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Beherrsche das Unbewusste

8 Januar 2014 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Beherrsche das UnbewussteBeherrsche das Unbewusste in Dir!

Es geht bergab – von ganz allein. Nichts zu tun reicht völlig aus, um viel zu bewirken. Aber positiv ist das nicht.

Alles hat Konsequenzen

Jeder einzelne Gedanke, jedes einzelne Wort und jede einzelne Handlung bewirkt etwas in uns und unserer Welt. Oftmals ist das nicht viel, aber gemeinsam ergeben sie die Summe unserer Entwicklung. Vor allem geht es hier um eines:

 

Entscheidungen

Falsche Entscheidungen werfen uns zurück und richtige bringen uns voran. Tag für Tag treffen wir Entscheidungen. Einige davon sind bewusst. Die meisten jedoch unbewusst. Um somit wirklich voran zu kommen, müssen wir auch den Keller unseres Geistes – das Unbewusste – im Griff haben; zumindest soweit uns das möglich ist.

Das Unbewusste

…ist der wahre Strippenzieher unserer Entwicklung. Ein paar bewusste Vorsätze können hier nicht viel ausrichten. Im Gegensatz zum Unbewussten hat unser Bewusstsein gerade mal die Aufmerksamkeitsspanne einer Fliege.

Da können Trainer, Bezugspersonen oder auch man selbst sich Vorhaltungen machen, bis in Timbuktu Muttertag gefeiert wird, aber solange das eigene Unbewusste durch und durch mit Trägheit infiziert ist wie die Gassenhure mit der Syphilis, solange gleicht das allenfalls der Bestrebung, einen Rasen mit der Nagelschere zu mähen.

Die Veranlagung

…ist hier völlig sekundär. Der Erfolg unserer Entwicklung hängt nicht davon ab, was uns das Wechselspiel von Mutation und Selektion aka Evolution in die Zellkerne geschrieben hat, sondern nur davon, was wir daraus machen.

Jeder kann mit seinem Unbewussten kommunizieren und es mit konstanter Arbeit auf die eigenen Ziele (des Bewusstseins) umprogrammieren. Zumindest jeder, dessen IQ höher ist als 6… bei 8 grunzt die Sau.

Nur ein paar Gedanken

…reichen hier bei weitem nicht aus. Aber mehr bringen die meisten Menschen halt nicht. Da wird gearbeitet, gefuttert, geschlafen, gevögelt, gefeiert, gechillt und gewasweißichnichtalles. Aber eine wirklich tief gehende und sich fest einprägende Gedankenstruktur wird dabei nicht konzipiert. Man lebt in zu vielen Parallelwelten und bekommt deswegen nirgends wirklich Fuß zu fassen.

Wenn man jedoch etwas wirklich gut machen möchte, dann muss man sich darauf konzentrieren und alles andere ausblenden, was einen hier nicht weiterbringt. Man muss den Geist befreien von all dem Gedankenmüll, den die Medien und die Betamännchen-Mentalität unserer Gesellschaft dort hinein pflanzen.

Bring den Müll raus

Unser Unbewusstes ist dermaßen überfrachtet mit allen möglichen unnützen, nebensächlichen und ablenkenden Vorstellungen und Absurditäten, dass es hier für unsere Entwicklung überhaupt nicht möglich ist, einer exakt bestimmten Richtung zu folgen. Dafür ist hier alles viel zu konfus.

Alle Einflüsse wirken auf uns, färben auf uns ab. Und das meiste davon ist unserer Entwicklung nicht förderlich. Wenn unser Ziel von der überdurchschnittlichen Entwicklung jedoch mehr Chancen haben soll als ein Schneeball in der Hölle, dann müssen wir hier erstmal aussortieren.

Die gute alte Metapher mit der Tasse

Eine wirklich klare und reine Flüssigkeit kann man nur dann in eine Tasse gießen und in dieser bewahren, wenn man diese vorher leert. Wenn man jene jedoch einfach nur hineingießt, wird sie vermischt mit dem, was vorher schon darin war. Dann wird die Tasse überlaufen und der Großteil der reinen und klaren Flüssigkeit wird verloren gehen und somit auch ihre Essenz.

Mit unserem Unbewussten ist es ähnlich.

