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Wie wichtig ist guter Schlaf für Profi-Fußballer?

25 Oktober 2018 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Schlaf – EinThema, das jeden betrifft

Für viele Fans und Amateurspieler ist der Beruf des Profifußballers der Traumjob schlechthin. Dies mag auch mehr oder weniger stimmen. Häufig hört man Spieler sagen, sie könnten sich nicht besseres vorstellen, als ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Doch Fußball ist auch ein Hochleistungssport. Eine gute Regeneration ist da genauso wichtig wie das Training mit Ball. Dazu gehört auch das Schlafen.

Guter Schlaf wird häufig unterbewertet
Gerne werden beim Thema Profifußball nur die Vorzüge beleuchtet: Man spielt vor großen Kulissen im Stadion, Millionen schauen zudem aus der Ferne zu. Der Ruhm, der mit guten Leistungen und gewonnenen Titeln kommt, und nicht zu vergessen, die hohen Gehälter und der draus resultierende Luxus-Lifestyle. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass Fußball auf höchstem Niveau ein Leistungssport ist. Teilweise werden alle drei bis vier Tage Höchstleistungen erwartet – und das unter der ständigen Beobachtung der Medien sowie der Öffentlichkeit. Dadurch entsteht selbstverständlich ein hoher Leistungsdruck, der eine stets optimale Vorbereitung verlangt. Eine gute und schnelle Regeneration ist dabei unabdingbar. Laut Werder Bremens Athletik-Leiter Axel Dörrfuß sind Schlaf und Ernährung entscheidende Kriterien, die unmittelbar beeinflusst werden können. Bei Werder werden beispielsweise die Schlafstunden und Schlafqualität der Profis abgefragt. Generell gibt es beim Regenerationsmonitoring und -management Screeningmaßnahmen und Fragebögen, die zur Unterstützung der Spieler dienen. Außerdem hat man im Stadion einen schalldichten Raum eingerichtet, in dem die Spieler zur Ruhe kommen können. Insgesamt versucht man, die Profis bestmöglich zu informieren und aufzuklären. Allerdings berücksichtigt man auch die individuellen Präferenzen und Umstände in einer häufig heterogenen Gruppe.

Hohe Belastung durch „englische Wochen“ und Länderspiele


Besonders in den sogenannten „englischen Wochen“, in denen Teams auch unter der Woche in nationalen oder internationalen Pokalwettbewerben antreten, ist eine schnelle und effektive Regeneration entscheidend. Für Champions League Teilnehmer sind sieben Spiele binnen drei Wochen da keine Seltenheit. Dazu kommen die Länderspielpausen, die für Nationalspieler alles andere als Pausen sind. Dortmunds Trainer Lucien Favre ließ kürzlich anmerken, dass die Belastung zu hoch sei. Die Borussia ist noch in allen Wettbewerben vertreten. Nach gutem Start in der Champions League ist der Einzug in die K.o.-Phase laut dem Anbieter von Sportwetten Betfair fast schon sicher (Stand: 19. Oktober). Zusammen mit Atletico Madrid ist der BvB in Gruppe A klarer Favorit auf das Weiterkommen. Doch auch gute Ergebnisse schützen vor einer möglichen Überbelastung nicht. Besonders für Spieler, die im Verein fast bei allen Spielen auf dem Platz stehen und dann noch für ihre Nationalmannschaft ran müssen, sei die Verletzungsgefahr laut Favre sehr groß. Für die Borussia steht ein hektischer Herbst an: Bis zur Winterpause sind noch viele Spiele zu absolvieren. Gerade in der Champions League stehen trotz guter Ausgangsposition im November richtungsweisende Gruppenspiele an.

Was ist guter Schlaf?
Die Dauer und der Rhythmus sind lauf Axel Dörrfuß beim Schlaf entscheidend. Mehrere kurze Schlafzyklen von jeweils 90 Minuten sind das Ziel, wie hier bei der Welt nachzulesen ist. Diese anderthalb Stunden langen Zyklen sollen für Erholung und Regeneration ideal sein. Möglichst viele davon, sodass am Ende sechs, siebeneinhalb oder sogar neun Stunden Schlaf stehen, sind die Empfehlung. Auch beim Mittagsschlaf gilt es zu berücksichtigen, nicht zu lange zu schlafen und damit eine starke Ermüdung zu verhindern.

 

Quelle und Bildquelle: Björn Dittrich | Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de | Pixelio.de

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