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2001 NUDES

29 Juni 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Unverhüllte Weiblichkeit   Mit Buchtiteln ist es ja immer so eine Sache, viele sind unverständlich, irreführend oder einfach nur ärgerlich. Nicht so die neue Veröffentlichung des Kulturversenders Zweitausendeins: Der umfangreiche Bildband 2001 Nudes enthält genau das, was der Buchdeckel verspricht: 2001 weibliche Schönheiten, allesamt kunstvoll entblättert! Weniger hätten es für den ersten eigenen Zweitausendeins-Erotikband auch nicht sein dürfen, denn jede einzelne hat ihren Platz mehr als verdient. Bei einer derart verschwenderischen Fülle fällt das Gesamtwerk natürlich entsprechend imposant aus: 816 sinnliche Seiten umfasst das beeindruckende Hardcover-Kompendium, das stattliche 2,5 Kilogramm auf die Waage bringt. Die 2001 ausdrucksstarken Akte sind in exzellenter Print-Qualität auf hochwertiges Papier gebannt. Ergänzt wird dieses anregende Sammelwerk zeitgenössischer Erotikfotografie durch einen ausführlichen Fotografen-Index, der zusätzlichen Einblick in das Schaffen und die jeweiligen Spezialgebiete der Künstler vermittelt, die ihre Aktmodelle auf vielfältigste Weise in Szene gesetzt haben. 2001 Nudes präsentiert unverhüllte Weiblichkeit in all ihren Facetten: Üppig, grazil, unschuldig, provozierend, sinnlich, gefährlich, verspielt oder frech – und immer unverschämt sexy! 2001-mal kunstvoll entblättert zum Umblättern Ich kann mich noch gut daran erinnern. Es muss ungefähr im Jahr 1977 gewesen sein, als ich – gerade fünfzehn und Schüler in einem christlichen Internat – bei einem Mitschüler zum ersten Mal das „Merkheft“ des Zweitausendeins Verlags in die Finger bekam. Das Internat war recht konservativ und der Tagesablauf war streng durchorganisiert. Während der Zeit, die ich dort verbrachte, schafften es nur drei Kataloge in den „internen Vertrieb“: an erster Stelle natürlich das einzige von der Führung geduldete Blättchen, der Weltbild-Katalog. Des Weiteren gab es noch den Katalog des Volksverlags, der hauptsächlich Comics beinhaltete, sowie das bereits genannte „Merkheft“ – mit Werken von Bukowski, Zappa, Heartfield oder Seyfried ein Sinnbild unserer Gegen(warts)kultur. Wie man sich unschwer vorstellen kann, waren letztere Kataloge bei der Internatsleitung nicht gern gesehen und wurden daher des Öfteren beschlagnahmt. Jedoch schafften wir es immer wieder, dass regelmäßig bestellte Lieferungen über ältere Mitschüler am Ende trotzdem bei uns landeten. Daher freue ich mich heute sehr, das Vorwort zu einem schon lange überfälligen Werk für den Zweitausendeins Verlag zu schreiben: „2001 Nudes“. Ein solches Sammelwerk hätte zu meiner damaligen spätpubertären Jugendzeit in unserer Tauschbörse an Platz eins gestanden und wäre so oft weitergereicht worden, bis es irgendwann wie ein prähistorisches Fundstück ausgesehen hätte. Im Zeitalter der digitalisierten Buchkultur ist dieser Titel mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der letzten erotischen Gesamtkunstwerke architektonisch ausgreifenden Maßes. Ohne Betriebssystem, dafür 816 Seiten stark, mit richtig festem Hardcover, einem Kampfgewicht von über 2,5 Kilogramm und 2001 herausragenden Lichtbildern bildet es eine einzigartige Zusammenstellung der schönsten und mannigfaltigsten Werke zeitgenössischer Erotikfotografie. Angefangen bei außergewöhnlichen Vintage-Aufnahmen bis hin zu computergenerierten Super-Babes, von analog bis digital, bieder bis marihuana, underground bis glamourös, habe ich die Werke all meiner Lieblingserotikfotografen zusammengetragen. Darunter sind Künstler wie Octavio Arizala oder Michael Berkowitz, die mit ihren Inszenierungen die Ästhetik einer längst vergangenen Zeit wieder aufleben lassen. Die US-Amerikanerinnen Tammy Sanborn und Holly Randall präsentieren uns ihre barbusigen „American Dream“-Girls. Allan Amato und Emma Delves-Broughton wiederum setzen ihre Models extravagant und hauteng glänzend in Szene. Und Bob Coulter lichtet seine Rock-’n’-Roll-Mädchen nahezu trashig und unprätentiös in heruntergekommenen Hotelzimmern ab, während sich Eolake Stobblehouse und Dwayne Bell in ihren berühmten Bildersammlungen eher der Ausgelassenheit junger osteuropäischer Naturschönheiten widmen. Bei einem solch bunten Genremix war es mir wichtig „2001 Nudes“ nicht wie im herkömmlichen Sinne nach Rubriken oder Fotografen zu ordnen. Vielmehr bildet es mit seiner Aneinanderreihung verschiedenartigster Fotografiestile und dem geradlinigen, zurückhaltenden Design einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die Welt der Erotik. Hier posieren dralle Busenwunder neben unschuldigen Twens. Klassische Schwarz-Weiß-Akte treffen auf hingebungsvolle, leidenschaftliche Fetisch-Musen. Und während die einen ihre endlos langen Beine in feinstes Nylon hüllen, strecken die anderen dem Betrachter frech und ungeniert ihre knackigen Popos entgegen. „2001 Nudes“ ist eine abenteuerliche Reise, die im Zeitalter von Blogs und Online-Communities unsere heutige Betrachtungsweise widerspiegelt. Ergänzt wird das Ganze um einen ausführlichen Fotografen- Index, der einen zusätzlichen Einblick in das Schaffen und die jeweiligen Vorlieben der einzelnen Künstler vermittelt. Natürlich, verspielt, sinnlich, verführerisch, gefährlich, mysteriös, laut, frech und dabei immer unverschämt sexy. Die Fotografen haben für dieses Gesamtkunstwerk ihre Schönheiten auf die verschiedenste Art und Weise inszeniert und beweisen einmal mehr, wie anziehend ausgezogen sein kann! Ein Muss für jeden Zweitausendeins Fan, ein Muss für jeden Liebhaber erotischer Fotografie und eine wahre „Sex“-Odyssee 2001! (Miki Bunge, Bildeditor) (fs)

 
2001 Nudes
Zweitausendeins Verlag
Bestellnummer 200409, EAN 9783861501480, Preis 49,90 Euro
VÖ-Termin: 1. April 2012
Weitere Informationen unter: www.zweitausendeins.de
 
 
Quelle: Zweitausendeins Verlag
 
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