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Mud Masters Weeze 2018

13 Mai 2018 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Mud Masters Weeze

androgon.com war mit von Partie…

Weeze, 5. Mai nahe der holländischen Grenze, 09:00 Uhr.
Die erste Startwelle begab sich an den Start des Mud Masters Obstaclerace. Vor den Athleten lagen 18 Kilometer mit diversen Hindernissen, langen Laufpassagen und anspruchsvollem Untergrund. Ich stand mitten drin. Ich bin Sebastian Menck vom Team androgon.com.

 

„Alpha“
Ich startete in der Startgruppe „Alpha“, die ersten, die auf die Strecke rund um den Airport Weeze durften. Neben mir standen auch noch einige der „24h Läufer“, welche sich der ultimativen Ausdauerbelastung stellten. Morgens 18 Kilometer, abends noch ein Sprintrennen und dann noch der 9 Stunden Nightshift, in dem es darum ging, in 9 Stunden so viele Kilometer wie möglich zu sammeln. Auf einmal wirkte die Challenge der 18 Kilometer, die vor mir lag, nicht mehr so groß.

 

Um punkt 9 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt. Das Anfangstempo war eher ruhig und so ging es noch locker über die ersten Hindernisse, bestehend aus aufgetürmten Strohballen und kurzen Kriechpassagen. Doch das änderte sich zügig. Der Untergrund wurde weicher als wir hinab in die umliegenden Kiesgruben abbogen. Sand ist wohl einer der am schwersten zu laufenden Untergründe, der einem schnell Laktat in die Beine schießen lässt. Doch zum Glück war die erste Sandpassage nicht allzu lang. In der ersten „Mud Zone“ wurde es dann, wie der Name schon sagt, matschig. Es ging durch den Schlamm unter einem Netz hindurch. Im weiteren Verlauf führte die Strecke kreuz und quer durch die Kiesgrube. Bergauf, bergab, über Bodenwellen und immer wieder eingestreute Hindernisse. Die laufstarken Athleten konnten sich bereits langsam absetzen und ich betete, dass uns bald ein anspruchsvolleres Hindernis in den Weg gestellt wurde, um wieder etwas Zeit gutmachen zu können. Kurz darauf sah ich ein größeres Kombinationshindernis vor mir auftauchen. Wer es nicht auf die andere Seite schaffte, musste in eine saftige Penalty Runde. Hier schloss sich das Feld wieder und nicht wenige der führenden Läufer bogen in die Panelty Runde ab. Für uns andere, die das Hindernis schafften, ging es weiter. Wieder jede Menge Sand, dann führte die Strecke hinaus aus der Kiesgrube in Richtung Flughafen. Direkt am Zaun zum Flugplatz entlang verlief die Strecke nun auf Rasen und das Tempo erhöhte sich. Der „Ropeclimb“ war nicht ganz so hoch und so wurde die Glocke am Ende des Seils schnell erreicht.

 

Monkeybars
Weiter ging es durch ein Waldstück und kriechend durch einige Rohre direkt gefolgt von „Monkeybars“. Ich hatte mittlerweile jegliche Orientierung verloren und folgte nur noch blind den Flatterbändchen, welche die Strecke markierten. Immer wieder um mich herum bekannte Gesichter der OCR Community, doch dank des weiterhin soliden Tempos war jeder mit sich selber beschäftigt. Wirklich beeindruckend waren viele der 24h Läufer, die nicht einmal daran dachten, sich für die folgenden Rennen am Abend und in der Nacht zu schonen und das Tempo vorne voll mitgingen. Als nächstes führte die Strecke zurück in die Kiesgruben und damit auch wieder in den Sand. Es folgte ein Hindernis, das es so nur bei Mud Masters zu finden gibt und definitiv nicht zu meinen Lieblingshindernissen gehört! Bei der „Execution“ stehen die Läufer auf einem etwa 4 Meter hohen Gerüst auf einer Klappe. Diese öffnet sich schlagartig und lässt die Läufer in die Tiefe fallen. Unten wartet dann kaltes Wasser. Für mich ist es nicht möglich, dieses Hindernis ohne einen rapiden Pulsanstieg zu überleben, was dazu führt, das der folgende Kilometer meist einer der anstrengendsten im ganzen Rennen ist, bis sich der Puls wieder etwas beruhigt. Es ging weiter rund herum um den Airport, über Wände, durch den Matsch und über Netze. Im letzten Viertel des Rennens versteckte sich noch ein langes „Carry Hindernis“, bei dem ein Reifen getragen werden musste. Die Runde, natürlich durch den Sand, war in etwa 1500 Meter lang und war immer wieder von kurzen Kriechhindernissen unterbrochen. Der Reifen auf der Schulter drückte sich in den Nacken und das Laufen wurde immer unrunder und verkrampfter. Was für eine Erlösung als ich den Reifen endlich wieder ablegen konnte!

