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Liebe Hass und Ehre

27 März 2016 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Frohe Ostern

Cavalleria Rusticana –  Ein sizilianisches Dorf am Ostermorgen

MÄNNER sich entfernend…
Im goldnen Feld, inmitten reifer Ähren,
ertönet eurer Spindeln lautes Schwirren;
wenn müde dann nach Ruhe wir begehren,
wird unser Fuss nicht weiter sich verirren,
als eurer feurigen Augen Glanz uns leuchtet!
Wie der Vogel dem Lockruf, folgen auch wir euch!

Cavalleria Rusticana ist eine Oper  in einem Akt von Pietro Mascagni. Das Libretto stammt von Giovanni Verga, Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci. Die Uraufführung fand am 17. Mai 1890 im Teatro dell’Opera di Roma (damals Teatro Costanzi) in Rom statt. Die Spieldauer der Oper beträgt etwa 70 Minuten. Die Oper spielt in einem sizilianischen Dorf am Ostermorgen. Stilistisch gehört die Oper zum Verismus.

Handlung

Die Bauern begrüßen einander fröhlich vor der Kirche. Nur Santuzza ist traurig und unruhig. Sie fragt Lucia, wo Turiddu, ihr Geliebter, sei. Er hat sich wieder von Lola, der Frau des Fuhrmanns Alfio, umgarnen lassen, und Santuzza will Turiddu abends im Dorf gesehen haben, obwohl er vorgeblich zum Weinkaufen fort war. Alfio kehrt von einer Reise zurück und freut sich auf das Wiedersehen mit seinem „treuen Weibchen“. Als er gegangen ist, klagt Santuzza der alten Lucia ihr Leid. Alle gehen in die Kirche, nur Santuzza wartet auf Turiddu. Er aber beachtet ihre eifersüchtigen Vorwürfe gar nicht, er ist ganz gebannt von Lola, die mit einem koketten Liedchen vor der Kirche tänzelt. Turiddu will ihr folgen, Santuzza stellt sich in den Weg, bittet, droht, fleht um seine Liebe.

Aber Turiddu hat kein Ohr für sie. Wütend wirft er sie zu Boden und eilt in die Kirche, Lola nach. Jetzt schlägt Santuzzas leidenschaftliche Liebe in leidenschaftlichen Hass um. Außer sich, schleudert sie ihm einen Fluch nach, und als Alfio gerade vorbeikommt, öffnet sie ihm die Augen über die Untreue seiner Frau.

Einige Minuten bleibt die Szene leer: ein intermezzo sinfonico des Orchesters symbolisiert den Osterfrieden der frommen Kirchgänger. Die Messe ist zu Ende. Die Leute treffen sich im Wirtshaus. Turiddu lädt sie zu einem Umtrunk ein. Als Alfio eintrifft und Turiddu zur Rede stellt, beißt dieser Alfio schließlich ins Ohr. Alle Bauern wissen sofort, was das nach altem Brauch bedeutet: Kampf auf Leben und Tod, ein Duell. Diese Herausforderung ist ganz in Alfios Sinne.

Doch Turiddu bemerkt, dass er zu viel Wein getrunken hat und möchte lieber fliehen, anstatt sich zu duellieren. Er nimmt noch Abschied von seiner Mutter, erbittet ihren Segen und befiehlt Santuzza ihrem Schutz. Dann eilt er hinaus. Santuzza stürzt sich verzweifelt in die Arme seiner Mutter Lucia. Augenblicke aufwühlender Spannung, bis ein entsetzter Frauenschrei verkündet: Turiddu ist erstochen worden! Er ist tot!

– Die Cavalleria Rusticana stellt auch einen wesentlichen Teil des dritten und letzten Teils der Mafia-Trilogie „Der Pate“ von Francis Ford Coppola dar. Viele Bilder und Handlungen der Oper werden im Film zitiert.-

http://youtu.be/0FLbTIzHD9A

 

(rz)

http://www.amazon.de/Mascagni-Cavalleria-Rusticana-Gesamtaufnahme-ital/dp/B000001GCL/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1312195443&sr=8-5

http://www.amazon.de/Mascagni-Pietro-Cavalleria-Rusticana-Leoncavallo/dp/B0007P0LNE/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1312195443&sr=8-2

Quelle: public

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