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DIE VIERHÄNDIGE | ab 30. November im Kino

24 November 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

DIE VIERHÄNDIGE | „elegant“, „fesselnd“, „atemberaubend“  (Variety)
Ab 30. November 2017 im Kino

 

androgon.com hat den Film bereits gesehen und ist begeistert!

 

DIE VIERHÄNDIGE war für den FÖRDERPREIS NEUES DEUTSCHES KINO – und damit für einen der höchstdotiertesten Nachwuchspreise in Deutschland – in folgenden Kategorien nominiert: „Regie“ und „Drehbuch“ (Oliver Kienle), „Produktion“ (Markus Reinecke) sowie „Schauspiel“ (Frida-Lovisa Hamann).

Filminhalt:
Die Schwestern Sophie und Jessica werden als Kinder Zeuge eines brutalen Verbrechens. Jessica verspricht daraufhin der jüngeren Sophie, immer auf sie aufzupassen. Doch 20 Jahre später ist aus dem Versprechen eine Besessenheit geworden. Während Sophie versucht, Pianistin zu werden und sich ein Leben frei von Ängsten aufzubauen, leidet Jessica unter Wahnvorstellungen, fürchtet überall eine Bedrohung. Als die Täter von damals auf freien Fuß kommen, ist Jessica entschlossen, sie zu finden. Ein Unfall aber verändert alles und verwandelt Jessicas Versprechen, immer auf ihre kleine Schwester aufzupassen, in einen existentiellen Alptraum.

 

androgon’s Rezension „Die Vierhändige“:
Sophie und Jessica wurden als Kinder Zeuge eines furchtbaren Verbrechens, bei dem ihre Eltern umkamen. Die ältere Jessica, hervorragend gespielt von Friederike Becht, gibt daraufhin der zwei Jahre jüngeren Sophie (Frida-Lovisa Hamann) das Versprechen, immer auf sie aufzupassen. Doch über die Jahre wird dieses Versprechen zu einer Besessenheit, Jessica sieht überall eine Bedrohung und engt Sophie stark ein. Diese versucht sich ein normales Leben aufzubauen. Als die Täter viele Jahre später aus der Haft entlassen werden, erreicht Jessicas Angst um Ihre kleine Schwester neue Ausmaße. Jedoch verändert ein tragischer Unfall alles, als Jessica von einem Auto erfasst wird und stirbt…

Der Film „Die Vierhändige“ platziert sich thematisch im Bereich Drama, hat jedoch viele Ansätze eines Thrillers. Fast schon in Richtung Horror geht es, als klar wird, dass Jessica nach Ihrem Tod nicht weg ist, sondern weiterhin präsent bleibt. Sophie entwickelt eine schizophrene Persönlichkeit, wobei der Regisseur Oliver Kienle dabei den Zuschauer bis an die äußersten Grenzen des Realen bringt. Vor allem Nachts übernimmt Jessica den Körper Sophies und verfolgt den perfiden Plan, die aus der Haft entlassenen Mörder ihrer Eltern zu töten. Sophie kämpft mit allen Mitteln dagegen an, kann aber die Persönlichkeit Ihrer Schwester kaum bändigen.

Oliver Kienle hat mit dem Film „Die Vierhändige“ eine sehr spannende Thematik aufgegriffen, die sicher nichts für schwache Nerven ist und zum Nachdenken anregt. Wie er selber sagt, wäre eine Komödie natürlich einfacher gewesen. Jedoch sollte die Balance zwischen Anspruch und Unterhaltung stimmen, so Kienle. Nach seinem Debütfilm „Bis aufs Blut“ beweist Oliver Kienle ein weiteres Mal sein Talent für abstrakte und schwierige  Thematiken und landet unser Meinung nach mit „Die Vierhändige“ einen Volltreffer.

 

Szenenbilder:


Trailer:

Quelle und Bildquelle: Entertainment Kombinat GmbH

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