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Zum Geleit

28 März 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Ernst Jünger zum Geburtstag

Am 29. März jährt sich der Geburtstag Ernst Jüngers zum 122 Mal. Eigentlich nichts Rundes, aber gerade das Unrunde hat uns veranlasst an einen Mann zu erinnern, der Schriftsteller, Philosoph, Insektenkundler und Offizier war. Bis heute polarisiert Ernst Jünger – um so erstaunlicher ist es doch, dass nach seinem Tod viele Publikationen über Jünger erschienen. Ganz besonders gelungen erscheint uns die Biographie von Heimo Schwilk „Ein Jahrhundertleben“ – . Das Interesse an einer Person, die sich auch im Alter hat nie verneint, ist erstaunlich. Aber vielleicht ist gerade der Umstand, dass in der „Verkorrekten Gesellschaft“, die sich von ständigen Gleichheitsdebatten, Ranking-Tabellen und Aktienkurs-Wichtigtuerei hangelt, doch noch so etwas gibt wie die Lust nach Kontroversem und Kantigem.

Ernst Jünger starb kurz vor seinem 103. Geburtstag in Riedlingen. Heute ist sein letzter Wohnort ein Museum. Beachtet wurden seine Veröffentlichungen auch im Ausland und besonders in Frankreich. Während man Ernst Jünger bei uns meist nach seinen Veröffentlichungen in den 20er Jahren definiert, weiß kaum jemand, dass seine Publikation „Blätter und Steine“ im 1934 bereits zensiert wurden. Sein Roman „Auf den Marmorklippen“ waren eine leicht zu verstehende Kritik an dem Regime im III. Reich. Mit dem Roman von Anna Seghers „Das siebte Kreuz“, ist die Fabel von Ernst Jünger die einzig bekannte deutschsprachige, kritische Publikation während der NS-Zeit. Seine große Popularität half ihm sicherlich, das Regime schadenfrei zu bestehen.

 

(sb) sven borger

Weitere Informationen unter: http://www.juenger-haus.de/

 

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung vom Klett-Cotta Verlag; Foto, Werner Schwarze

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