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Das neue Händel-Lexikon

19 Januar 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Das Händel Lexikon

Jedes Mal, wenn wie zuletzt Weihnachten vor der Tür steht, ist in nahezu jeder deutschen Stadt entweder das Weihnachtsoratorium von Bach oder der Messias von Händel auf dem Programm. Georg Friedrich Händel ist zweifellos neben Johann Sebastian Bach der bedeutendste Komponist des Barock, der neben seinen hervorragenden Oratorien und Opern sowie den Instrumentalkompositionen sehr bedeutende Beiträge zur Orchesterseite, wie z. B. mit seiner Wassermusik und Feuerwerksmusik sowie zum Concerto Grosso leistete.

Als wesentliches Kennzeichen der Händelschen Musik gilt ihr großstädtischer Zug, ihre Weltoffenheit, die er durch die genaue Kenntnis der Kompositionsstile seiner Zeit in den verschiedenen europäischen Ländern erwarb, vor allem in Deutschland, Italien, Frankreich und England, wo er sich nach Anfangserfolgen im Jahre 1712 niederließ und wo ihm später die Leitung der Royal Academy of Music in London übertragen wurde.

Als lohnende Fundgrube zu Händels epochaler Musik ist jetzt vor kurzem für den Barock-Liebhaber ein Händel-Lexikon des Laaber Verlags erschienen, das zu allen Themengebieten des großen Komponisten ausführliche Beschreibungen bereit hält. In sehr detaillierter Form werden von zahlreichen renommierten Musikwissenschaftlern einzelne Artikel vor allem zu folgenden drei großen Sachgebieten vorgestellt:“ Dem Leben des Komponisten im Kontext seiner Zeit, dem Werk in seiner gattungsgeschichtlichen Bedingtheit und der Nachwirkung seiner Kompositionen in den 250 Jahren, die seit seinem Tod vergangen sind“, wobei sich die biographischen Artikel auf Personen konzentrieren, die für Händels Schaffensweise und seine Wirkung in der Zeit von Belang waren.

So finden sich z. B. Angaben zum Auftraggeber, zu möglichen Aufführungsorten sowie Besetzungen, zu den vertonten Texten, zu Theorien zur Aufführungsart sowie eine stilistische und entwicklungsgeschichtliche Einordnung der Kompositionen. Bemerkenswert ist auch die Darstellung der einzelnen Gattungen, wie Fuge, Menuett, aber auch Oper und Oratorium wie auch die Berücksichtigung von Chor- und Orchester und den heute teilweise exotisch anmutenden Instrumenten. Von großer Bedeutung sind aber auch zahlreiche Einzelbeiträge zu den Opern und Oratorien, wie auch der Einblick in eine Auswahl verschiedener Händel-Filme.

Insgesamt kann das Händel-Lexikon als ein für den Barock-Liebhaber und -Kenner wertvolles informatives und vergnüglich zu lesendes Nachschlagewerk empfohlen werden, das mit einem aktualisierten Werkverzeichnis, Notenbeispielen und einer ausführlichen Chronik sehr abgerundet erscheint.

(wz)

• Laaber Verlag , 02/2011
• Einband: Leinen
• Sprache: Deutsch
• ISBN-13: 9783890075525
• Umfang: 825 Seiten
• Sonstiges: mit zahlr. Abb., einer Chronik u. einem Werkverzeichn.
• Gewicht: 1960 g
• Maße: 259 x 189 mm
• Stärke: 61 mm
 http://www.laaber-verlag.wslv.de/index.php?ID_Liste=190&m=30

http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Georg-Friedrich-H%E4ndel-1685-1759-Alcina/hnum/4687588

 

Quelle: Laaber Verlag, dasorchester.de

 

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