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RUN FAST. RUN HARD

4 September 2011 2 Kommentare PDF Drucken Drucken

Urbanathlon die Zwote – Ein Laufbericht

10 Kilometer, 13 Hindernisse, 997 Treppenstufen und 202 Höhenmeter

Rund 18.000 Zuschauer feuerten am Samstagnachmittag, den 27. August, die 3.000 Teilnehmer beim zweiten Men’s-Health-Urbanathlon in Hamburg an.

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit von der Partie und wie auch im letzten Jahr gibt es für das „androgon-Team“ wieder einige Unregelmäßigkeiten. Teampartner Schulz hat nicht nur seinen Mika-timing Chip nicht am Mann, sondern kommt auch ohne Innensohlen seiner Laufschuhe an den Start. Aber das soll kein Hindernis sein, früher mussten Männer ja ohne Schuhe …sie wissen was ich sagen will! Wir warten auf den Startpfiff, die GoPro-Helmkamera von CAM FOR PRO aus Hannover ist angelegt und filmt bereits. Wir stehen in der zweiten Reihe des ersten Startblocks mit rund 500 Läufern und zählen schon die Sekunden. Mein Blick wandert ohne eigentlichen Grund noch einmal hinunter auf den Boden zu meinen Laufschuhen: „NEIN!“ auch ich habe den verflixten Chip im Auto gelassen. Jetzt schnell handeln, ich flanke über die Absperrung in den Zuschauerbereich und laufe raketengleich zum Trouble-Center ins Cruise-Center-Altona. Ein Glück, viele hilfsbereite, in grellem gelb­ gekleidete attraktive Mädels, die mir wie beim Pit-Stop, ohne Diskussion einen neuen Chip und ebenso eine neue Startnummer aushändigen. Ich schalte die Helmkamera wieder an, sprinte durch den Zuschauerbereich zum zweiten Startblock, höre von weitem schon die Stimme des Moderators „…noch 90 Sekunden bis zum Start!“, laufe schneller und flanke an einer freien Stelle wieder über den Absperrungszaun zu den Läufern. Schon werden die letzten Sekunden runtergezählt. Eine Frau von Mika-Timing-Team entfernt das schwarze Band, das uns noch vom Glück trennt. Aber so war es natürlich nicht geplant, es wird jetzt schwierig sein den eigenen Schritt zu laufen, auch wird es mit Sicherheit einen Rückstau an den Hindernissen von Startern des ersten Blocks geben. Der Startschuss fällt, der Lauf beginnt. Versuche mich zumindest an die Spitze des zweiten Blockes zu setzten, es gelingt… und alle warten jetzt auf den angekündigten Hamburger Regen.

Die Hindernisse weichen zwar teilweise von denen der ersten Urbanathlon-Ausgabe aus dem letzten Jahr in Hamburg ab, sind aber keinesfalls schwieriger zu überwinden. Nach dem Reifenfeld und einem großen Schrott- oder Müllcontainer an der Fischauktionshalle geht es schon zurück in Richtung Cruise-Center-Altona. Es folgen zwei Luftkissenmatten und eine kleine Eskaladierwand – es folgt wie im letzten Jahr die Halfpipe, diese Jahr nur etwas eher. Weiter geht es über hunderte von Treppen das moderne Gebäude „Dockland“ hinauf und wieder runter, dann weiter in Richtung Elbstrand entlang der Elbmeile. Bis jetzt läuft die Maschine wie ein 8-Zylinder. Habe bis dato knapp 200 Mitstreiter überholt. Hindernis sieben folgt – eine Metallröhre zum durchkrabbeln – und danach einige rote Hürden zum darüber springen. Die Sonne kommt durch, Hamburg erstrahlt im Glanz, der Regen bleibt aus. Ich erreiche Hindernis acht am Elbstrand. Durch den Lautsprecher ertönt eine Stimme „Sandsack aufnehmen und wieder dort ablegen, wo Sandsack aufgenommen wurde“ …das sind doch keine zehn Kilo – na, umso besser! Die kleine Runde im Sand ist  schnell beendet. Es geht ein paar Treppen hoch zum Elb-Balkon durch den Park. Jetzt sind es ca. drei Kilometer ohne Hindernisse. „Tempo machen!“, ich überhole die nächsten knapp 200 Läufer bis Hindernis Nummer neun auftaucht „Urban Jungle“. Dann geht es wieder weitere Treppen hoch und runter, ich erreiche einen riesigen Reifenhaufen „The Tyrenator“ Jetzt sind es nur noch drei Hindernisse. Befinde mich wieder auf Höhe des Cruise-Center-Altona, die Zuschauerdichte nimmt zu, die Sonnenstrahlen auch, überall Musik und Stimmen, die einen anfeuern. Die letzten Kilometer –  vor mir taucht ein großer blauer Kranwagen auf „Truck Turture“, der in tiefster Gangart bewältigt werden muss – hier auch das Schild „noch 1Km“. Gebe erneut „Gas“, die Sonne blendet mich – schon tauchen vor mir gestapelte Schiffscontainer „ Sea Freight“ auf. Wie heißt es so schön? – Dran-Drauf-Drüber! Die Menschenmengen werden immer mehr, der Geräuschpegel auch. Vor mir liegt ein Feld aus hintereinander aufgereihten Autos „Traffic-Jam“. Endlich mal wieder legal auf Motorhauben und Fahrzeugdächern springen dürfen – noch ein kurzer Sprint und schon ist das Ziel  erreicht.

Geschafft! Das war Uranathlon die Zwote!

Im Anhang unserer Kurzfilm zu den ersten Hindernissen

Die dritte Auflage des Men’s-Health-Urbanathlon ist für das kommende Jahr fest eingeplant. Den Termin und die weiteren Informationen werden auf www.urbanathlon.de und im Magazin Men’s Health veröffentlicht. In der Zwischenzeit kann die Herausforderung bei Urbanathlon-Rennen unter anderen in Belgrad, Johannesburg, New York, Chicago, San Francisco und am 24. April 2012 auch in Sydney gesucht werden.

Hintergrund:

Der Men’s-Health-Urbanathlon ist ein international erfolgreiches Sport-Ereignis. Seit 2006 veranstaltet Men’s Health USA den Lauf – anfangs in New York, inzwischen auch in Chicago und San Francisco. Weltweit können Urbanathleten mittlerweile in 15 Metropolen an den Start gehen, darunter Manila, Singapur, Johannesburg, Belgrad, St. Petersburg und Mexico City. Mit dem für 2012 geplanten Start des Events in Sydney wird der Men’s-Health-Urbanathlon auf allen fünf Kontinenten vertreten sein.

(fs)

Weitere Informationen unter: http://www.urbanathlon.de/

Sponsoring/Equipment: Helm-Kamera, GoPro HD Hero von urban:trends GmbH: http://www.camforpro.com/

Shirts Montane: http://www.montane.co.uk/

 

http://www.youtube.com/v/eT4p-BeK_74

 

Bildquelle: Christian Stelling/Men’s-Health/COMTENT GmbH , androgon

 

 

 

 

 

 

 

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