Home » extremsport, Schwimmen, Sport, Swimrun, Vorschau, Wettkampf

Ötillö Swimrun 1000 Lakes

19 Oktober 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

117 Zweierteams gingen am 1. Oktober 2017 in Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern an den Start

Team-androgon war mit von der Partie

Nach zwei erfolglosen Versuchen im Engadin / Schweiz und auf Hvar / Kroatien, einen Ötillö Swimrun erfolgreich zu beenden, habe ich in Wesenberg am vergangenen Wochenende erfolgreich den ersten Swimrun beendet.

Die Strecke hatte einen Gesamtumfang von 41,3 km. 7,5 km verteilten sich über zehn Schwimmpassagen zwischen ca. 300 und 1300 m bei 14 Grad Wassertemperatur. Die Laufstrecke über 33,8 km verlief über zwölf Passagen bis zu 7,1 km verteilt größtenteils über Wiesen und durch Wälder. Nur wenige Abschnitte waren auf Asphalt zurückzulegen. Der Wettkampf wurde aus Sicherheitsgründen nur in Zweierteams gestartet.

117 Zweierteams aus 26 Nationen gingen an der Burg von Wesenberg an den Start und kämpften sich bis zu 8,5 Stunden über die Strecke. Nicht wenige brachen ab oder nahmen erst gar nicht an den Rennen teil. Auch für meinen Teamkollegen Joeri kam es fast so weit, nicht an dem Wettkampf teilzunehmen. Ich hatte eine Woche vor dem Start die Organisation kontaktiert und mich als Ersatz-Teampartner für das Rennen zur Verfügung gestellt, falls jemand aus einem anderen Team ausfallen sollte. Lollo Lundmark, verantwortlich für den Registrierungsprozess bei Ötillö, schrieb mich an, und gab mir den Kontakt zu Joeri. Kurzerhand haben Joeri und ich miteinander E-Mails ausgetauscht und miteinander telefoniert. Wir waren uns schnell einig, wie wir an den Start gehen wollten. Joeri konnte  wegen verletzungsbedingten Ausfalls seines Teampartners doch starten und ich hatte noch einen Teampartner für den Swimrun bekommen. Klasse. Eine Win-Win Situation.

Am Sonntag vor dem Wettkampf trafen wir uns dann um 6:00 Uhr am Parkplatz in der Schlossstraße 3 gegenüber der Adler – Apotheke direkt an der Ziellinie. Ich bin bereits in der Nacht nach Rheinsberg gefahren und habe noch ein paar Stunden im Auto geschlafen. Eigentlich ideal so nah an der Ziellinie zu parken, wie sich nach dem Wettkampf herausstellte. Wir haben uns dann auf den Wettkampf vorbereitet. Neoprenanzug angezogen, mit Melkfett eingerieben, Pflichtausrüstung zusammen- gepackt. Wie immer hatte ich meinen Rucksack dabei, in dem ich alles untergebracht habe.

Um 6:45 Uhr marschierten wir dann Richtung Bus-Abfahrt. Wie ich irritierterweise fest-stellen musste, fuhren die Busse nicht von der Ziellinie am Triangelplatz in Rheinsberg Richtung Start, sondern von einem ca. 10 minütigen Fußmarsch entfernten Parkplatz bei Norma in der Feldstraße 1 am Friedrichs-zentrum. Kurz nach 7:00 Uhr starteten die vier Busse. Nach einigen baustellenbedingten Umleitungen kamen wir nach 45 Minuten am Start in Wesenberg an. Die letzten Vor-bereitungen wurden getroffen. Einige Toiletten waren für die Teilnehmer aufgebaut. Die Schlange davor schien nicht kürzer zu werden und nach einem „geheimen“ Tipp, wie ein Mitarbeiter der Veranstaltung es selbst nannte, suchten wir die Toilette im Burginnenhof auf. Dort befand sich eine Toilette für die Besucher der Burg, die so gut wie gar nicht besucht wurde. Also ein echter Geheimtipp.

