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Reiten – der vergessene Sport

1 September 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Der vergessene Sport

Das Reiten hatte in Deutschland in der Vergangenheit immer einen großen Stellenwert. Leider verblasst diese Tradition immer mehr.Die Konkurrenz anderer Eventsportarten ist größer geworden und in den Ballungsgebieten gibt es keine Ställe. Hinzu kommt, dass in den Reitabteilungen meist nur noch Mädchen reiten und so das Reiten zum Mädchenhobby deklassiert wird. Entsprechend gering ist die Anzahl der Jungen in den Abteilungen.

Dabei ist und war Reiten immer mehr als nur das Führen eines Tieres. Reiten ist eine Verbindung von Mensch und Tier und das in einem besonderen Maße. Reiten heißt Verantwortung zu übernehmen. Reiten heißt Mut zu haben – und Mut zu besitzen ist wichtig.

Unsere folgende Serie befasst sich mit außergewöhnlichen Beispielen der jüngeren Reitgeschichte. Des Weiteren wird es Artikel zur Reiterei im Militärwesen geben, denn bis zum Ende des Ersten Weltkrieges existierten in Deutschland noch 110 Reiterregimenter.

In loser Folge stellen wir Reiter vor, die aufgrund ihres Charakters und ihrer Besonderheit im Gedächtnis geblieben sind. Wir wünschen viel Freude bei der Zeitreise, als das Reiten noch befreit war von bunten mit funkelnden Steinchen besetzten Gerten.

Springreiter Raimondo D’ Inzeo (Bild)

Raimondo D’ Inzeo, geboren am 2. Februar 1925 in Poggio Mirteto, Italien, war einer dieser besonderen Reiter. Als Major der italienischen Carabinieri zu Pferde ritt er stets in Uniform. Sein Markenzeichen: Er war Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister. Er begann seine Karriere in den späten 40er Jahren und ritt erfolgreich bis in die 70er Jahre. Zusammen mit seinem Bruder Piero D’ Inzeo war er der erste Sportler, der an acht Olympischen Spielen, durchgängig von 1948 bis 1976 teilgenommen hat.

 

 

 

 

 

 

Olympische Spiele:
– 1956 in Stockholm: Silbermedaille Mannschaft, Silbermedaille Einzel auf Merano
– 1960 in Rom: Bronzemedaille Mannschaft, Goldmedaille Einzel auf Possilipo
– 1964 in Tokio: Bronzemedaille Mannschaft auf Possilipo
– 1972 in München: Bronzemedaille Mannschaft auf Fiorello II
Weltmeisterschaften:
– 1955 in Aachen: Silbermedaille Einzel auf Merano
– 1956 in Aachen: Goldmedaille Einzel auf Merano
– 1960 in Venedig: Goldmedaille Einzel auf Gowran Girl
– 1966 in Buenos Aires: Bronzemedaille auf Bowjak
 

 

(sb)

Film 1: http://www.youtube.com/watch?v=csG0Pa_HxeU

Film 2: http://www.youtube.com/watch?v=ltWIONvOh1s&feature=related

 

Deutsche Reiterklassik: H.Dv.12: http://www.amazon.de/H-Dv-12-Deutsche-Reiterklassik-einen-Namen-/dp/3930953420/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1317571438&sr=8-1

 

 

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