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Sommer, Sonne, Strandfigur

19 April 2016 2 Kommentare PDF Drucken Drucken

Sommer, Sonne, Strandfigur – der Sommer kommt!

Je höher die Temperaturen steigen, desto mehr zieht es uns ans Wasser, das sich in größerer Menge bei weitem nicht so schnell erwärmt, wie die paar Liter in unserem Körper.
Am Wasser angekommen erfährt man jedoch sehr schnell, dass die meisten unserer Mitmenschen alles andere als einen ästhetischen, sprich athletischen, Körper haben. Doch wie ist es um uns selbst bestellt? Können wir mit unserem körperlichen Erscheinungsbild zufrieden sein?
Überall kann man Überschriften lesen, wie ‚Waschbrettbauch in vier Wochen‘, ‚Bikinifigur auf die Schnelle‘ usw. Dies ist jedoch nichts weiter als Wunschdenken und Effekthascherei mit kommerziellen Hintergedanken.
Es gibt keine Wunder. Es gibt nur harte und ehrliche Arbeit an sich selbst auf der Grundlage eines aktiven und leistungsbewussten Lebensstils. Nur wenn man dauerhaft eine aktive Lebensweise an den Tag legt, wird man auch mit einem entsprechenden Erscheinungsbild dafür belohnt.
‚Diät‘ bedeutet übersetzt nichts anderes, als ‚Lebensweise‘ und nur so sollte man sie auch verstehen. Ihr Verständnis ist heutzutage nur pervertiert, indem sie ihres dauerhaften Charakters beraubt wurde und alle Welt nun glaubt, es handle sich um eine kurzweilige Kur, mit der man all die langfristigen Laster und Versäumnisse des Lebens wieder gut machen könnte. Dies ist aber nicht der Fall! Der Körper wird sich immer gemäß der langfristigen Lebensweise entwickeln. Nichts von Wert bekommt man einfach so geschenkt.

Fett ohne Grund?
Überschüssiges Körperfett ist etwas für Schlaffis und für Leistungssportler. Wem es nämlich um möglichst viel Muskelmasse geht, der benötigt nicht nur eine positive Stickstoffbilanz (durch verstärkten Proteinkonsum), sondern auch mehr Nahrungsenergie (um zusätzliche Muskelmasse aufbauen und ernähren zu können). Da dies jedoch eine generell positive Kalorienbilanz fordert, wird der Körper neben Muskelmasse auch immer gleichzeitig an Körperfett zulegen. Einen sauberen – fettfreien – Aufbau gibt es nicht. Bei Sportarten, bei denen das ästhetische Erscheinungsbild nicht von Bedeutung ist, wie z.B. beim Sumo-Ringen, Kugelstoßen oder Powerlifting, wird dieser Nebeneffekt in Kauf genommen. Sofern jedoch das Äußere im Mittelpunkt steht, wie z.B. beim Bodybuilding, wird an eine vorhergehenden Massephase – der Off-Season – eine entsprechende Definitionsphase angehängt, um das überschüssige Körperfett wieder loszuwerden, was wiederum auch zu Leistungsabfall und dem Verlust von Muskelmasse führt. Auch hier gibt es keinen sauberen Abbau.
Wie man somit sieht, gibt es nur leistungstechnische Gründe, um einen erhöhten Körperfettanteil in Kauf zu nehmen. Ansonsten gibt in unseren gemäßigten Breiten und in Zeiten der Fußbodenheizung und Thermo-Unterwäsche keine weiteren guten Gründe, sondern nur schlechte Ausreden. Die meisten Menschen sind einfach nur viel zu gemütlich oder träge, um ihren Körper auf Vordermann zu bringen. Schließlich können sie ihn ja fast immer hinter ihrer Kleidung verstecken. Doch erstens kommt es nie auf die Verpackung an, sondern immer auf den Inhalt und zweitens sollte man sich nie für andere verbessern, sondern immer aus Anspruch an sich selbst. Man muss lernen, zu erkennen, was einem wichtig ist und was nicht und dann auch entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Ziele erreichen zu können. All dies wird jedoch nur durch einen entsprechend starken Willen möglich sein.
Viele Menschen versteifen sich oft auf einen bestimmten Weg und wenn sie auf diesem Weg nicht mehr weiterkommen, geben sie ganz auf. Es geht jedoch nie um den Weg, sondern immer nur um das Ziel. Viele Wege führen nach Rom und wenn man den Willen hat, anzukommen, dann wird man auch immer einen Weg finden, der dies ermöglicht.
Wir müssen uns somit immer fragen, was uns wichtiger ist: unsere Gemütlichkeit (unsere Schwäche) oder unsere körperliche Leistung, Schönheit (unsereStärke).
Deinen eigenen Körperfettgehalt zu senken ist nämlich gar nicht so kompliziert, wie es viele immer darstellen. Man muss nur herausfinden, worauf der eigene Körper am besten anspricht und dieses Vorgehen dann auch möglichst kompromisslos durchziehen. Meistens sind Kompromisse nämlich nichts als aufbegehrende Schwächen, die es zu beherrschen gilt, wenn man wirklich etwas erreichen will.

