Home » Film, kunst

Die rote Traumfabrik

16 Februar 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Berlinale 09-19.02.2012

Veranstaltungen, Stummfilmmusiker, Publikation in der Retrospektive „Die rote Traumfabrik“

Die Retrospektive „Die rote Traumfabrik“ zeigt als Ergebnis einer aufwändigen, mehrjährigen Recherche in 32 Programmen 44 Filme – darunter Raritäten, über deren Erhaltungszustand in vielen Fällen wenig bekannt war. Mehrere Archive haben für die Retrospektive Filme in neuen Kopien wieder verfügbar gemacht: so das Bundesarchiv/Filmarchiv, die Deutsche Kinemathek, das Österreichische Filmmuseum und das Russische Staatliche Archiv für Film- und Fotodokumente Krasnogorsk. Das Österreichische Filmmuseum präsentiert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek erstmals eine neue Restaurierung von Fjodor Ozeps Version des Tolstoi-Dramas Schiwoi trup (Der lebende Leichnam, 1929), die auf der Basis sechs unterschiedlicher Fassungen entstand.

Die zahlreichen Stummfilme im Programm der Retrospektive werden von international renommierten Musikern begleitet. Die holländische Stummfilmpianistin und Komponistin Maud Nelissen und der Brite Stephen Horne waren bereits bei früheren Retrospektiven zu Gast. Der Kanadier Gabriel Thibaudeau, gefragter Pianist, Komponist und Dirigent, begleitet zum ersten Mal Stummfilme im Rahmen der Berlinale. Eunice Martins ist den Berlinern als Hauspianistin des Kino Arsenal und dem internationalen Publikum von zahlreichen Festivals gut bekannt.

Das Filmprogramm der Retrospektive wird ergänzt durch eine Reihe von Veranstaltungen in der Deutschen Kinemathek. Die Kuratoren Günter Agde und Alexander Schwarz führen im Gespräch mit Sektionsleiter Rainer Rother in das Thema der Retrospektive ein. Alexander Schwarz stellt außerdem gemeinsam mit der verantwortlichen ARTE-Redakteurin Nina Goslar vorab seine aktuelle Filmdokumentation Die rote Traumfabrik vor. Adelheid Heftberger, Kuratorin der Wertow-Sammlung im Österreichischen Filmmuseum, spricht über die wechselvolle Geschichte von Dsiga Wertows einziger Arbeit für die „rote Traumfabrik“, dem vielfach veränderten Film Tri Pesni O Lenine (Drei Lieder über Lenin). Zwei Sonderveranstaltungen geben Einblick in die Arbeit der Deutschen Kinemathek und nehmen Bezug auf das 100. Jubiläum der Babelsberger Filmstudios. Das vollständige Veranstaltungsprogramm ist zu finden unter www.berlinale.de.

Als weiterführende Lektüre zur Retrospektive empfiehlt sich die zur Berlinale im Verlag Bertz + Fischer erscheinende umfangreiche Publikation „Die rote Traumfabrik. Meschrabpom-Film und Prometheus 1921–1936“. Als erste deutsche Monografie über dieses legendäre deutsch-russische Filmexperiment versammelt der von Günter Agde und Alexander Schwarz herausgegebene Band Studien russischer und deutscher Autoren zur Geschichte und Ästhetik der Filme. Ergänzt werden diese durch historische Dokumente, unveröffentlichte Fotos und zeitgenössische avantgardistische Filmplakate sowie eine vollständige Filmografie.

(vz)

Weitere Informationen unter: www.berlinale.de

http://www.deutsche-kinemathek.de/

http://www.facebook.com/berlinale?ref=mf

 

 

Quelle: Internationale Filmfestspiele Berlin

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...