Home » leben, Spiel, Vorschau

Nobel geht die Welt zugrunde

9 Oktober 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Ein Junggesellenabschied mit Stil

Es bedeutet zwar nicht gleich das Ende der Welt, wenn MANN beschließt zu heiraten, aber es geht definitiv ein Lebensabschnitt zu Ende. Und der Abschied einer Lebensphase voll Freiheit und Verantwortungslosigkeit sollte gebührend gefeiert werden. Aus Amerika schwappt früher oder später jeder Trend herüber. Da müssen die Mädels bei ihrem „Hen-do“, wie der Junggesellinnenabschied im Englischen heißt, tatsächlich wie verrückte aufgescheuchte Hühner durch die Straßen laufen und uns Männern ungebetene Küsse oder nutzloses Zeug verkaufen. Die Jungs auf der anderen Seite sollen ebenfalls durch die Gegend ziehen mit einem Bräutigam in spe, der in ein absurdes Kostüm verpackt ist, sich zur Besinnungslosigkeit betrinkt und womöglich irgendwann nackt von der Polizei aufgegabelt wird.

Jetzt ist erstmal nichts dagegen einzuwenden, sich besinnungslos zu betrinken, aber das lässt sich auch ganz Gentlemen-like in noblerem Gewand aufziehen. Dafür sollten qualitativ hochwertiger Alkohol, vorzugsweise Whiskey, original kubanische Zigarren und ein Pokertisch organisiert werden. Die ausschließlich männlichen Gäste erscheinen in bestem Zwirn und das idealerweise in elegantem 20er-Jahre-Outfit. Man benötigt dafür nicht zwingend einen professionellen Pokertisch. Man kann mithilfe einer speziellen Poker-Auflage den eigenen Esstisch in einen Casino-Tisch verwandeln oder man leiht sich eine komplette Poker-Ausstattung inklusive Chips und Spielkarten für einen Abend aus.

Das Pokerspiel als solches kann in vielen verschiedenen Spielarten ausgeführt werden. Die einfachste ursprüngliche Variante ist das aus Western-Filmen bekannte „Five Card Draw“, bei dem jeder Spieler fünf Karten erhält und diese beliebig tauschen kann, bis er glaubt das perfekte Blatt in der Hand zu halten. Allerdings wird sowohl in Casinos als auch bei privaten Spielabenden eher das „Texas Hold’em“ bevorzugt, welches auch in abgewandelter moderner Form, wie beim rasanteren Flopomania, bei dem die Einsatzrunde vor dem Flop übersprungen wird, gespielt werden kann.

Beim Texas Hold‘em erhalten alle Spieler zu Beginn zwei Karten, die nur von ihnen selbst eingesehen werden können. Der Kartengeber legt zusätzlich in die Mitte des Pokertisches fünf verdeckte Spielkarten. Daraufhin beginnt die erste Runde, in der jeder Teilnehmer seinen Einsatz macht oder auch direkt aussteigen kann, sofern die Karten in der Hand zu schlecht sind. Nachdem alle Mitspieler ihren Einsatz gemacht haben, werden drei der verdeckten Gemeinschaftskarten umgedreht und jeder Spieler kann sich anhand seiner eigenen Kombination mit den angezeigten Karten seine Chancen auf Sieg neu ausrechnen. Eine weitere Spielrunde wird eingeleitet und so lange Spieler mit einem vorgegebenen Einsatz mitziehen, können bis zu vier Setzrunden gespielt werden, bei denen nach und nach die zwei verbliebenen Kombinationskarten aufgedeckt werden. Somit bleibt bis zur letzten Runde alles offen und auch wer auf Taktik geht und schlechte Karten in der Hand hat, kann mit einem Bluff die ganzen Einsätze zu seinem Gewinn machen.

Spannend kann es auch mit den „Stud Poker“-Varianten zugehen. Das „Seven Card Stud“ war lange Zeit die einzige Version des Pokerspiels, die in Casinos angeboten wurde. Hierbei erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten und zusätzlich nach jeder Setzrunde bis zu fünf eigene offene Karten. Anhand der sichtbaren Karten der anderen Teilnehmer kann man seine eigenen Gewinnchancen besser einschätzen, jedoch weiß man natürlich nie welches Blatt sich durch die verdeckten Karten der Mitspieler noch ergeben kann.

Welche Pokerart bei einem Junggesellenabschied auch gespielt wird, es verspricht in jedem Fall eine hochgradig spannende und vor allem aber stilechte Männerrunde zu werden!

Quelle: pixabay | Flopomania

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...