Thema ‚Ernährung‘:
Generell gilt der Grundsatz, wenn man mehr Nahrungsenergie zu sich nimmt, als man verbraucht, dann nimmt man auch an Körpermasse zu, sprich die überschüssigen Nahrungskalorien werden in den Energiedepots des Körpers gespeichert. Die Natur hat diesen Mechanismus eingerichtet, um den Körper auch für schwierige (Hunger-)Zeiten zu wappnen. Da heutzutage jedoch sowohl die nächste Eiszeit noch und die nächste Imbissbude nie weit ist, müssen wir diesen Mechanismus durch entsprechende Vorkehrungen rechtzeitig aushebeln.
Aus diesem Grund gilt es an erster Stelle ein eigenes Ernährungsbewusstsein zu entwickeln und immer ein Auge auf die eigene körperliche Entwicklung zu haben. Sowohl das bewusste Konsumieren von Nahrungsenergie, als auch der regelmäßige Blick auf die Waage verraten einem dabei verlässlich,
Für Viele ist es jedoch durch eine einfache Kalorienreduktion kaum möglich, wirklich gezielt und erfolgreich den Körperfettanteil dauerhaft zu senken – der Jojo-Effekt lässt grüßen. Durch eine alleinige Kalorienreduktion senkt der eigene Körper nämlich auch immer den eigenen Energieverbrauch und geht mit seinen Ressourcen immer sparsamer und effizienter um. Um nun jedoch weiter abnehmen zu können, müsste man immer weniger konsumieren, wodurch der Körper noch sparsamer wird usw. Das geht soweit, bis man nur noch einen Joghurt am Tag isst und dennoch nicht weiter abnimmt. Sobald man jedoch wieder beginnt, mehr zu essen, schlägt der Jojo-Effekt zu und der Körper, der vorher durch starken Kalorienentzug geschockt wurde, wird nun umso mehr darin bestrebt sein, möglichst viel Körperfett für die nächste Hungerperiode anzulegen.
Man sieht somit, dass eine drastische Kalorienreduktion bei weitem keine empfehlenswerte Lösung ist, um überschüssiges Körperfett abzubauen. Vielmehr führt sie ins Verhängnis eines absolut energiearmen Lebens, einem ausgehungerten und schlaffen Körper, sowie dem Fluch, dass man nur dauerhaft sehr wenig essen kann und beständig bei jedem Bissen zuviel sofort wieder an Körperfett zulegen wird. Reine Reduktionsdiäten sind somit Gift für die eigene Entwicklung, bringen den Körper durcheinander und der Grund für das abgründig nervige Hungerbewusstsein vieler Menschen (insbesondere vieler Frauen), was sich in entsprechend nutzlosen ‚Light‘-Produkten äußert. All dies beruht auf einer falschen Aufklärung sowie dem Unwissen und der Ausblendung grundlegender Zusammenhänge.
Man kann einen sehr geringen Körperfettanteil erreichen und auch dauerhaft behalten, ohne weniger essen zu müssen. Je regelmäßiger der eigene Körper nämlich Nahrungsenergie bekommt, desto weniger wird er für schlechte Zeiten in Körperfettdepots einlagern und desto verschwenderischer wird er damit umgehen.