 

Richtung Ziel
Über mehrere Strohwände ging es nun in Richtung Ziel. Kurz vorher bogen die Läufer noch einmal in eine Kiesgrube ab. Hier mussten einige Hindernisse vom Anfang des Rennens erneut bezwungen werden. Dann, endlich, ging es auf die Zielgrade. Noch einmal kriechen, die „Halfpipe“ hinaufrennen und durch den obligatorischen „Sizzler“, ein Kriechhindernis bei dem einem leichte Stromschläge verpasst werden. Bis zum Ziel musste noch ein Plateau erklommen werden. Oben beglückwünschte uns ein Moderator. Das folgende hopfenbasierte isotonische Sportgetränk war die wohl beste Belohnung für einen soliden 4. Platz in meiner Startgruppe. Nach kurzem Auslaufen wurden die Arme noch bei einer kleinen „Ninja – Challenge“ beansprucht. Ein Hindernishersteller hatte auf dem Eventgelände einen Stand aufgebaut.

Unter der Dusche konnte ich den Lauf Revue passieren lassen… androgon’s Fazit:
Mud Masters hat in Weeze wieder einmal ein riesiges Event aufgebaut. An gleich zwei Wochenenden in Folge können hier Läufer an ihre Grenzen gehen oder einfach nur ihren Spaß auf der Strecke haben. Die Location am Airport Weeze ist optimal gewählt. Zwischen extrem sandigem Untergrund und Asphalt war alles auf der Strecke vertreten, wobei Sand und Wiese überwogen. Bei den Hindernissen hat Mud Masters im Vergleich zum letzten Jahr nochmal ordentlich einen drauf gelegt und folgt so dem Trend in der Szene zu immer anspruchsvolleren und aufwendigeren Hindernissen. Zusätzlich bleibt dieses Event in der Vielseitigkeit der Angebote unübertroffen. Neben der 18 Kilometer Strecke und der 24h Challange können auch ein Marathon sowie 6 und 12 Kilometer bezwungen werden. Außerdem gibt es noch einen Family – Run über 3 oder 5 Kilometer.

Das Wochenende in Weeze war, wie schon im vergangenen Jahr, ein riesen Spaß! Team-androgon sagt Danke für diesen tollen Lauf und bedankt sich nochmals beim gesamten Mud Masters-Team für die unkomplizierte und nette Kooperation! Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr!

(sm)

Schon jetzt für das kommende Jahr anmelden!
Gute Nachrichten für besonders eifrige Schlammläufer: Das Veranstalterteam der Mud Masters hat bereits das Datum im Mai 2019 für den kommenden Hindernislauf am Airport Weeze bekannt gegeben! Vorverkauf mit vielen Early-Bird-Angeboten. Die Anmeldung ist ausschließlich online über www.mudmasters.de möglich.

 


Weitere Informationen unter: www.mudmasters.de.

 

Mud Masters Airport Weeze 2017

Weitere Mud Master Berichte:
androgon Erfahrungsbericht 2016

 

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Über Mud Masters
Seit über fünf Jahren finden die Mud Masters-Hindernisläufe in Deutschland und den Niederlanden statt. Bei der Organisation lassen sich die Veranstalter, allesamt ausgebildet beim Königlichen Marine-Korps der Niederlande, von echten militärischen Trainings-Parcours inspirieren. Nach einem ersten Rennen in Haarlemmermeer kamen Biddinghuizen, der Airport Weeze und Scheveningen als weitere Austragungsorte hinzu. Im vergangenen Jahr waren die Mud Masters erstmals auch vor den Toren Hamburgs zu Gast – und präsentierten sich dort als größter Obstacle Run der Welt. Insgesamt nehmen jährlich rund 50.000 Läufer an den verschiedenen Mud Masters-Hindernisläufen teil. Weitere Infos und Anmeldung unter www.mudmasters.de.

 

Quelle/Bildquelle: androgon.com

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