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MORE DIRTY GIRLS

11 November 2019 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

MORE DIRTY GIRLS

Während die Fotografie in ihren ersten hundert Jahren immer freizügiger wurde, scheint der ästhetische und auch gesellschaftliche Umgang mit dem menschlichen Körper seit einiger Zeit wieder ins Spießige zurückzufallen.

Die sexuelle Revolution der 60er- und 70er-Jahre hatte selbst auch Schattenseiten, hinter dem Versprechen freier Liebe verbarg sie neue Zwänge in Form von Ideologie und Kommerz. Trotzdem gab es in der Folge ein allgemeines Aufatmen und einen gewissen Konsens, dass Sex per se nichts Schlechtes sei.

Dieses Verständnis scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. In aktuellen Debatten wird nicht mehr sachlich zwischen Nacktheit, sexuellen Darstellungen und pornografischen Inhalten unterschieden. Wenn allein ein nackter weiblicher Oberkörper genügt, um auf Facebook gesperrt zu werden, hat das mit vernünftigen Jugendschutz-Maßnahmen nichts mehr zu tun. Jugendliche wachsen mit einer grotesken Doppelrealität auf: sie bekommen unvermittelt Hardcore-Pornos zu sehen, als wären diese sexueller Standard, während ihnen gleichzeitig suggeriert wird, ein nackter Frauenkörper habe nichts in der Öffentlichkeit zu suchen. Statt das oft unvernünftige, rein gewinnorientierte Handeln der Onlineplattformen zu regulieren, macht man die menschliche Sexualität selbst wieder zum Feind. Der weltweit erstarkende Konservatismus wird zwangsläufig zu einer intoleranten Gesellschaft führen, in der sexuelle Spielarten wieder stigmatisiert oder sogar kriminalisiert werden.

Umso bedeutender ist es, dass Fotografinnen wie Ellen Stagg mit einer offenen und kreativen Herangehensweise unvoreingenommene Aufnahmen von nackten Körpern in Szene setzen, sexuell aufgeladen, ohne zu diffamieren. Eine Begegnung mit der Erotik-Darstellerin Justine Joli im Jahr 2005 ließ die erfolgreiche Werbe- und Mode­fotografin Stagg ihre wahre Leidenschaft entdecken. Ihre unverwechselbare erotische Bildsprache hat ihr seither unzählige Fans in aller Welt und Veröffentlichungen in bekannten Magazinen wie Playboy oder Penthouse eingebracht. Sie ist eine der bekanntesten amerikanischen Erotik-Fotografinnen und der gegenwärtig beste Radar freizügiger Sexualität.

Stagg‘s Bilder zeigen selbstbewusste Frauen, die ungezügelt und kompromisslos vor der Kamera agieren. Ihr Stil bleibt der traditionellen amerikanischen Erotik-Fotografie verbunden, dem Sinnbild von Freizügigkeit und Freiheit, wie sie in uns allen brennt. In dieser verlockend gewagten Sammlung gibt es keine Tabus. Aufgeschlossen, erregend und befreiend zugleich.

Bilderausschnitte:

 

Erhältlich ist

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problemlos über den Onlineshop von Goliath Books

About Goliath:
Within almost 15 years in business, Goliath has established itself as a highly acclaimed publisher of diverse and often daring photography and art books unafraid to introduce controversial, erotic and subcultural perspectives to modern life.

Quelle und Bildquelle: http://www.goliathbooks.com
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