Die Talfahrt

Wer es sich jahrelang bequem gemacht hat und keinem festen Ziel gefolgt ist, der ist sein Leben ganz gemütlich immer nur bergab gefahren. Hier jedoch den Schwung rauszunehmen, stehen zu bleiben und dann sogar auch noch umzudrehen und sich dann sogar auch noch wieder den Berg der Entwicklung hinaufzukämpfen, das ist alles andere als einfach.

Aber so ist es nun einmal: Je mehr wir uns gehen lassen, desto mehr geht es bergab. Rückschritte in der Entwicklung sind ganz einfach. Man muss nur stehen bleiben und schon bringt einen die Rolltreppe zur Schwäche nach unten. Denn Stillstand ist Rückschritt, weil alles rostet, was rastet.

Also

…dann wollen wir mal versuchen, stehen zu bleiben, die Tasse auszuleeren. Wenn Du – verehrter Leser – heute Abend im Bette liegst oder sonstwann im Laufe des Tages ein paar ruhige Minuten findest, dann gehe doch bitte einmal selbst mit Dir ins Gericht und frage Dich:

Was in meinem Leben hat wirklich Bedeutung? Wer bin ich und wer will ich sein? Welche meiner Ziele, Prinzipien, Worte und Handlungen sind wirklich würde- und sinnvoll? Was in meinem Leben bringt mich wirklich voran? Was wirft mich zurück? Was muss ich verändern? Welche meiner Gewohnheiten sowie Denk- und Verhaltensweisen sind kindisch, unreif sowie komplexbehaftet und sollten längst Vergangenheit sein? Welche Entwicklung soll mein Leben wirklich nehmen und welchen Weg muss ich dafür einschlagen?

Alles muss raus

…was nicht mit unseren Zielen in Übereinstimmung steht und das ist wirklich eine Menge. Die Welt ist uns kein gutes Beispiel. Ich merke es immer wieder an mir selbst, wie ich Tag für Tag mit jedem Kontakt zu den Medien und anderen Menschen immer wieder Rückschritte in der Reinheit meiner Vorstellungen und Gedanken mache. Ruck Zuck hat sich hier erneut eine Menge Dreck angesammelt und meine Gedanken, Aussagen und Handlungen spiegeln das dann auch sehr schnell wieder – womit ich wiederum selbst zu einem schlechten Beispiel für andere Menschen werde. Mea culpa.

Erst, wenn ich mir wieder Gedanken über mich sowie meine Prinzipien und Ziele mache, wird mir auch wieder klar, wie vielen unnötigen und verachtenswerten Verhaltensweisen und Wegen ich ganz automatisch folge, wenn ich mich von meiner Umwelt leiten und beeinflussen lasse. Das streiche ich dann zwar auch kompromisslos aus meinem Geist, aber es kommt schnell wieder – ganz schnell.

Das ist der Memory-Effekt des Unbewussten

Es erinnert sich an seinen Inhalt. Je öfter und intensiver wir mit etwas konfrontiert werden, desto mehr brennt es sich in unserem Unbewussten ein und desto mehr werden wir auch ein Spiegel dessen, was sich hier im Dunkel unseres Geistes verbirgt.

Es liegt somit eine Menge Arbeit vor uns und mit einmaliger Selbstreflektion ist hier nichts getan und genau das ist auch das Problem derjenigen, die sich über mangelhafte Entwicklung beklagen. Wir müssen uns diese Fragen immer und immer wieder stellen. Jedes Mal aufs Neue den Müll rausbringen. Anders läuft es nicht. Die Tasse läuft ansonsten immer wieder voll und ihr Inhalt wird dabei zusehends ungenießbarer.

Der Nutzen einer Tasse liegt in ihrer Leere

Wenn wir diese Leere nun mit einer konsequenten, würdevollen und zielgerichteten Lehre zu füllen vermögen, dann ist der erste Schritt bereits getan. Sobald wir dies jedoch einmal zum Laufen gebracht haben, müssen wir diesen Schritt so oft wie möglich wiederholen.

Das ist die Grundlage der Programmierung unseres Unbewussten, unserer Selbsthypnose, unserer Autosuggestion oder wie man es sonst noch bezeichnen möchte. Das ist völlig wurscht – Hauptsache, es funktioniert und ja: es funktioniert.

Der Gedanke ist der Anfang aller Dinge

Und je öfter wir diesen Gedanken wiederholen, umso stärker wird er, umso mehr wird er unser Leben prägen. Dabei sollte dieser Gedanke so intensiv, emotional und real sein, wie nur irgend möglich. Wem das Fernsehen noch ein wenig Phantasie gelassen hat, der sollte sie genau hier nutzen und sich ein klares und festes Ziel setzen und dauerhaft geistig vor Augen führen.

