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OCR Series Race 3 – Fürstenau

13 März 2019 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Strong Viking – OCR Series Race 3 Fürstenau 

Der Winter war lang, das Training war hart. Doch endlich beginnt die Hindernislauf Saison mit den ersten größeren Rennen im Jahr 2019. Fast schon traditionell läutet Strong Viking das neue Laufjahr mit dem OCR Series Rennen in Fürstenau, Osnabrück ein.

Die OCR Series ist eine Serie aus 8 verschiedenen Rennen. In allen Rennen können die Läufer Punkte sammeln, sodass am Ende die Gesamtsieger ermittelt werden können. Das erste Rennen war bereits im September des letzten Jahres. Fürstenau ist Rennen Nummer 3 und gilt mit seinem flachen Kurs als eines der schnellsten Rennen der Serie.

Nach der sehr erfolgreichen Prämiere des neuen Wettkampfformates der „Indoor Championships“ im „Viking Lab“, einer Mischung aus Crossfit-Competition und OCR, einige Wochen zuvor, waren die Erwartungen an den Veranstalter hoch! Nicht umsonst zieht es die gesamte Hindernislauf-Szene Deutschlands Anfang des Jahres in den kleinen Ort Fürstenau. Denn die OCR Series ist bekannt für anspruchsvolle Laufstrecken und sehr spannende Hindernisse. Viele Klassiker, wie das sogenannte „Low Rig“ sind allseits bekannt, doch Strong Viking startet in das neue Jahr mit diversen Neuerungen im Bereich der Hindernisse. Dies lockte nicht nur deutsches Publikum. Auch bekannte Topläufer aus Dänemark, Holland, der Ukraine und Russland waren im Startblock vertreten.

100 Läufer

Wie immer starteten die ersten 100 Läufer des Gesamtrankings direkt an der Startlinie, während alle anderen Athleten zuerst eine Mauer zu überwinden hatten, um die Startlinie zu erreichen. Anschließend ging es mit Vollgas auf die Strecke. Wenige hundert Meter nach dem Start folgten bereits die ersten Hindernisse. Quasi zum warm werden musste ein Seil bis zu einer Glocke erklommen werden. Die sogenannten „Dragon Ropes“ bilden in den meisten Rennen den Einstig in den Kurs. Im Anschluss ging es weiter auf das ehemalige Militärgelände im Fürsten Forst. Auf den Offroad-Wegen sind sonst Panzer unterwegs, dem entsprechend schwierig sind die Laufverhältnisse. Weitere Hindernisse folgten, alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die „Balance Bars“ fordern den Gleichgewichtssinn des Läufers heraus, indem diese über einen schmalen Balken mit kleinen Hindernissen balancieren müssen. Beim „Carry the Shield“ kommt es wiederum auf Kraft und Technik an.

Vikingerschild

Ein Vikingerschild und ein Holzhammer müssen über einen Streckenabschnitt getragen werden. Der Veranstalter nutzte an dieser Stelle die sehr matschige Umgebung aus und platzierte tiefe Wasserlöcher auf dem Rundkurs des „Carries.“ Immer weiter ging es anschließend durch den Wald. Der Untergrund wechselte ständig – Sand, Matsch, Beton, Gras. Dazu kamen regelmäßige kleinere und größere Hügel, die ein regelmäßiges Laufen wie auf der Straße unmöglich machten. Kurz darauf folgte eines der neuen Hindernisse. Das Hindernis „Iron Tails“ ist dem Low Rig ähnlich. Es muss sich an Stangen kurz über dem Boden entlang gehangelt werden, wobei die Füße eingesetzt werden dürfen. Das Hindernis „Throw the Hammer“, welches sich nach kurzer Laufstrecke anschloss, richtete sich wieder einmal an die Geschicklichkeit des Läufers. Ein Holzhammer muss aus einigen Metern Entfernung auf ein kleines Schild geworfen werden. Nicht so einfach, besonders wenn der Puls noch durch das Laufen erhöht ist. Geschafft und weiter wurde sich durch den Sand gewühlt.

Durch den Wald

Die Strecke führte nun das erste male wieder zurück in Richtung des Eventgeländes. Die Strecke durch den Wald war, dank des Regens der letzten Tage, übersät von riesigen Pfützen. Am Rand vorbei quetschen oder einfach mitten durch – die Tiefe der Pfützen einzuschätzen, erwies sich als eine weitere Herausforderung des Laufes. Nach einem klassischem Hindernis, dem „Tyre Flip“, wo ein großer Reifen über eine definierte Strecke immer wieder umgekippt werden muss, folgte eine weitere Neuerung. Das Hindernis „Sprint of Faith“ bestand aus einem Ring, welcher an einer Schiene befestigt war. Die Läufer mussten mit Anlauf an den Ring springen und an das andere Ende rutschen. Eine nicht unwichtige Kleinigkeit war jedoch, dass die besagte Schiene zu der zu schlagenden Glocke, aufwärts verlief. So waren hier viele Athleten zu sehen, die zappelnd langsam zurück rutschten und die Glocke nicht erreichten.

Nach den „Mud Trenches“ und „Storm the Castle“ führte die Strecke wieder aus dem Eventgelände heraus in den zweiten Abschnitt. Erneut ging es durch den Wald und über Sandwege. Relativ am Anfang der Runde galt es das „Wheel of Steel“ zu bezwingen. Ebenfalls ein Hindernis, dass vielen bereits bekannt ist, jedoch dadurch keineswegs leichter wird! Ein auf zwei Rohren gelegter zylinderförmiger „Käfig“ muss durch regelmäßiges vorwärts hangeln nach vorne bis zu einer Glocke gerollt werden.

