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Teodor Currentzis – MusicAeterna

28 März 2019 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Teodor Currentzis tritt in Deutschland mit dem Orchester und Chor MusicAeterna des Opern- und Ballett-Theaters Perm auf

Der griechisch-russische Dirigent Teodor Currentzis, der mit dem Orden der Freundschaft und bereits achtmal mit dem russischen Nationalen Theaterpreis „Goldene Maske“ ausgezeichnet wurde, leitet das internationale Ensemble aus 100 Musikern und 80 Chorsängern, die eines der berühmtesten Werke der geistlichen Konzertmusik, die „Messa da Requiem“, aufführen.

Am kommenden Wochenende präsentiert der weltbekannte Dirigent Teodor Currentzis in den Kölner und Hamburger Philharmonien die „Messa da Requiem“ des italienischen Komponisten Guiseppe Verdi. Interpretiert wird das Werk durch das MusicAeterna-Ensemble – das Orchester und den Chor des Opern- und Ballett-Theaters der russischen Stadt Perm. Die Konzerte finden am 30. März in der Kölner Philharmonie sowie am 1. und 2. April in der Hamburger Elbphilharmonie statt. Sie sind Teil der „Russian Seasons“, ein in Russland ins Leben gerufenes, internationales Kulturprojekt, durch das die kulturelle Partnerschaft zwischen Russland und der Welt gestärkt und die kulturelle Vielfalt gepflegt werden soll. Im Rahmen dieses Festivals finden 2019 mehr als 400 Veranstaltungen in 77 deutschen Städten statt.

Das Orchester spielt für die Epoche des Barocks charakteristische Instrumente: das Cimbasso – ein italienisches Blasinstrument – sowie Holzflöten und Schlagzeuge mit besonderen Schlägeln. Die Sopranpartie, deren Interpretation als einer der absoluten Höhepunkte musikalischen Könnens gilt, wird von der Solistin der Permer Oper Zarina Abaeva gesungen. Weitere Solopartien präsentieren europäische Opernsänger, die an den renommiertesten Häusern der Welt auftreten: Hermine May (Mezzosopran), René Barbera (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass).

Die 1874 geschriebene „Messa da Requiem“ ist das einzige große Werk von Guiseppe Verdi, das nicht zum Operngenre zählt. Nach Auffassung von Musikwissenschaftlern ist diese Komposition das letzte bedeutende Meisterstück, das nach den Standards der Traueroratorien geschrieben wurde, und gilt als das Herausragendste des Genres. Dabei ging die „Messa da Requiem“ nach Meinung des deutschen Dirigenten Hans von Bülow (1830-1894) als eine „Oper im kirchlichen Gewand“ in die Geschichte ein. Das monumentale Oratorium mit Theaterdramaturgie und emotionalen Solopartien wurde als Trauermesse geschaffen. Heute wird es allerdings eher in Konzertsälen als in Kirchen aufgeführt.

In Köln und Hamburg wird das Publikum die „Messa da Requiem“ in der Fassung hören, die Verdi für die Londoner Premiere 1875 vorbereitet hatte und die als endgültige Fassung gilt.

Maestro Currentzis ist seit 2011 im Permer Opern- und Ballett-Theater „Pjotr Iljitsch Tschaikowski“ tätig. Das Orchester unter dem Namen MusicAeterna ist als eines der führenden russischen Orchester bekannt, das sich auf die authentische Interpretation von Musikwerken spezialisiert hat.

Veranstaltungsorte und Programm:

30. März: Kölner Philharmonie, 20:00 Uhr – „Messa da Requiem“ G. Verdi (Kölner Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln)

1.-2. April: Elbphilharmonie, 20:00 Uhr – „Messa da Requiem“ G. Verdi (Elbphilharmonie Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg)

Zusätzliche Informationen und das komplette Programm finden Sie auf der offiziellen Webseite: http://russianseasons.org/

Weiterführende Informationen:

Die „Russian Seasons“ sind ein globales Kunst- und Kulturprojekt, durch das die kulturelle Partnerschaft zwischen Russland und der Welt gestärkt und die kulturelle Vielfalt gepflegt werden sollen. Im Rahmen dieses Festivals finden 2019 mehr als 400 Veranstaltungen in 77 deutschen Städten statt. Dazu zählen Ausstellungen, Theateraufführungen, Sinfoniekonzerte, Ballettaufführungen, Projekte der Filmkunst, Gastspiele führender Volkskunstgruppen sowie Zirkus- und Kunstfestivals. An den „Russian Seasons“ in Deutschland sind über 80 Kulturinstitutionen beteiligt. Die „Russian Seasons“ fanden erstmals 2017 in Japan statt. Das Programm umfasste 250 hochkarätige Veranstaltungen in 40 Städten. 2018 besuchten in 74 italienischen Städten rund sechs Millionen Menschen 310 Veranstaltungen der „Russian Seasons“. Das Projekt wird im Auftrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin und unter der Leitung von Ministerpräsident Dmitri Medwedew durchgeführt. Organisatoren der „Russian Seasons“ sind die Regierung und das Kulturministerium Russlands in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kulturinstitutionen der Gastländer.

„Russian Seasons“ online:

Offizielle Website: http://www.russianseasons.org

Facebook: https://www.facebook.com/russianseasonsingermany2019/

Instagram: @russian.seasons

Quelle/Bildquelle: about:communication
©Nikita Chuntomov: Teodor Currentzis, 2019 ;
©Alexandra Muraviova: Teodor Currentzis, 2019

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