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Das Leben eines Gigolos

17 Juli 2010 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Wir stellen vor: Das Buch „Das Leben eines Gigolos“

Golden ist der glücklichste Mann der Welt. Schöne Frauen werfen sich ihm reihenweise in die Arme. Sie entschädigen ihn großzügig für seine Gesellschaft, ohne ihm Bares in die Taschen zu stecken: Sie beschenken ihn, finanzieren Reisen, laden ihn zu Partys ein, bewundern seinen Körper. Alles, was er dafür tun muss, ist, amüsant und attraktiv zu sein; ganz easy. Nebenbei hat er mit seinen Klientinnen fabelhaften Sex.

Weibliche Prostituierte haben schon oft über ihr Berufs- und Privatleben geschrieben, aber wie sieht die männliche Perspektive aus? Ist der Beruf des Gigolos perfekt für den lifestylebewussten Mann von heute?

DAS BUCH

Golden ist süß, charmant und er liebt seinen Job – oder seine Jobs, sollte man besser sagen, denn tagsüber ist er ein eifriger Jazzpianist und nachts ein mindestens ebenso eifriger Gigolo. Er arbeitet an der Vorfront der weiblichen sexuellen Emanzipation. Er bedient die knallharten Ladys, die glamourösen Powerfrauen zwischen 30 und 40, die wissen, was sie wollen, und denen es ein besonderes Vergnügen ist, ihren Jahresbonus in eine heiße Liebesnacht mit dem Golden Boy zu investieren. Die aber oft auch zu beschäftigt sind, um ein normales Beziehungsleben zu führen.

Golden kommt natürlich auf seine Kosten, obwohl ihn sein Job unter den Reichen keinesfalls reich macht. Bezahlen lässt er sich mit teuren Diners oder Designerklamotten und er ist flexibel: Er jettet, wenn es sein muss, um die halbe Welt, um mit einer Klientin ein Champagnerbad zu teilen. Golden genießt das Luxusleben. Trotzdem kommen ihm hin und wieder Zweifel: Wird er jemals seine Miss Right finden und wird diese Verständnis für seine zweigleisige Karriere aufbringen?

DAS ZITAT

Ich liebe meinen Job als Gigolo, aber es erstaunt mich immer noch, dass ich in dieser Branche gelandet bin. Bei der Berufsberatung in der Schule haben sie diese Laufbahn ganz sicher nicht vorgestellt.

Die Arbeitszeiten sind großartig, die Zusammenarbeit mit den Managern macht mehr als Spaß und die Extras hauen einen um. Allerdings ist die Summe, die am Ende des Monats auf dem Konto bleibt, weniger umwerfend. Und du kannst es total vergessen, eine Rente zu bekommen, wenn es bei deinem Job darum geht, den weiblichen Körper in- und auswendig zu kennen. Im Internet findet man jedenfalls ganz sicher nichts darüber.

Andererseits, wenn mir manchmal Zweifel kommen, ob es richtig war, eine geregelte Existenz gegen heißen Sex einzutauschen, höre ich immer diese innere Stimme, die mir sagt, dass ich der größte Glückspilz bin, der sich auf dieser Welt herumtreibt.

DER AUTOR

Golden wuchs auf der Isle of Wight auf, bevor er nach London ging, um dort Musik zu studieren. Seitdem führt er ein Doppelleben als Jazzpianist und Gigolo im ständigen Jetsetrausch. Er bezeichnet sich selbst als »modernen Dandy« und nimmt kein Bargeld für seine Dienste an.

Taschenbuch: ISBN 978-3-89602-939-3

(rz)

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