Pünktlich um 8:30 startete das Rennen. Joeri und ich waren hochmotiviert am Start und machten uns dann topfit als das „Dutch Dreamteam“ mit einem Schnitt von unter 5:45 min pro km auf den ersten Teil der Strecke. Nach knapp 4 km kam die erste Schwimmpassage. Die 14 Grad Wassertemperatur waren deutlich zu merken. Wir hatten einen Neoprenanzug mit kurzen Armen und Beinen. Dieser reichte noch knapp für die Temperaturen aus. Noch zwei bis drei Grad weniger sollte doch eher ein Neoprenanzug mit langen Armen und Beinen bevorzugt werden. Die 14 Grad Lufttemperatur halfen nicht wirklich, beim Ausstieg nach dem Schwimmen warm zu werden. Da half nur ein wenig schneller laufen, bis es das nächste Mal ins kühle Nass ging.

Nach 7:12 Stunden erreichten Joeri und ich glücklich aber erschöpft das Ziel. Wir hatten zwar noch einige Teams hinter uns gelassen, aber leider haben wir es nicht unter die ersten 100 Teams geschafft.

Wie schon erwähnt hatte das Parken in der Nähe der Ziellinie einen Vorteil. Wir konnten uns nach nur ein paar Metern direkt am Wagen umziehen und dann noch wenige Schritte Richtung Zelt gehen, in dem wir unser wohlverdientes Mittagessen zu uns genommen haben. Erbsen-suppe, Frikadellen, Gurkensalat, Nudelsalat, Tomaten, Käse usw. Sehr ansprechend und lecker zubereitet.

Insgesamt war der Wettkampf in der zweiten Auflage hervorragend organisiert. Der Streckenverlauf war sehr abwechslungsreich und die Verpflegung war auch sehr gut. Es gab Wasser, Tee, isotonische Getränke, Red Bull, Süßigkeiten, Brot.

Rheinsberg ist auf jeden Fall auch außerhalb des Wettkampfes ein Besuch wert. Das Schloss und der umliegende Ortskern laden auch für einen Wochenendbesuch ein.

Weitere Informationen unter: http://otilloswimrun.com/races/1000-lakes/

 

Der Zeitplan für das Rennen:

Samstag, September 30, 2017

09:00                     Race briefing and registration ÖTILLÖ Swimrun Sprint 1000 Lakes in Rheinsberg
11:15                     Start ÖTILLÖ Swimrun Sprint 1000 Lakes
14:00                    Prize giving ÖTILLÖ Swimrun Sprint 1000 Lakes
14:00-17:00        Race bib distribution in Rheinsberg
17:00                    MANDATORY Race briefing ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes for all racers in Rheinsberg

 

Sonntag, October 1st, 2017

07:00                     Buses leave for the start line. RACERS ONLY
08:30                     Start ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes
10:10                     Race cut-off at Time 3
13:15                     First team close to finish line
14:00                     Race cut-off at Time 7
16:00-20:00        Race banquet in Rheinsberg
16:30                     Last team across the finish line
19:00                     Prize giving in Rheinsberg
Resultate ÖTILLÖ Swimrun 1000 Lakes, 1. Oktober 2017:

Herren
1. Pontus Lindberg & George Bjälkemo (SWE), Team Garmin, 4.27.02 h
2. Nicolas Remires & Guillaume Heneman (FRA), Team Envol, 4.29.42 h
3. Sebastian Bleitgen & Frank Mertins, SwimrunART Odw, 4.33.59 h

Mixed
1. Marylise Pansart & Franck Martin (FRA), Team Smart Athlete – Zone 3, 4.53.20 h
2. Helen Maalinn (EST) & Pär Kristoffersson (SWE), Wolff Wear Swimrun, 4.53.52 h
3. Rhian Martin (GBR) & Ben Martin (GBR), Team Drummond Clinic, 4.56.31 h

Frauen
1. Ulrika Eriksson & Helena Sivertsson (SWE), Team Icebug, 4.56.19 h
2. Diane Sadik (SUI) & Annika Ericsson (SWE), Swimrunshop.com, 5.06.59 h
3. Marika Wagner & Maja Tesch (SWE), Team Vivobarefoot, 5.25.48 h

 

 

Bildquelle: Pierre Mangez, Jakob Edholm, Jörg Hafner, Google, Ötillö 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...