Regelmäßige Ernährung:
Es kommt somit nicht nur darauf an, wie viel man isst, sondern auch darauf, wie regelmäßig dies geschieht. Der Körper ist hier sehr lernfähig – wie der Jojo-Effekt beweist. Es geht also darum, jegliches Hungergefühl zu unterbinden. Sobald wir Hunger verspüren, ist es bereits zu spät. Der Körper denkt sich dann nämlich: ‚Es gibt keine regelmäßige Nahrungsversorgung, also muss ich zukünftige Nahrungsüberschüsse als Körperfett speichern, damit ich für weiter Hungerzeiten ausreichend Energie vorrätig habe.‘
Wenn man die Angelegenheit mal so sieht, dann wird einem erst wirklich klar, welch katastrophale Auswirkung die vielen Hungerkuren vieler Diätwilliger in Wirklichkeit haben. Dadurch wird nämlich alles nur noch schlimmer.
Hunger ist somit alles andere als produktiv. Er ist ein Verhängnis und die verstärkte Einlagerung von Körperfett die – durchaus logische – Reaktion. Wir müssen lernen, wie der Körper zu denken. Nur so können wir ihn auch beherrschen – durch Verständnis. Wenn wir ihm etwas zwanghaft aufzwängen wollen, wie z.B. Fettabbau durch Hunger, dann wird er sein eigenes Ding durchziehen und unserer Kontrolle entgleiten.
Der Körper ist nicht unser Feind, sondern ein Teil von uns und wenn er anders reagiert, als wir wollen, dann liegt dies vor allem daran, dass wir falsch mit ihm kommunizieren. Wir können ihn zu jeder möglichen Entwicklung bewegen, wenn wir lernen, richtig mit ihm umzugehen.

Die richtige Ernährung:
Eigentlich ist zum Thema ‚richtige Ernährung‘ alles bekannt und dennoch hält sich so gut wie niemand daran. Selber schuld. Die Rechnung erhält man prompt und der richtige Weg, um mit dem eigenen Körper zielgerichtet zu kommunizieren ist so auf jeden Fall nicht möglich. Wer sich nun einmal ernährt wie ein Mülleimer, der wird auch so aussehen und riechen.
Lebensmittel sind Mittel zum Leben. Genussmittel sind Mittel zum Genuss. Leben ist primär. Genuss ist sekundär und zumeist in Punkto Ernährung nichts weiter als eine riesige Lüge, die nur durch mannigfaltige Täuschungen unserer Geschmacksnerven durch die Chemie der Lebensmittelindustrie produziert wird. Wer auf so etwas nicht zu verzichten lernt, schadet nicht nur seinem Körper, er lebt auch noch in selbstgewählter Täuschung.
Wahre Lebensmittel sind alle grundlegend von natürlicher Herkunft und Beschaffenheit. Der Bauernhof und die Natur selbst mit all ihren tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen ist hier immer noch der einzig adäquate und gesunde Lebensmittellieferant.

Das Spiel mit den Nährstoffen:
Es kommt nicht nur darauf an, wie viel man isst, sondern auch was. Über die bewusste Wahl der Nährstoffe und ihrer Kombination lässt sich eine Menge steuern.
Protein ist lebenswichtig und darf nie fehlen. Die den Proteinen zugrundeliegenden Aminosäuren sind die Grundlage unseres aktiven Bewegungsapparates – unserer Muskulatur – und einem beständigen Auf- und Abbau unterworfen. Es ist jedoch vor allem der aktive Bewegungsapparat der unserem Körper einen ästhetischen/athletischen Look verleiht und nicht einfach nur die Abwesenheit von Körperfett. Nur aus Haut und Knochen zu bestehen, ist alles andere als schön. Mit solch einem Aussehen kann man allenfalls als Maskottchen für die Welthungerhilfe dienlich sein, mehr aber auch nicht.
Es ist vor allem eine symmetrisch ausgeformte und gut proportionierte Muskulatur sowie ein möglichst geringer Körperfettgehalt, der einen menschlichen Körper ästhetisch erscheinen lässt. Bei den meisten Frauen steht bei beiden Punkten eine eher moderate Entwicklung im Vordergrund und bei vielen Männern eine etwas extremere. Die Grundlage ist somit bei beiden gleich. Nur die Verhältnisse sind verschieden.
Aus diesem Grund ist Protein der Nährstoff Nr. 1. Ohne ihn kann unsere Muskulatur weder aufrecht erhalten noch aufgebaut werden.
Fett ist viel besser als sein Ruf. Nahrungsfett ist nicht gleich Körperfett. Grundsätzlich ist eine fettarme Ernährung sehr ungesund. Viele Vitamine sind fettlöslich und können vom Körper nur bei einer gleichzeitigen Fettzufuhr aufgenommen werden. Hinzu kommt, dass Fett für die Gesundheit unseres Hormonhaushalt von enormer Bedeutung ist und die Bedeutung von essentiellen Fettsäuren ist ja wohl jedem hinlänglich bekannt. Desweiteren ist Nahrungsfett bei vielen lebensnotwendigen Vorgängen in unserem Körper unverzichtbar.
Also sollte Frau hier nicht zu kurz treten und Mann schon gar nicht, da sein Testosteronspiegel signifikant von seinem Fettverzehr bestimmt wird.
Kohlenhydrate wirken sich viel stärker auf unseren Körperfettanteil aus, als viele denken. Als Antwort auf Kohlenhydrate und den darauf ansteigenden Blutzucker schüttet der Körper nämlich verstärkt Insulin aus. Dieses ‚öffnet‘ die Tore der Zellen unseres Körpers, damit die überschüssige Nahrungsenergie in die Organe und Energiedepots eingelagert werden kann, damit dort eine optimale Energieversorgung gewährleistet ist.
Wenn man nun gezielt die Zufuhr von Kohlenhydraten drosselt kann man auch diese Speicherung überschüssiger Nahrungsenergie verringern und somit auch den zusätzlichen Aufbau von Körperfett unterbinden.
Je drastischer man diesen Kohlenhydrateverzicht durchzieht, desto mehr entwickelt sich der Schwerpunkt der Energieversorgung des Körpers vom ursprünglichen Glykogen-Stoffwechsel zu dem der (sog. benignen = gutartigen) Ketose, die nicht mehr auf Kohlenhydrate ausgerichtet ist, sondern auf Fett. Solange man somit im Zustand der Ketose ist, wird wegen des geringen Insulinausstoßes durch den Mangel an Kohlenhydraten kein (oder nur kaum) neues Körperfett angelegt, aber beständig das eigene Körperfett verstoffwechselt und somit abgebaut.
Auf diese Weise kann man den eigenen Körperfettgehalt über die eigene Ernährung gut steuern. Man sollte somit zwar regelmäßig essen, aber nie mehr, als man auch verbraucht und auch immer das richtige. Wer diese drei Punkte beherzigt, wird die Entwicklung des eigenen Körpers zumindest ernährungstechnisch sehr gut beherrschen und das, ohne dabei hungern zu müssen.

