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Götterdämmerung

7 August 2011 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Der Unzeitgemäße

Die Bayerische Landesausstellung 2011 „König Ludwig II. von Bayern“ noch bis zum 16. Oktober 2011

Er gehört zu den berühmtesten Persönlichkeiten der europäischen Geschichte. Und die ganze Welt bewundert seine Schlösser. 125 Jahre nach seinem Tod präsentiert die Bayerische Landesausstellung 2011 die Geschichte eines „Unzeitgemäßen“, der zur Ikone der Moderne wurde: König Ludwig II. von Bayern.

Die Besucher der Landesausstellung erleben ein Drama des Landes und seines Königs, erzählt nach dem Muster der klassischen Tragödie. Die spektakuläre Bühne: das Neue Schloss Herrenchiemsee, das Ludwig II. ab 1878 als Denkmal einer absoluten Herrschaftsidee entstehen ließ. Erstmals in der Geschichte werden die unvollendeten Zimmerfluchten für das Publikum geöffnet.

„Ein ewig Räthsel will ich bleiben mir und anderen…“ schrieb Ludwig der II. einmal und es scheint ihm zu gelingen. Die Faszination am Leben des schillernden Monarchen und an den ungeklärten Umständen seines Todes am 13. Juni 1886 ist auch 125 Jahre nach seinem Ableben ungebrochen. Zur Halbzeit der Ausstellung erwartet das Haus der Bayerischen Geschichte, das gemeinsam mit der Bayerischen Schlösserverwaltung und dem Landkreis Rosenheim die Bayerische Landesausstellung veranstaltet , bereits den 250.000sten Besucher.

Eine Neuinszenierung Ludwigs II. mit den modernsten Medien der Gegenwart. „Noch nie hat es in Bayern eine Ausstellung mit einem derart beeindruckenden Medieneinsatz gegeben – von den 3D-Simulationen der ungebauten Träume des Königs bis zur Wagner-Satire von Christoph Süß.“

Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, entfaltete vor den Festgästen das spannende Panorama der Ludwig-Zeit: das Ringen um bayerische Freiheit und deutsche Einheit, das Eintreten der bayerischen Patrioten für Frieden, Freiheit und Demokratie, den Rückzug des Königs in seine Gegenwelten und den Aufstieg Bayerns zur Industrienation. Am Ende des Dramas stehe der tragische Tod des Königs, der den Untergang der Monarchie vorweggenommen und mit dem der Mythos begonnen habe. 125 Jahre nach seinem rätselhaften Tod habe der König nichts von seiner Faszination verloren. Den heutigen Betrachter ziehe vor allem Ludwigs Lebens-Gegenentwurf in den Bann, die Andersartigkeit und Vielfalt, die ihn mit seinen Bayern verband.

Gemäß dem Leitbild des Hauses der Bayerischen Geschichte ist die didaktische Vermittlung der Inhalte an die jüngsten Ausstellungsbesucher auch in diesem Jahr wieder besonders wichtig. Spezielle Schülerführungen, ein Kinderführer durch die Ausstellung sowie Vorschläge für Projekt- und Wandertage sollen die Landesausstellung für Kinder und Jugendliche zu einem echten Erlebnis machen.

Rechtzeitig zu den Sommerferien bieten die Veranstalter vom 01.08. bis 11.09. wieder täglich Turnusführungen durch die Landesausstellung an. Diese finden jeweils um 12, 13, 14 und 15 Uhr statt, die Teilnahme kostet 3 € (zzgl. Eintrittspreis). Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. Oktober und ist täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Für Besucher, die die Landesausstellung auf eigene Faust und ohne Führung erkunden möchten, gilt weiterhin die Empfehlung, vor 11.00 Uhr oder nach 15.00 Uhr den größten Ansturm zu umgehen.

(vz)

Weitere Informationen unter: http://www.herrenchiemsee.de/deutsch/aktuell/index.htm

 Quelle:

© Bayerische Schlösserverwaltung; Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

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