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Mud Masters Luhmühlen 2017

27 September 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Himmel und Heide

Team-androgon war dabei!

Das Mad Musters Event verspricht Matsch, Hindernisse und Riesenspaß – und das erhält jeder Läufer und jede Läuferin auf wahlweise 6, 12 oder 18 km im „Himmel und Heide – Eventpark“ Luhmühlen. Zusätzlich gab noch die 42km Marathon-Distanz, für alle Extremsportler, die sich einer besonders großen Herausforderung stellen wollten. Beste Voraussetzungen waren durch das Wetter und die Temperatur gegeben, um sich mit voller Energie den 14, 27 oder sogar 39 Hindernissen zu stellen sowie der Laufstrecke über Wiesen, Felder und durch Wälder.

Wolke-Sonne-Mix
Bei spätsommerlichen 16° und einem Wolke-Sonne-Mix, gingen bereits um 09:10 Uhr die 18km-Läuferinnen und Läufer an den Start. Im 20 Minuten Rhythmus wurden die Startblöcke dann nach einer motivierenden Ansprache, lauter Musik und einem Warm-Up auf das Laufgelände geschickt.

Highlight-Obstacle
Das erste Hindernis „Jump Overs“ ließ nicht lange auf sich warten, denn aufgetürmte Strohbalken bildeten eine ca. 1,50 m hohe Mauer, die übergeklettert werden musste. Nach einem kurzen Laufabschnitt zwischen Bäumen, wurde man zurück in den Startbereich geführt, wo das erste Highlight-Obstacle auf mich wartete. Die berühmt-berüchtigten „Monkey Bars“ führten über ein Wasserbecken und konnten auf der schwierigen Strecke mit einer pyramidenförmigen Steigung oder auf der einfacheren Strecke im klassischen Stil geangelt werden. Für ¾ der Strecke hielt meine Kraft und ich konnte mich zum ersten Mal in einem Wettkampf an diesem Hindernis versuchen. Nach dem nassen Schrecken ging es dann auf die Laufstrecke, weg vom Startbereich.

Das Hindernis „Chest Bumpers“ ist auch immer gerne gesehen, denn egal wie gut man hangeln kann, spätestens hier wird es matschig und dreckig. Quergelegte Stacheldrähte zwingen einen dazu, sich flach über dem Boden und durch den Matsch zu bewegen und krabbelnd das Ende zu erreichen. Kurz darauf folgte das Hindernis „Tyre Horden“, bei dem Autoreifen auf einem Stamm aufgefädelt, sich quer über den Weg erstrecken. Mit ordentlich Schwung und einem eleganten Beinüberwurf gelang ich auf die andere Seite und näherte mich den „Combi Walls“, einer ca. 2,50 m hohen Eskaladierwand, die ohne zusätzliche Stufen überklettert werden musste. Darauf folgte ein weitere „Tyre Horden“ Reifensperre, die ich ebenfalls erfolgreich überwand. Bereits bei diesen Hindernissen zeigt sich, dass der Teamgedanke des Laufevents an oberster Stelle steht.

Marine Table
Über waldige Böden ging es in großen Schlaufen durch den Wald des Eventgeländes und sorgte für ein gutes Laufgefühl. Nach gut 3,5 km war die Wasserstation in Sicht, die aber erst hinter dem Hindernis „Marine Table“ als Belohnung diente. Bei dem Hindernis galt es, eine Eskaladierwand zu überklettern, die zum Läufer hin gekippt war und eine noch größere Herausforderung darstellte. Mit einem gekonnten Griff und der passenden Technik kam ich ohne Hilfe über die Wand und konnte mich an den Wasserkanistern bedienen. Neben Wasser waren auch Bananen bereitgestellt. Ich hatte zwar erst knappe 4 km in den Beinen, jedoch müssen die Marathonläufer auf ihrer Distanz die 6km Runde am Ende noch zweimal laufen und so ist die Station dort genau richtig.

Geronimo
Mit der 4 km Streckenmarkierung kam das Hindernis „Net Climb“, eine Pyramide, die von beiden Seiten mit einem Netz bespannt ist und überwunden werden muss. Als ich um die Ecke bog und aus dem Waldstück heraus kam, sah ich das nächste Hindernis in unweiter Ferne. Bei „Geronimo“ hängen lange Seile an einem Gerüst und mit entsprechender Griffkraft gilt es, sich über den Wassergraben zu schwingen.

