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Operation schöner Mann

25 April 2011 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken
 
 

Venus und Adonis

Schönheitsoperationen bei Männern

Trotz zunehmender Fitnesswelle und entsprechendem Trend zur Körperkultur ist der heutige Mann immer weniger mit seinem Äußeren zufrieden. Während z.B. noch 1972 85% der Männer mit ihrer äußeren Erscheinung zufrieden waren, sind es knapp 30 Jahre später nur noch wenig über 50%. So liegt bei fast jedem fünften Mann auch in Deutschland ein zunehmendes Interesse vor, bei Mutter Natur etwas nachzuhelfen.

Denn der Mann von heute hat es nicht leicht; schließlich muss er jung, dynamisch und erfolgreich sein bzw. sich entsprechend präsentieren. Doch schon ab 30 machen sich auch beim starken Geschlecht erste Einschränkungen in seinem männlichen Habitus bemerkbar. Schuld ist oft ein Bier oder der Hamburger zuviel, die an seinem gestählten Körper Spuren hinterlassen. Zu allem Überfluss wird auch die einst so prächtige Haarpracht lichter. All das lässt dann das Selbstbewusstsein merklich geringer werden, sodass der Mann ab den 40er Jahren „ viel beunruhigter als jemals zuvor ist, was junge Typen angeht, mit denen er mithalten will“ so tönt es aus berufenem Munde von Seiten des Präsidenten der ASPS (American Society of Plastic Surgeons). Dies würde sich besonders bei der Konkurrenz um Jobs erweisen, wo Mann möglichst jünger und dynamischer aussehen möchte, als der Mitbewerber, um dadurch seine Chancen erhöhen zu können.

Was also gilt es zu tun, so fragt sich der Mann in unserer komplexen, schnelllebigen Zeit. Vorerst einmal die ersten größeren Defizite auszumerzen, gilt zunächst als beste Lösung: Sport zu treiben und bewusste Ernährung. Aber meist reicht dieses nicht mehr aus oder die Zeit für entsprechende Aktivitäten ist nicht ausreichend vorhanden. So wird mit kosmetischen Eingriffen die ausufernde Natur in ihre Schranken verwiesen und immer öfter das Messer angesetzt. So liegt der Anteil der Männer, die sich einer Schönheits-OP unterziehen, bereits bei 12,5-15% mit deutlich steigender Tendenz. Zunächst lagen vor allem Nasenkorrekturen an der Spitze der vorgenommen chirurgischen Eingriffe, Getreu dem Spruch „ an der Nase des Mannes…“. Doch in letzter Zeit wurden diese von einer Falten-Behandlung abgelöst. Hinzu kommen Schönheitskorrekturen an Kopf und Korpus in Form von Fettabsaugungen und Hauttransplantationen. Nach Schätzungen der Gesellschaft für ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) wurden allein 2003 bereits zwischen 8000 -12000 Männer unters Messer gelegt.

Insgesamt lässt sich hieraus erkennen, dass Schönheits-OPs in Deutschland auch bei Männern immer populärer werden; und wer das nötige Kleingeld besitzt, kann sich damit die allzeit begehrte Jugend zurück erkaufen, selbst durch günstige Finanzierungen von clever geführten Schönheits-Kliniken.

Was Generationen davor wegen der medizinisch fehlenden Voraussetzungen nicht vergönnt war, lässt sich damit heute relativ unkompliziert realisieren.

(wz)

Bildquelle: Venus und Adonis von Jacopo Palma il Giovane (1548 – 1628)

Venus und Adonis sind ein berühmtes antikes Liebespaar. Adonis war so schön, dass sich selbst Venus in ihn verliebte.Als er auf der Jagd von einem Eber getötet wurde, war Venus untröstlich und liess aus seinem Blut eine Blume sprießen, das Adonisröschen. Einen Teil des Jahres verbringt Adonis von nun an im Reich der Proserpina in der Unterwelt, den anderen Teil des Jahres als Blume im Reich der Lebenden.

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