Home » Extrem-Hindernislauf, Extremsport, extremsport, Obstacle Course Racing, Spiel, Vorschau

Urban Challenge Hamburg 2017

3 September 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Urban Challenge Hamburg

TOP-TEN Platzierung bei der Urban Challenge  – Team-androgon war wieder mit von der Partie!

Auch in diesem Jahr fand die Urban Challenge (ehemals Urbanathlon) in Hamburg statt. In diesem Jahr standen ca. 2000 Teilnehmer in den Startlöchern um den 10 km langen Hinderniskurs zu bezwingen.

Wie die letzten Jahre stimmte auch das Drumherum auf dem Start- und Zielgelände. Es stand Sportlernahrung zur Probeverkostung bereit und auch andere Sponsoren bemühten sich um die Gunst der Sportler. Nach dem Race Briefing kümmerte sich die Kaifu Lodge in gewohnter Manier um das Warm-Up. Der Start rückte immer näher. Noch einmal an ein paar Treppen den Kreislauf in Schwung bringen, einen kleinen Schluck trinken und dann ging es in den Startblock. Joey Kelly gab noch ein paar letzte Tipps für den Lauf und dann das Startsignal.

Mein Platz befand sich im Startblock A. Nach den Erfahrungen von vor zwei Jahren sortierte ich mich schon etwas weiter vorne ein – auch wenn mein Training in letzter Zeit nicht so umfassend war, wie ich es gerne gestaltet hätte. Nach dem Start musste ich mich doch noch ein paar Plätze nach vorne kämpfen, um mein Tempo laufen zu können. Viele waren es jetzt nicht mehr, die vor mir liefen – meine genaue Platzierung wusste ich aber nicht.

Die Streckenführung hatte sich etwas geändert. Zunächst einmal ging es nicht mehr über 12 km, sondern über 10 km (laut GPS waren es dann doch eher 9 km, worüber ich aber am Ende ganz glücklich war). Darüber hinaus lagen die Treppen nun am Anfang des Kurses und die Hindernisse eher am Ende. Ziel des Veranstalters war es, das Feld dadurch zu entzerren und Staus an den Hindernissen zu vermeiden, was zumindest im ersten Startblock gut funktionierte. Apropos Treppen: Auch wenn diese nicht als Hindernis gelistet waren, stellten sie doch die anspruchsvollste Herausforderung dar. An allen anderen Hindernissen waren die Bein nur kurz sauer, erholten sich dann aber schnell. Die Treppen stellten jedoch eine viel länger dauernde Belastung dar und die Beine brauchten auch dementsprechend länger, um sich zu erholen. Da ich noch frisch war und die Treppen schnell hinter mir haben wollte, war ich dort einigermaßen schnell unterwegs und nahm immer zwei Stufen auf einmal – sowohl aufwärts als auch abwärts. Das führte aber dazu, dass ich nach den ersten drei Kilometern schon merkte, was ich getan hatte. Hier machte sich auch das eingeschränkte Training der letzten Wochen bemerkbar – vor allem die intensiven Intervall- und Tempoeinheiten hatten gefehlt.

Nachdem es über ein paar weitere Treppen wieder zum Elbstrand hinuntergegangen war, folgten die Hindernisse und der weitere Lauf fand eher in der Ebene statt. Los ging es mit einer kleinen Krabbeleinlage beim EAT SAND. Es ging unter Bauzäunen durch den Elbsand. Der Schweiß der ersten Kilometer sorgte auch dafür, dass der Sand bis ins Ziel nicht mehr von mir abließ. Dann hieß es beim SAND BAG ATTACK Sandsack aufnehmen und über den Strand tragen. Entlang des Elbufers folgten nun einige weitere Hindernisse. Es ging unter Feuerwehrautos hindurch (FIRE FIGHTER), über Zäune hinweg, durch Rohre hindurch (JUMP AND CRAWL) und dann weiter zurück in Richtung Start-/Zielgelände, nachdem man noch über hochgestapelte Betonklötze geklettert war (CONCRETE CLIMB) – vorbei war der Lauf aber noch lange nicht. Ich musste mich noch durch den URBAN JUNGLE, eine 13 m lange Baugerüstkonstruktion, kämpfen und nach einem kurzen Schluck Wasser folgte die berüchtigte QUARTER PIPE. Mit ausreichend Anlauf und schnellen Schritten war dies aber auch kein besonders großes Problem und die herunterhängenden Seile brauchte ich dadurch nicht. Auf der anderen Seite konnte man in bester Feuerwehrmanier an einer Stange herunterrutschen. Nach Überwindung von THE WALL musste man noch unter einem Fußgängerüberweg durchkrabbeln, was zwar kein offizielles Hindernis war, sich aber so anfühlte.