Den eigenen Grundumsatz ankurbeln:
Anstatt zu hungern gibt es eine viel bessere Möglichkeit, um bei gleich bleibender Nahrungszufuhr dennoch abzunehmen. Man muss nur den Grundumsatz – den eigenen Energieverbrauch – erhöhen. Auf diese Weise verbraucht man mehr Energie, als man zuführt. Ergo, man nimmt ab.
Das Ganze ist jedoch weit mehr, als nur ein Spiel mit den Verhältnismäßigkeiten. Es hat viele bedeutende Vorteile:
Wie bereits erwähnt, gibt es keinen sauberen Abbau. Wer somit durch eine Hungerdiät versucht an Gewicht zu verlieren, der wird auch immer eine Menge seiner Muskulatur dafür einbüßen. Dies wirkt sich jedoch alles andere als positiv auf die eigene körperliche Erscheinung aus. Der ganze Körper wird dadurch knochig und schlaff.
Wer nun jedoch den eigenen Grundumsatz erhöht – sprich, einen aktiveren Lebensstil mit viel körperlicher Bewegung fährt –, der wird seinem Körper damit klarmachen, dass er seine derzeitige Muskulatur dringend benötigt, diese auf keinen Fall abgebaut werden darf und vielmehr sogar noch Schwachstellen verstärkt werden müssen. Durch den aktiveren Lebensstil verbraucht man jedoch eine ganze Menge an Energie und wenn die nicht durch zusätzliche Nahrung hereinkommt, die Muskulatur jedoch benötigt wird, dann zapft der Körper vor allem seine Fettreserven an.
Den eigenen Grundumsatz zu erhöhen, ist somit neben der richtigen Ernährung der optimalste Weg, um ohne zu hungern, richtig fit zu werden und die eigene körperliche Erscheinung zu verschönern.

Die Ästhetik der athletischen Figur:
Nun ist es noch von enormer Bedeutung, welche Bewegungsform man hier wählt, um einen möglichst ausgeglichen schönen Körper zu erhalten. Um dies nämlich zu gewährleisten, muss auch der gesamte Körper trainiert werden.
Ein sauber aufgebautes Muskelkorsett ist nicht nur sehr schützend und hat viele weitere Vorteile, es verleiht einem vormals schlaffen Körper auch erst die ideale Form. Trainierte Muskel besitzen nämlich immer eine gewisse Grundspannung und es ist diese Festigkeit, die einen Körper erst wirklich straff und lebendig erscheinen lässt und nicht fahl und leblos wie bei der Hungerdiät.
Der richtige Weg zu einem ästhetischen Körper geht somit einzig und allein über bewusste Ernährung sowie mit einem Training, das auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist, und nicht über Hungerkuren, die alles nur noch schlimmer machen.

(cz)

Bildquelle: Dr. Ruzzu

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