Das Siegerfoto

…der perfekte Körper, die Botschaft, das Prinzip oder was auch immer Du Dir für Dich erträumst – das sollte in Deinem Kopf sein und beständig immer und immer wieder wie ein Mantra vor Dich hergebetet werden, immer wieder ins Bewusstsein vorstoßen, immer wieder erscheinen, auftauchen und auf sich aufmerksam machen. Es sollte der erste Gedanke, das erste Bild in Deinem Geist sein, wenn Du aufwachst und der/das letzte, wenn Du einschläfst.

Gerade an diesen Schnittstellen, wo die Brücke des Bewusstseins mitten im Nichts endet oder beginnt, ist es besonders wichtig, dass Du Deine Ziele in das Reich des Unbewussten mithineinziehst, damit sie hier im Stillen ihre Arbeit verrichten können. Denn all diese Vorstellungen, von denen Du es wirklich geschafft hast, dass sie sich in Deinem Unbewussten eingebrannt haben, die haben auch die starke Tendenz dazu, sich zu verwirklichen oder zumindest wird Dein Körper und Dein Unbewusstes alles nur Mögliche daran setzen, dass sich Dein Leben in diese Richtung entwickelt.

Der erste Gedanke am Morgen

…wenn die ersten Sonnenstrahlen, Stoffwechselfunktionen oder auch der Wecker uns aus Hypnos Reich entreißen, ist ein sehr guter Maßstab dafür, wie weit wir bei der Programmierung unseres Unbewussten bereits gekommen sind. Wenn der erste Gedanke des Tages nicht unseren Zielen gewidmet ist, dann haben wir hier noch kein festes Statement installiert, keine feste Richtung vorgegeben.

Wir müssen uns somit noch mehr auf unser Ziel konzentrieren.

Hypnos

…ist im Übrigen der Gott des Schlafes in der griechischen Mythologie (in der römischen: Somnus). Und Hypnose ist dem Schlaf sehr ähnlich. Hier – wenn das Bewusstsein geknebelt im Schrank liegt – und das Unbewusste Party feiert, ist der Mensch sehr suggestibel. Ein Hypnotiseur kann uns stark beeinflussen, hat er uns erstmal in Trance versetzt. Er kann uns das Rauchen austreiben, uns Kampfeswillen einflößen, uns schmerzfrei machen und uns zu schier undenkbaren Fähigkeiten und Kräften verhelfen.

Oftmals sind es überhaupt nicht unsere Veranlagung oder unsere Unfähigkeit, die unsere Entwicklung binden und unser Entfaltung unterdrücken, sondern „nur“ unsere Ängste. So kann der schüchternste und verklemmteste Mensch unter dem Einfluss von Hypnose zum größten Redner und schlagfertigen Rhetoriker werden. Wir haben allesamt viel mehr Fähigkeiten und Potenzial, als wir denken, aber der Gedankenmüll in unserem Unbewussten hindert uns daran dies Macht zu nutzen.

Damit muss Schluss sein.

Hypnotisiere Dich selbst

So oft wie möglich solltest Du an Deine Ziele, Fähigkeiten und Stärken denken und glauben. Nur so wirst Du den Weg pflastern, auf dem sie sich verwirklichen werden. Nimm Deine Visionen mit in den Schlaf. Klammere Dich so stark an sie, dass sie selbst noch dann da sind, wenn Dein Bewusstsein weicht. Träume davon. Lebe sie, verkörpere sie und verwirkliche sie.

Der Anfang davon liegt in Deinen bewussten Gedanken. Du musst lernen sie klar und rein zu halten. Du musst sie steuern, wiederholen und verankern. Fang direkt heute damit an: Leere die Tasse…

…und dann lasse sie nicht einfach wieder so volllaufen. Fülle sie mit dem, was wirklich wichtig und wertvoll ist und dann sorge dafür, dass das auch so bleibt. Besinne Dich auf die Quintessenz Deiner Existenz.

„Empty your mind.“ Bruce Lee

(cz)

Quelle: http://www.derwillezurkraft.de/; http://www.flickr.com/photos/mkuram/3376602628/sizes/z/in/photostream// Bindaas Madhavi

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