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Von Aalto bis Zumthor

10 Dezember 2011 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

 

MAKK ; 16. Januar bis 22. April 2012

Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel

Die ersten Designer des 20. Jahrhunderts waren Architekten, die für ihre Bauprojekte das dazu passende Mobiliar und häufig auch andere Gebrauchsgegenstände entwarfen, weil sie auf dem Markt nichts gestalterisch Passendes finden konnten. Heute gibt es eine große Vielfalt gut gestalteter Möbel von Produktdesignern für sämtliche Anwendungszwecke. Der Bereich des Möbeldesigns hat sich spätestens Mitte des vergangenen Jahrhunderts vom Berufsbild der Architekten getrennt und als eigenes Metier etabliert. Trotzdem konzipieren nach wie vor einige international bedeutende Architekten ihr Wunschmobiliar in besonderen Fällen selbst. Entwerfen Architekten anders als Produktdesigner, zeigen sich ästhetische Vorlieben, gibt es etwas typisch Architektonisches, hat sich im Verlauf der Jahrzehnte trotz des Stilwandels doch etwas Gemeinsames erhalten? Diese Fragen fokussiert das Museum für Angewandte Kunst Köln – parallel zur Internationalen Möbelmesse und den Passagen – in der Sonderausstellung „Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel“.

Exklusive Architektenmöbel der letzten 100 Jahre werden ausgestellt. Dazu gehören ausschließlich Entwürfe von Architekten, deren Hauptaugenmerk dem eigentlichen Bauen gilt, also nicht Möbel von ausgebildeten Architekten, die sich in Ermangelung von Bauaufträgen ganz auf Design konzentriert haben. Aus seinen eigenen reichen Beständen kann das Kölner Museum ganze Zimmereinrichtungen und Einzelmöbel so renommierter Baumeister wie Marcel Breuer, Alvar Aalto, Egon Eiermann, Mario Botta und vieler anderer beisteuern – verborgene Schätze aus dem Depot. Hinzu kommen große Namen aus der zeitgenössischen Architekturszene: Exponate von Frank Gehry, Daniel Libeskind, Norman Foster, Zaha Hadid, Hadi Teherani und anderen weltberühmten Architekten. Skulpturales, Futuristisches, Funktionales, die verschiedenartigsten Formfindungen werden den interessierten Besuchern in der Ausstellung und im begleitenden Katalog (deutsch/englisch) umfassend vor Augen geführt.

Das MAKK ist einzigartig.

In Nordrhein-Westfalen bietet es als einziges seiner Art das gesamte Spektrum des europäischen Kunsthandwerks vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert mit den Schwerpunkten Möbel, Keramik, Glas, Textilien und Mode, Schmuck und Metallkunst, Grafik, Gemälde und Skulptur. Die erst 2008 wiedereröffnete und hochkarätig erweiterte Design-Abteilung genießt sogar europaweit Alleinstellung – nur hier wird „Kunst + Design im Dialog“ innerhalb einer Dauerausstellung präsentiert. Der Schwerpunkt der Designsammlung liegt auf nordamerikanischen und westeuropäischen Erzeugnissen aus der freien und angewandten Kunst.

Museum für Angewandte Kunst – Design Sammlung
An der Rechtschule
50667 Köln

Weitere Informationen unter: http://makk.de/

(vz)

Quelle: http://makk.de/

Bildquelle: Hadi Teherani, Bürostuhlserie ‚Silver 262s‘, 2003, Meßstetten-Tieringen (D), © Interstuhl http://www.interstuhlnet.de/interstuhl.html

 

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