Sled Pull

Weiter ging es vorbei am „Sled Pull“, dem Schlittenziehen, zu einem weiteren neuen Hindernis. Das „Dragons Peg“ ist eine Weiterentwicklung des bekannten Hindernisses „Dragons Back“. Bei letzterem muss von einer Schrägwand zur nächsten gesprungen werden. Die neue Version von Strong Viking beinhaltet jedoch ein Pegboard, an dem die erste Wand erklommen werden muss. Anschließend zwei weitere Sprünge von Schrägwand zu Schrägwand. Ein kleiner, aber sehr spaßiger Twist! Einige Kilometer weiter erreichten die Läufer zum zweiten Mal das Eventgelände. Hier warteten die „Viking Rings“, ebenfalls ein neues Hindernis bei Strong Viking. An Seilen hängende Ringe müssen genutzt werden um das Ende des Hindernisses zu erreichen. Mit der richtigen Technik kann der Athlet hier den Tarzan aus sich herausholen und diverse Ringe auslassen, um schneller ans Ziel zu kommen. Wohl eines der spaßigsten Hindernisse überhaupt! Alle, die an diesem Hindernis Kräfte gespart hatten, konnten sich im Anschluss freuen.

Berserker Crawl

Es folgte direkt das letzte neue Hindernis auf der Strecke. Bereits vor dem Rennen wurde sich in den sozialen Medien der Kopf zerbrochen, wie dieses Hindernis wohl am besten zu bezwingen sei! Wieder hingen Ringe an Seilen herab. Diesmal allerdings nur wenige Zentimeter über dem Boden. Der „Berserker Crawl“ hatte es so richtig in sich. In einer Liegestützposition, Hände und Füße auf den Ringen, muss sich voran gearbeitet werden. Durch die extrem instabile Position, müssen alle Muskeln im Körper maximal arbeiten um den Körper grade zu halten. Ein mangelhaftes Bauchtraining wurde an dieser Stelle zum Verhängnis. Bei der sich anschließenden dritten Runde waren die Spätfolgen des Hindernisses zu spüren. Eine gute Lauftechnik und eine grade Haltung wurden zu einer Herausforderung, denn der gesamte Core-Bereich fühlte sich weich und schlaff an. Doch ein Ende war noch nicht in Sicht. Auf ging es in den dritten Abschnitt des Events. Alle folgenden Hindernisse und die hügelige, sandige und matschige Laufstrecke zogen so langsam auch die letzten Reserven aus dem Körper. Doch dann kam „Thors Odyssey“. Ein absolut brutaler Sandsack-Carry. Zuerst eine etwa 500 Meter lange grade Matschstrecke, anschließend den ganzen Weg zurück, allerdings immer wieder eine Böschung auf und ab. Die Beine waren hiernach nur noch schwer zu einem zügigen Lauftempo zu motivieren. Die einzige Motivation waren die Geräusche des nahe liegenden Eventgeländes – also fast geschafft!

Atlas Stones

Das Eventgelände in Sicht folgten die „Atlas Stones“. Dies bedeutete für die Männer erst 40kg, 50kg und dann 60kg über eine Stange heben. Für Frauen wurde das Gewicht etwas verringert. Ohne Pause ging es weiter in den „Weaver“ hier in der Ausführung 2.0. Ein klassischer Weaver, also über einen Balken und unter einem Balken hindurch ohne den Boden zu berühren, gefolgt von einem Netz, das unterklettert werden musste, hin zu einem zweiten Weaver. Noch schnell über einige verschiedenartige Wände und das Ziel war in Sicht! Doch drei weiter Hindernisse bildeten das Finale des Rennens. Zuerst das traditionelle „Low Rig.“ Kurz über dem Boden hängen verschiedene Griffvarianten an denen sich zur anderen Seite des Hindernisses vorgearbeitet werden muss. Direkt im Anschluss die „Himmelsleiter“, ebenfalls ein eher neues Hindernis, das noch nicht sehr oft auf den Rennstrecken zu finden war. Hier müssen Klimmzuge so dynamisch ausgeführt werden, dass die Klimmzugstange eine Stufe höher wieder eingehakt werden kann. So arbeitet man sich 5 Stufen nach oben, um das Hindernis erfolgreich zu bezwingen. Nach diesem Hammer ging es die „Walhalla Steps“ hinauf ins Ziel wo die Uhr, bei etwas über 2 Stunden und einen 9. Platz in der Altersklasse, stoppte. Die müden Beine und Arme konnten hier gegen Wasser und Snacks eingetauscht werden.

 

Fazit

Der Saisonauftakt bei der OCR Series in Fürstenau war zusammenfassend gesagt wieder ein voller Erfolg! – es hat super Spaß gemacht!

Die Neuen Hindernisse des Veranstalters Strong Viking waren durch die Bank ein riesen Erfolg und zeigten den Läufern wieder einmal auf, in welchen Bereichen weiteres Trainingspotenzial besteht. Der Location in Fürsten Forst treu zu bleiben, war ebenfalls eine gute Entscheidung, denn das Gebiet eignet sich hervorragend für einen anspruchsvollen OCR.

Team-androgon sagt Danke für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit und wünscht dem Strong Viking Team weiter viel Erfolg bei den nächsten STRONG VIKING OBSTACLE RUN Events. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten Events des Veranstalters!

Weitere Informationen unter: https://strongviking.com/de/editions/ocr-series/109/

und https://strongviking.com/de/

(sm) Sebastian Menck

 

 

 

 

Quelle/Bildquelle: androgon.com, Sebastian Menck

 

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