Es folgte wieder ein kleines Lauf-Intermezzo, aber die nächsten Hindernisse ließen nicht auf sich warten. Beim TYRENATOR ging es über einen riesigen Haufen aus Autoreifen. Hier musste ein Kompromiss aus schnellem Überwinden aber auch sicherem Auftreten gefunden werden. Und es ging weiter – bergauf. Auch wenn die Steigungen nicht mit Bergläufen zu vergleichen sind, waren sie doch deutlich zu spüren, vor allem für jemanden wie mich, der eher das Laufen in der Ebene gewohnt ist. Nach dem Anstieg ging es beim DOUBLE DAMMANN über zwei Bauzaunhindernisse. Nach dem Passieren mehrerer im Weg liegender Betonröhren ging es das STAIRCASE hinauf – eine Treppe aus etwa 600 Holzpaletten mit relativ großen Stufen.

Nach einer weiteren Laufpassage in Elbnähe kam man dem Wasser durch den DEICH JUMP nochmal etwas näher. Am unteren Ende einer etwa 3 m hohen Mauer standen mehrere Matten für eine weiche Landung bereit. Kurz darauf ging es in bester SPIDERMAN-Manier über ein Netz auf einen Container und auch der HAPPY DUMPSTER ließ nicht lange auf sich warten – ein Sprung in einen mit Schaumstoffwürfeln aufgefüllten Container. Hier war das schwierigste sich wieder herauszuwühlen.

Die Hindernisse kamen nun Schlag auf Schlag. Beim TRAFFIC JAM musste man ein paar im Weg stehende Autos überwinden und kurz darauf wurden die Hangelfähigkeiten im MONKEY BUSINESS geprüft. Langsam kam das Ziel näher – und das war auch gut so. Nach Einbiegen auf die Zielgeraden ging es noch durch FISH AND CHIPS – ein Hindernis, was vor dem Start noch nicht aufgebaut war. Die großen Eimer mit Eiswasser erklärten den kurzfristigen Aufbau. Danach musste man noch über die SEA FREIGHT genannten Seecontainer und konnte schließlich einen kurzen Schlussspurt einlegen.

Bei mir standen am Ende exakt 44 Minuten auf der Uhr. Vom Durchschnittstempo war ich damit langsamer unterwegs als vor zwei Jahren, gereicht hat es trotzdem für einen 9. Platz. Damit war ich am Ende sehr zufrieden. Gewonnen hat wie bereits mehrfach Florian Reichert mit einer Zeit von 36:51 min. Den zweiten und dritten Platz belegten Christian Teich und Heiko Thiele. Bei den Frauen kam Judith Havers vor Annaleen Feindt und Katharina Bentz ins Ziel.

 

Ergebnisse
fnden Sie hier!

(jh) – Jonathan Häußer

Fazit:
Unterm Strich war es auch dieses Jahr wieder ein sehr spaßiges aber auch anstrengendes Rennen, was wohl eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr nach sich ziehen wird – hoffentlich in besserer Form.
Hiermit möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei Urban Challenge-Team für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken und wünschen jetzt schon viel Erfolg bei der nächsten Ausgabe  der Urban Challenge Hamburg in 2018!

Weitere Informationen unter: http://urban-challenge-hamburg.de/

Team-androgon powered  by Sealskinz

 

Quelle/Bildquelle: Jonathan Häußer, Urban Challenge 2017 http://urban-challenge-hamburg.de/fotos/2017-2/pressebilder-2017/

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...