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Winterschwimmen Weltmeisterschaften in Tallinn (Estland)

19 März 2018 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Winterschwimmen Weltmeisterschaften 2018 in Tallinn (Estland)

Jörg Hafner vom Team androgon war dabei!
2mal 3. Platz bei den Winterschwimmen Weltmeisterschaften in Tallinn

Bei 0° Celsius Wassertemperatur und -8° Celsius Außentemperatur ins kühle Nass des Hafenbeckens in Tallinn. Jörg Hafner aus dem Team androgon war bei den Weltmeisterschaften im Winter-schwimmen in Tallinn dabei.

1.300 Teilnehmer aus 35 Nationen hatten sich für den sportlichen Wettkampf angemeldet. Bereits im Juli 2017 konnten sich die Teilnehmer registrieren und für die 13 unterschiedlichen Disziplinen anmelden. Die kürzeste Distanz betrug 25m. Die längste 450m. Jörg Hafner vom Team androgon war dabei und berichtet von seinen Erfahrungen.

„Ich hätte niemals gedacht, dass ich irgendwann in der Lage bin, bei 0° Celsius Wassertemperatur dreieinhalb Minuten im Wasser zu bleiben. Zumal ich das letzte Mal vor über drei Monaten bei
5° Celsius gerade mal 30 Sekunden in der Elbe ausgehalten habe. Wozu der menschliche Körper im Stande ist, ist manchmal kaum zu glauben.

Am 5. März ging es mit der AirBaltic von Hamburg mit einem Zwischenstopp in Riga nach Tallinn. Mit der Tram mit der Nummer 4 ging es dann in Richtung Innenstadt. Das letzte Mal war ich vor sechs Jahren in Tallinn und bin sehr überrascht, wie sich die Stadt weiterentwickelt hat. Und das nur in den paar Jahren.

Nachdem ich in meinem Hotel angekommen war, machte ich mich anschließend auf den Weg zum Hotel Europa, um mich im Wettkampfbüro anzumelden. Wie bin ich nur auf die irre Idee gekommen, mich für neun Disziplinen anzumelden: 25m Schmetterling, 25m Brust, 25 Freistil, 50m Brust, 50m Freistil, 100m Brust, 100m Freistil, 200m Brust und 200m Freistil. Vor den 25m Strecken hatte ich weniger Angst. Die 50m werde ich auch noch irgendwie schaffen. Aber vor den 100m und 200m Strecken hatte ich höchsten Respekt. Dabei war weniger die Streckenlänge ausschlaggebend, sondern vielmehr die lange Zeit, die ich im kalten Wasser verbringen muss. Am Samstag vorher bin ich noch in der Alsterschwimmhalle in Hamburg 100x100m geschwommen. Da sollten doch die 200m ein Klacks sein. Am Abend ging es dann nur noch ins Hotel zum Arbeiten. Zum Stadtanschauen bliebt keine Zeit, da ich weniger zum Vergnügen hier war sondern vielmehr zum Arbeiten.

Am Dienstag, den 6. März ging es dann das erste Mal ins Wasser auf die 25m Distanz im Schmetterling. Seit 25 Jahren bin ich nicht mehr Schmetterling geschwommen. Die 25m konnte ich doch ganz gut absolvieren. Am selben Tag standen dann noch die beiden 100m Strecken auf dem Programm.

Der Mittwoch, 7. März, sollte die größte Herausforderung bringen. Wenn ich diesen Tag überstanden habe, sollte eigentlich nichts mehr passieren: 50m Freistil, 200m Freistil und 200m Brust. Neben der großen Herausforderung sollte es doch auch gleichzeitig einer meiner größten Erfolge werden. Erst nach langem Zögern entschied ich mich an den Start über die 200m Freistil zu gehen. Eher gesagt zu sprinten. Ich war schon verdammt knapp dran. Die 200m waren schon recht frisch. Aber geschafft. Nach langem Aufwärmen in den bereitgestellten Hotspots und in den Saunen wagte ich mich auch an die 200m Brust: 3. Platz in meiner Altersklasse. Ich konnte es kaum glauben. Aber geschafft.

Der Donnerstag, Freitag und Samstag waren dann bei weitem nicht mehr so schlimm. Am Samstag konnte ich dann noch über die 50m Brust einen weiteren 3. Platz in meiner Altersklasse erstreiten.

Danach war dann Entspannung und Sightseeing angesagt. Tallinn lohnt sich definitiv anzuschauen und ist eine Reise wert. Über einen kurzen Zwischenstopp ist es auch sehr gut von Hamburg zu erreichen. Aus einigen Städten in Deutschland gibt es auch eine Direktverbindung nach Tallinn. Zu einigermaßen günstigen Preisen kann auch in Tallinn übernachtet werden. Von Jugendherbergen direkt in der Innenstadt oder Luxushotels hat auch Tallinn die volle Bandbreite zu bieten.

Am Sonntag ging es dann auch wieder über Riga nach Hamburg zurück.

Die Organisation des Winterschwimmens war sehr gut. Der Unterschied zwischen Winterschwimmen und Eisschwimmen sind die beiden unterschiedlichen Verbände, die die Wettkämpfe veranstalten. Ähnlich wie beim Boxen. Die Regeln sind nahezu gleich. Es wurden Hotspots und Saunen zum Aufwärmen angeboten. Anfangs war das Umkleidezelt nicht aufgewärmt. Aber das hatten die Organisatoren doch recht schnell im Griff.

Eine gelungene und sehr persönliche Veranstaltung.
Freundliche Menschen. Tolles Erlebnis.
Das nächste Mal gern wieder.“

 

Impressionen:

 

Bei Interesse wendet Euch gern an Jörg Hafner:
Jörg Hafner
http://sports.ibcaps.com

Weitere Informationen zum Winterschwimmen in Tallinn:
http://winterswimming.world

 

Quelle und Bildquelle:
Jon Cardwell | Jörg Hafner

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