Nun hatte ich mehr als 2/3 meiner Laufdistanz hinter mir und dachte, dass ich über einige Kurven dann in Richtung Ziel geführt würde. Doch es kam ganz anders. Vor mir lag eine riesige Strohpyramide mit mehreren Stufen und dahinter breitete sich die „Mud Zone“ aus, bei der eine Vielzahl von Hindernissen hinter einander lagen und dafür sorgten, dass auch die letzten unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vollständig dreckig wurden. Zuerst erwarteten mich drei Schlammhügel, auf die tiefe Schlickgräben folgten. Nachdem ich diese überwunden hatte, folgte ein weiteres Kriechhindernis unter Stacheldrahtzäunen durch. Selbstverständlich sorgten Wasserschläuche für eine entsprechende Dusche von oben. Mit Schlick an und in den Schuhen, lief es sich entsprechend schwieriger auf den nächsten Metern, bis man unter einem Baumstamm durch einen Graben klettern musste.

Auf die „Mud Zone“ folgte ein lockerer Laufabschnitt und kurze Zeit später lag die Aufgabe „Buddy Carry“ vor mir. Ich war zwar ohne einen Buddy unterwegs, direkt hinter mir kam aber eine dreiköpfige Laufclique an und so war ich Sekunden später auf dem Rücken eines Läufers. Nach ca. 20 m musste getauscht werden und auch das ging überraschend gut. Ich bedankte mich lachend und lief in Richtung des „Flyer“, das zweite große „Highlight Obstacle“ auf der Kurzdistanz und das Aushängeschild für die Veranstaltung – eine 10 m (!) hohe Rutsche. Die großen Stufen hinauf waren anstrengend, das Rutscherlebnis hinunter mag für den einen oder anderen etwas Überwindung kosten, war für mich aber ein riesiger Spaß, der kurz darauf im eiskalten Wasser geschickt wurde.

Sizzler
Klitschnass, aber sauberer als zuvor, ging es auf die letzten 500 m. Bei „Getting Tyred“ waren unzählige Reifen flächendeckend ausgelegt und anschließend willkürlich gestapelt. Für einen Moment verlor ich das Gleichgewicht, war aber schnell wieder auf den Beinen. Final erwartete mich dann der „Sizzler“, das für mich dritte und leider letzte „Hightlight Obstacle“, Dieses Kriechhindernis ist zusätzlich zum Stacheldrahtzaun mit langen stromgeladenen Fäden zugehängt. Alternativ gibt es aber auch die harmlose Strecke für alle die, die aus gesundheitlichen Gründen nicht dadurch dürfen oder aber sich einfach nur nicht trauen. Selten habe ich ein Kriechhindernis so schnell durchkrabbelt wie dort.

Nun lag nur noch ein finaler Sprint vor mir, wo ich vom Moderator mit freundlichen Worten und einem „High Five“ empfangen wurde. Überglücklich erwiderte ich den Handschlag und schon waren 6 km geschafft.

 

FAZIT
Mud Masters
gehört definitiv zu den am besten organisierten OCR-Event in Deutschland. Die Streckenführung war wieder hervorragend und die Hindernisse wieder einmal sehr gut durchdacht. Der „Mud Masters“ in Luhmühlen hat von mir nicht nur läuferisch alles abverlangt, sondern mich auch bei den Hindernissen in allen Disziplinen gefordert. Viel Schlamm und Schlick, abwechslungsreiche Hindernisse, starker Teamgeist und eine hervorragende Organisation haben das Laufevent für mich vollkommen gemacht. 1000 Dank  an das Mud Masters-Team für das tolle OCR Erlebnis!

(ZG)

Team-androgon war wieder einmal sehr begeistert und freut sich bereits schon auf die nächste Auflage in 2018. Wir wünschen dem Mud Masters-Team weiter viel Erfolg! Anmeldung unter www.mudmasters.de

androgon Erfahrungsbericht 2017
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Über Mud Masters
Seit über fünf Jahren finden die Mud Masters-Hindernisläufe in Deutschland und den Niederlanden statt. Bei der Organisation lassen sich die Veranstalter, allesamt ausgebildet beim Königlichen Marine-Korps der Niederlande, von echten militärischen Trainings-Parcours inspirieren. Nach einem ersten Rennen in Haarlemmermeer kamen Biddinghuizen, der Airport Weeze und Scheveningen als weitere Austragungsorte hinzu. Im vergangenen Jahr waren die Mud Masters erstmals auch vor den Toren Hamburgs zu Gast – und präsentierten sich dort als größter Obstacle Run der Welt. Insgesamt nehmen jährlich rund 50.000 Läufer an den verschiedenen Mud Masters-Hindernisläufen teil. Weitere Infos und Anmeldung unter www.mudmasters.de.

 

Quelle/Bildquelle: androgon.com; mediamixx /  www.mudmasters.de.

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