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Tomi Ungerer et ses maîtres

15 Januar 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Eine Ausstellung zum 80.Geburtstag des Künstlers – noch bis zum 19. Februar 2012

Tomi Ungerer, geboren am 28. November 1931 in Straßburg, gilt als ein international bekannter Grafiker, Karikaturist und vor allem Illustrator von vielen Büchern für Kinder und Erwachsene. Aufgrund der besonders komplizierten Geschichte seiner elsässischen Heimat, insbesondere der Zerrissenheit zwischen Deutschland und Frankreich während des Dritten Reiches, wanderte er schon in jungen Jahren in die USA aus. Später ging er nach Irland, bis er im hohen Alter wieder nach Straßburg zurückkehrte – hoch geehrt, indem ihm seine Heimatstadt mitten im Zentrum eine Jugendstil-Villa zum Ungerer-Museum umwidmete.

Rechtzeitig zu seinem 80.Geburtstag wurde dem Künstler jetzt eine neue Ausstellung in seinem Museumstempel zu Teil. Die Ausstellung „Tomi Ungerer und seine Meister. Inspirationen und Dialoge“ ist ein Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Geburtstag des aus Straßburg stammenden Künstlers. Im Museum Tomi Ungerer sind aus diesem Anlass rund 300 Werke aus dem Bestand des Museums sowie aus privaten und öffentlichen Sammlungen zu sehen. Im Mittelpunkt der Schau stehen die zahlreichen, bisher aber nur selten behandelten kunstgeschichtlichen Bezüge im Werk des Illustrators. Ungeres verschiedene künstlerische Ausdrucksformen weisen in der Tat viele Querverbindungen zum grafischen und plastischen Schaffen anderer Künstler sowie zu Filmwerken auf. Dieser reiche ikonografische Fundus umfasst alle Stilrichtungen und Epochen: deutsche Meister des Mittelalters und der Renaissance (Baldung-Grien, Dürer, Grünewald, Holbein), Gustave Doré und deutsche Maler des 19. Jahrhunderts (Caspar David Friedrich, Ludwig Richter, Moritz von Schwind, Carl Spitzweg], elsässische Künstler (Hansi, Loux, Sattler, Schnug), Dadaisten und Surrealisten (Arp, Ernst), Satire-Zeichner (Busch, Daumier, Dubout, die Karikaturisten des „Simplicissimus“, die angelsächsischen Cartoonisten, Grandville, Töpffer). Darüber hinaus verdeutlicht die Ausstellung auch Verwandtschaften mit Bellmer, Dix, Ensor, Félicien-Rops, Goya, Grosz, Jones, Kubin, Lindner, Posada, Toulouse-Lautrec, von Bayros, Weaver und Wyeth. Der Dramatiker Friedrich Dürrenmatt sagte einmal über Tomi Ungerer, dieser imitiere niemanden, benutze aber viel. Zweifelsohne machen auch diese vielfältigen Anleihen Ungerers Oeuvre so einzigartig.

Weitere Informationen unter: Musées de la Ville de Strasbourg | 67076 Strasbourg Cedex; Tel +33 (0)3 88 52 50 00 | Fax +33 (0)3 88 52 50 09

http://www.musees.strasbourg.eu/sites_expos/tomi_maitres/

 

Quelle: Museum Tomi Ungerer/Musées de la Ville de Strasbourg

 

 

 

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