e.V. für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken. Wir wünschen allen jetzt schon viel Erfolg bei der nächsten Ausgabe von Getting Tough – The Race am 2. Dezember!

Nun heisst es Vorfreude auf Getting Tough the Race am 02.12.2017 und nächstes Jahr Beast Games, alles andere bis dahin nenne ich mal Training!

Team-androgon powered  by Sealskinz

 

Bildquelle: androgon.com,  Stefan Brendel, Timo Schuster

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...